Der Faktor Mensch im Projektmanagement

Die verschiedenen Persönlichkeitstypen verfügen jeweils über unterschiedliche Stärken und Schwächen – und alle zusammen können entscheidend zu einem erfolgreichen Projektabschluss beitragen. In einem Projektteam sollte deshalb jeder Persönlichkeitstyp vertreten sein. Zudem sollten die Aufgaben gemäß der Stärken und Schwächen des jeweiligen Projektmitglieds verteilt werden. So ist beispielsweise der Typ „Direktor“ dank seiner Zielstrebigkeit ein geeigneter Projektleiter. Besonders beziehungs¬orientierte und kooperative Persönlichkeitstypen können ihre Stärken im Projektbüro voll einsetzen. Schließlich übernehmen sie hier auch die zentrale Informationsverteilung und stehen in häufigem Kontakt mit sämtlichen Projektmitgliedern. Das Projektmarketing sollte von Mitarbeitern übernommen werden, die marktorientiert, flexibel und kontaktorientiert sind. Das Projektcontrolling dagegen verlangt eine besondere Präzision und einen gewissen Perfektionismus – Beobachter und Reformer eignen sich deshalb für diese Aufgabe besonders gut.

Übernehmen die verschiedenen Persönlichkeitstypen Aufgaben gemäß ihren Stärken, erledigen sie diese nicht nur effizienter, sie sind auch motivierter und zufriedener. Eine Analyse der Persönlichkeiten hilft zudem, den Gesprächspartner besser zu verstehen und somit die Kommunikation zu fördern.

Vertrauen fördert Wissensaustausch

Eine verbesserte Kommunikation wirkt sich auch auf die anderen weichen Faktoren positiv aus, also die Förderung der Teambildung und der Wissensweitergabe. Das Weiterreichen von Wissen ist nämlich eng verbunden mit einem potentiellen Machtverlust – ganz im Sinne des Zitats von Francis Bacon „Wissen ist Macht“. Wer Wissen weitergibt, riskiert, sich entbehrlich zu machen. Andere könnten das weitergegebene Wissen nutzen und als das eigene ausgeben. Dieser mögliche Machtverlust ist einer der Barrieren für den Austausch. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Wissen im Team geteilt wird, ist deshalb Vertrauen. Es darf sich nicht um einen bloßen Transfer von Wissen handeln, sondern sollte vielmehr auf Gegenseitigkeit beruhen. Hierzu bedarf es einer funktionierenden Kommunikation und Zusammenarbeit. So können im Idealfall die Projektmitglieder ihre Stärken und speziellen Kenntnisse einbringen und vereinen, um das Projekt zum Ziel zu führen.

Fazit:

Projektmanagement besteht nicht nur aus der Projektplanung. In der Tat besteht die Gefahr, bei einer zu starken Fokussierung auf die sogenannten harten Faktoren, den Menschen zu vernachlässigen. Jedoch spielt die Zusammenarbeit und die Kommunikation im Team eine wichtige Rolle: Der Aufbau einer offenen Unternehmenskultur und die Nutzung von Persönlichkeitsanalysen bei der Auswahl der Projektmitglieder können einen entscheidenden Beitrag zu einer effektiven Kommunikation und guten Zusammenarbeit leisten. Das daraus resultierende Vertrauen und Verständnis hat in der Regel auch einen positiven Effekt auf die Wissensweitergabe im Projekt.

 

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