Der Erfolg der Apple Watch: Startschuss für App-Programmierer?

Michael Thomas

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Haben es Smartwatches mit der Apple Watch endlich in den Massenmarkt geschafft? Die ersten Verkaufszahlen zu dem Produkt des Konzerns aus Cupertino sprechen dafür. Ist damit der richtige Zeitpunkt für den Einstieg in die Programmierung von Wearables-Apps erreicht?

Wearables, wie Smartwatches oder Fitnessarmbänder, sind ein Wachstumsmarkt. Laut einer vor wenigen Monaten veröffentlichten Studie des Marktforschungsinstituts IDC wird 2015 der weltweite Verkauf von Wearables im Vergleich zum Vorjahr um 133,4 % steigen. Besonders die Smartwatches sollen dabei zulegen: Dieser Markt soll gar um 510,9 % wachsen.

Apples erfolgreichster Produktstart

Vermutlich großen Anteil daran dürfte die seit dem 24. April erhältliche Apple Watch haben. Die Smartwatch legte ersten verlässlichen Zahlen zufolge den erfolgreichsten Produktstart sämtlicher Apple-Produkte hin: Demnach hat Apple bereits 2,5 Millionen Geräte ausgeliefert, bis zum Ende des Quartals werden es voraussichtlich 5 Millionen sein. Glaubt man den Schätzungen von Trip Chowdhry (Global Equities Research), werden Ende des Jahres zwischen 20 und 25 Millionen Apple Watches über den Ladentisch gegangen sein. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2014 wurden, alle Hersteller zusammengenommen, lediglich 720 000 entsprechende Android Wear-Geräte verkauft.

Allerdings sind auch Gegenstimmen zu hören. So zeichnet sich Zahlen des Marktforschungsunternehmens Slice Intelligence zufolge ein deutlicher Abwärtstrend bei den Verkaufszahlen ab: Wurden im April täglich etwa 35 000 Geräte verkauft, waren es Anfang Juli nur noch 2500 – ein Rückgang um knapp 90 %. Da sich die Zahlen von Slice jedoch ausschließlich auf die freiwillige Teilnahme von rund 2,5 Millionen US-Kunden stützen und darüber hinaus nur Online-Verkäufe erfasst werden, sollte man sie besser mit Vorsicht genießen.

Fazit

Eines ist klar: So wie Android-Geräte im Smartphonesektor im Vergleich zu Apple klar die Nase vorn haben (rund 1 Milliarde verkaufte Android-Smartphones im Jahr 2014 versus 192,7 Millionen Apple-Geräte), nimmt Apple nun im Smartwatch-Geschäft – zumindest vorerst – eine marktbeherrschende Stellung ein. Vertraut man auf die optimistischen Schätzungen von Global Equities Research sowie den Umstand, dass sich Geräte mit dem Apfel-Logo spätestens seit Einführung des iPhone wie geschnitten Brot verkaufen, ergibt sich für Entwickler, die über einen Einstieg in die Programmierung von Wearable-Apps nachdenken, damit eigentlich nur eine Konsequenz: Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt. Denn, wie Chris Beauchamp auf DZone schreibt: Entwickelt man bereits für iOS, ergeben sich relativ geringe Investitionskosten. Und potentielle Käufer wird es voraussichtlich genug geben.

Aufmacherbild: set different kinds of smart watch, round, rectangle, touch screen isolated on light green background von Shutterstock.com / Urheberrecht: gdainti

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Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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„So wie Android-Geräte im Smartphonesektor im Vergleich zu Apple klar die Nase vorn habe […]“ – und doch streicht Apple über 90% der Gewinne ein… Für mich hat im Smartphone ganz klar Apple die Nase vorn. (Sage ich, als Galaxy User)