Features in verschiedenen Eclipse Installationen managen

Der Eclipse-Manager

Thorsten Kamann

Benutzt man mehrere Eclipse-Installationen, dann ist es schwierig, alle benötigten Features in allen Installationen immer aktuell zu halten. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten die Extension Locations gepaart mit dem Konfigurationsmanager.

Ich arbeite oft in verschiedenen Projekten. Teilweise mit unterschiedlichen Plug-in-Konfigurationen und mitunter mit verschiedenen Eclipse-Versionen. Das bedeutet, dass ich mehrere Eclipse-Installationen parallel bei mir auf dem Notebook habe. Früher war es so, dass ich alle Plug-ins und Features direkt in die entsprechenden Verzeichnisse des Eclipse-Installationsordner kopiert habe. Installationen und Updates per Update Site sind ja erst in letzter Zeit bei fast jedem Plug-in-Hersteller angekommen. Auf meiner Festplatte tummelten sich sehr oft Plug-ins gleich mehrfach. Für jede Eclipse-Installation halt. Das ist wenig optimal. Vor allem wenn es eine neue Version von einem Plug-in gibt, welche dann in jede Eclipse-Installation kopiert werden muss. Auch das Ausprobieren von Plug-ins ist bei dieser Art der Verwaltung wenig ideal.

Extension Locations

Eclipse bietet schon seit längerem das Konzept der Extension Locations. Dies sind Verzeichnisse, in denen Features und Plug-ins installiert werden können. Solch ein Verzeichnis kann dann beliebig in Eclipse registriert und auch wieder deregistriert werden. Solch ein Verzeichnis hat eine ähnliche Struktur wie das Eclipse-Installationsverzeichnis. Es muss ein Verzeichnis eclipse besitzen, in dem sich dann die Verzeichnisse features und plugins befinden. Damit Eclipse solch ein Verzeichnis als Extension-Verzeichnis erkennt, ist es noch notwendig, dass eine leere Marker-Datei parallel zum eclipse-Verzeichnis existiert, die .eclipseextension heißt (Abb. 1).

Abb. 1: Dialogseite mit der Angabe der Install Location

Extension-Verzeichnisse bieten eine schöne Möglichkeit, Features und Plug-ins zu gruppieren. Ich habe normalerweise immer mindestens drei verschiedene Extension-Verzeichnisse:

  • misc – für allgemeine Plug-ins (Subversive [4], Maven2 [5], Groovy [6] …)
  • /li>modelling – alles was mit Modellierung zu tun hat (EMF [7], GMF [9], UML2 [8], oAW [12] …)

  • webtools – die Web Tools [10] inkl. Data Tools [11]

Teilweise sind diese einzelnen Verzeichnisse sogar noch mit Versionsnummern unterteilt, um schnell verschiedene Versionen von Features und Plug-ins vorhalten zu können. Das war schon öfter wichtig, wenn es um EMF und die darauf basierenden Tools wie z.B. oAW ging.

Extension Locations und Update-Sites

Inzwischen ist es guter Brauch, Features und die damit verbundenen Plug-ins mittels Update-Site zu installieren. Das Callisto-Projekt in Eclipse 3.2 ist da ein gutes Beispiel. Das Konzept der Extension-Verzeichnisse kann natürlich auch während der Installation von Features mittels Update-Site verwendet werden. Die Einstellung dazu kann man leicht übersehen. Die Installation von Features und Plug-ins passiert in mehreren Schritten. Zuerst wählt man die Update-Site(s) aus. Danach die Features, die man gerne installieren möchte. Anschließend muss man noch die Lizenz bestätigen. Auf dem folgenden Dialog befindet sich die Information über die Install Location (Abb. 2). Die Install Location entspricht einer Extension Location. Wichtig ist dabei, dass auch das Installationsverzeichnis von Eclipse eine Extension Location ist.

Abb. 2: Dialogseite mit der Angabe der Install Location

Um die Install Location zu ändern, reicht ein Klick auf Change Location. In dem folgenden Dialog werden alle Eclipse bekannten Extension Locations aufgelistet. Dort gibt es auch die Möglichkeit, bestehende Extension Locations zu entfernen oder eine neue hinzuzufügen (Abb. 3).

Abb. 3: Auswahldialog für ein Extension-Verzeichnis
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Thorsten Kamann
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