Der Bär ist los: OpenStack Grizzly erschienen

Judith Lungstraß

Alle sechs Monate veröffentlicht die OpenStack Foundation eine neue Version ihres freien Infrastructure-as-a-Service-Angebots. Vor einem halben Jahr erschien Folsom, nun wurde Version 7 mit dem Codenamen Grizzly öffentlich gemacht. Bemerkenswert ist hierbei, dass Projekt-Gründer Rackspace seinen Mitentwicklern in Hinblick auf Code-Beiträge lange nicht mehr so weit voraus ist wie bisher. Red Hat etwa hat vergleichsweise sogar die doppelte Menge an Code hinzugefügt.

Ab dem neuen Release soll OpenStack Compute mit Produktionsvorgängen größerer Skalierung klar kommen. „Cells“ verwalten verteilte Cluster, die NoDB Host-Architektur reduziert die Abhängigkeit von einer zentralen Datenbank. Auch verschiedene Hypervisoren, darunter ESX, KVM, Xen oder Hyper-V, sollen künftig besser unterstützt werden. Netzwerk-Geräte lassen sich ab Grizzly besser hinzufügen oder entfernen.

Um das Wachstum von Object-Storage-Umgebungen automatisch zu kontrollieren, nutzt Object Storage nun Quotas. Dadurch, dass der Operator jetzt größere Mengen an Object Operations durchführen kann, lassen sich große Cluster besser verwalten, und die Erfahrung für den Endnutzer verbessert sich. Cross-Origin Resource Sharing (CORS) wiederum ermöglicht Browser-Verbindungen direkt in die Storage-Umgebung des Backends.

Mit Hilfe der zweiten Version der OpenStack Block Storage lassen sich heterogene Speicher-Umgebungen von einem zentralen Zugangspunkt aus verwalten, auch ein Scheduler gehört dazu. Diese Version unterstützt verschiedene Backend-Speichermedien, darunter Ceph/RBD, Coraid, EMC, HP, Huawei, IBM, NetApp, Red Hat/Gluster, SolidFire und Zadara.

Neben einigen Erneuerungen im Networking und in OpenStack Identity wurde auch die User Experience im OpenStack Dashboard, welches ab Grizzly in zusätzlichen Sprachen verfügbar ist, überarbeitet. Beispielsweise ist das Grizzly Dashboard rückwärtskompatibel mit Folsom. So kann man Folsom- und Grizzly-basierte Clouds aus einem einzigen Interface heraus verwalten.

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Judith Lungstraß
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