Dell übernimmt Quest – und setzt auf Software statt Hardware

Hartmut Schlosser

Der PC-Hersteller Dell hat den Software-Anbieter Quest gekauft. Die Übernahme soll Dells eigene Software-Sparte stärken und das Unternehmen durch Dell-lizensierte Lösungen von Wettbewerbern abgrenzen.

Quest führt ein breites Portfolio von IT Management Software, etwa für die Verwaltung von Datenbanken, das Performance Monitoring oder das Management von Sicherheits- und Authentifizierungssystemen. Die Übernahme ging für 2.4 Milliarden US-Dollar über den Tisch, was einem Aktienpreis von 28.00 US-Dollar entspricht. Vorausgegangen war eine lange Bieter-Phase, in der verschiedene Übernahmekandidaten den Preis in die Höhe trieben.

John Swainson von Dell sieht in der Übernahme des Quest-Produkt- und Lizenz-Portfolios die Möglichkeit, das Unternehmen stärker in einem wachstumsträchtigen Zweig der Software-Industrie zu positionieren.

The addition of Quest will enable Dell to deliver more competitive server, storage, networking and end user computing solutions and services to customers.

Quest’s suite of industry-leading software products, highly-talented team members and unique intellectual property will position us well in the largest and fastest growing areas of the software industry. We intend to build upon the strong momentum Quest brings to Dell.

Der Ausbau des Software-Angebots kann auch als Reaktion auf die jüngsten Einbußen auf dem Hardware-Sektor gesehen werden, nachdem Dells Gewinnzahlen im dritten Quartal um 30 Prozent zurückgegangen waren. Der ehemalige Marktführer Dell wurde in den letzten Jahren von den PC-Herstellern HP und Lenovo auf den dritten Platz verdrängt.

Die Übernahme soll bis zum Ende Dells dritten Fiskalquartals abgeschlossen werden.

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Hartmut Schlosser
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