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Dart in Action

Autor

Chris Buckett

Verlag

Manning Publications Co.

Erschienen

2013

Seiten

424

Preis

44,99 Dollar

Sprache

Englisch

ISBN

978-1617290862

Preis

44,99 Dollar

In der Dart-Szene ist Chris Buckett mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund. Stunden, nachdem Google die Verfügbarkeit der neuen Sprachen bekanntgegeben hatte, gründete er seinen Blog dartwatch.com, in dem er sich ausschließlich mit Dart beschäftigt. Der Manning-Verlag wurde auf den überaus aktiven Entwickler aufmerksam, und ein Jahr später erschien „Dart in Action“.
Überhaupt ein Buch zu schreiben erfordert eine Menge Arbeit und Geduld. Zudem ist Dart eine Art bewegliches Ziel. Die Dart-Entwickler wollen eine moderne Sprache erschaffen und nehmen (noch) keine Rücksicht auf „Abwärtskompatibilität“. Im letzten Jahr blieb kein Stein auf dem anderen. Die ständigen Änderungen hätten durchaus dazu führen können, dass dieses Buchprojekt im Sande verläuft. Doch Chris Buckett blieb eisern und schrieb große Teile davon immer wieder um.
Was man in den Händen hält, ist das Buch von jemandem, der die Sprache und auch deren Entwicklung in und auswendig kennt. Das merkt man deutlich, wenn man es liest. Es wirkt, als würde sich der Autor schon seit zehn Jahren mit dem Thema beschäftigen und eine kurze Zusammenfassung seines Dart-Wissens in diesem Buch präsentieren.
„Dart in Action“ ist nichts für „Sprachtheoretiker“ oder jemanden, der eine Art Referenz sucht. Es ist ein Buch für den, der Dart möglichst schnell einsetzen möchte; eine praktische Einführung, die zeigt, was es alles in dem bereits sehr großen Dart-Universum gibt. Buckett zeigt, was man kennen muss, sei es den Dart-Editor oder auch, wie man mit Abhängigkeiten und „Pub“, dem Dart-Package-System, arbeitet.
Das Gute daran ist, dass man kaum merkt, wie schnell man sich an das neue Ökosystem gewöhnt. Die Sprache ist angenehm und leicht zu lesen, aber nie langweilig. Buckett blickt über den Tellerrand, verrennt sich aber nicht in ausufernden Trivialitäten. Er wird nie belehrend, sondern bleibt der nette Kollege von nebenan, der einem sein neuestes Spielzeug zeigt. Er vergisst dabei nicht, an den richtigen Stellen grundsätzliche Best Practices zu erwähnen, auch unabhängig von Dart. Gerade für jüngere Entwickler sind das großartige Hilfestellungen.
Der Inhalt ist komplett und ausgewogen. Es werden die wichtigsten Kernkonzepte von Dart erklärt, auch „Futures“ und „Completers“. Letzteres ist nicht nur wichtig, sondern auch eine Art Standard, wenn man für Browser entwickeln will. Anders als andere Autoren erklärt Buckett sogar, wie man asynchronen Code automatisiert testen kann.
Es geht weiter mit einer Einführung in „Single Page“-Anwendungen. Das sind Anwendungen, die nur aus einer HTML-Seite bestehen, wie G-Mail. Neben den üblichen „Cookies“ wird auch auf Browser-Datenbanken eingegangen oder darauf, wie man seine App in den Chrome Webstore bekommt – Themen, die nicht gerade an jeder Straßenecke besprochen werden.
Auch serverseitiges Dart kommt nicht zu kurz. Dart kann nämlich das Apache CouchDB Interface nutzen, um Daten zu speichern und auch – ähnlich Node.js – HTTP-Anfragen zu beantworten. Wer dann noch das letzte Kapitel über „Isolates“ liest, der weiß dann auch, wie man nebenläufig in Dart programmiert.
Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Buch. Obwohl manche der Inhalte bereits wieder veraltet sein dürften, ist es lesens- und kaufenswert. Vieles bleibt eben gleich, auch wenn sich die Details ändern. Das Buch macht Spaß und motiviert, sofort selbst ein paar Zeilen Code in Dart zu schreiben. Für andere Autoren wird es schwer werden, „Dart in Action“ zu übertreffen.

Rezension von Christian Grobmeier

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