"Damit JSR-Implementierer nicht mehr im Trüben fischen" – kontroverse Diskussion über TCK-Zugang für Expert Groups

JAXenter: Jetzt mal ganz realistisch gedacht: Was glaubst du, wird sich an der aktuellen Situation ändern? Ist Oracle da zu konstruktiven Gesprächen bereit?

Oliver Gierke: Ich hatte ja schon erwähnt, dass es auch in der Expert Group durchaus nicht einfach ist, relevante Informationen zu bekommen. Auf der anderen Seite sehe ich, dass es für andere Spezifikationen funktioniert. Insofern sehe ich diese Diskussion als Möglichkeit, Transparenz zu schaffen und gleichzeitig beim ein oder anderen aus der Community Interesse zur Mitarbeit zu wecken. Letztendlich geht es um gute und benutzbare APIs, und es gibt noch genug APIs da draußen, über die man sich die Haare raufen kann. Das heißt, jeder Schritt zur Verbesserung ist ein wichtiger.

JAXenter: Dir geht es um eine breitere Diskussion zu diesem Thema – unsere Leser können hier kommentieren und ihre Meinung mitteilen. Hast du sonst noch Tipps, wie man sich an der Diskussion beteiligen kann?

Oliver Gierke: Der beste Weg für Feedback ist eigentlich die Mailingliste des JSR [4]. Desweiteren gibt es einen JIRA [5], in dem man seine Meinung zu dezidierten Arbeitspaketen kund tun kann.

JAXenter: Dann sind wir gespannt, wie sich die Diskussion weiter entwickelt. Oliver, vielen Dank für dieses Interview!

Oliver Gierke ist Teil des Spring-Data-Teams bei SpringSource, a division of VMware und leitet dort das JPA-, MongoDB- und Core-Modul. Seit über sechs Jahren widmet er sich dem Entwicklen von Java-Enterprise-Applikationen, Open-Source-Projekten und ist Mitglied der JPA 2.1 Expert Group. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Softwarearchitektur, Spring und Persistenztechnologien. Er ist regelmäßiger Sprecher auf deutschen und internationalen Konferenzen sowie Autor von Fachartikeln. 

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