CUBA 5.6.4 ermöglicht BPMN 2.0-konforme Prozesse

Michael Thomas

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Vor knapp zwei Monaten wurde das Full-Stack-Framework CUBA erstmals der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mittlerweile liegt die quelloffene Plattform in Version 5.6.4 vor.

Insgesamt enthält das Update über 100 Bugfixes und Verbesserungen. Eine der größten Änderungen hat sich im Bereich Geschäftsprozessmanagement ergeben: Das neue Business Process Management(BPM)-Subsystem soll es dem Nutzer erlauben, BPMN 2.0-Prozesse zu erstellen und auszuführen. Die meisten Features, wie etwa der visuelle Prozessdesigner, stehen dabei in CUBAs Workflow-System bereit. Durch Einhaltung des BPMN 2.0-Standards soll Business-Analysten eine möglichst einfache Einbindungen von Prozessen in CUBA-basierte Anwendungen ermöglicht werden.

Eine weitere Änderung stellt die Einführung des Ausgabetyps Chart dar. Dieser steht zur Verfügung, wenn das Basisprojekt Charts and Maps verwendet wird und ermöglicht die Erstellung von Reports, die auf einem separaten Bildschirm innerhalb der Webanwendung als Schaubild ausgegeben werden. Die Datenstruktur des Reports wird auf für CUBA gängige Art und Weise definiert und kann Queries in SQL, JPQL oder Groovy enthalten.

Darüber hinaus sollen, da durch sie Notwendigkeit entfällt, schwergewichtige Komponenten innerhalb generierter Zellen zu erstellen, die CellClickListener– und PlainTextCell-Interfaces für eine bessere Performance der Table-Komponente sorgen. Dank einer neue Komfortfunktion in der Filter-Komponte kann darüber hinaus nun die Größe einer Tabellenseite via Drop-Down-Liste aus mehreren Vordefinierten ausgewählt werden.

Die weiteren Neuerungen von CUBA 5.6.4 verrät ein Blick in das Changelog.

Über CUBA

CUBA ist ein Full-Stack-Java-Framework für Geschäftsanwendungen, dessen Entwicklungsrichtung nach Aussagen der Entwickler von den praktischen Erfordernissen der alltäglichen Anwendungsentwicklung vorgegeben wird.

CUBA-Anwendungen bauen auf einer dreistufigen Architektur auf: Verbindendes Element sind die Metadaten, die alle visuellen Komponenten datensensitiv machen. Somit „weiß“ beispielsweise eine Tabelle, dass sie bestimmte Attribute anzeigt. Auf ähnliche Weise unterstützen die Metadaten die visuellen Komponenten bei der Kommunikation mit dem ORM. Das deklarative User Interface ermöglicht die Definition des Layouts per XML oder anhand des mitgelieferten visuellen Editors. Der Generic Filter des UI soll es Nutzern erlauben, eigene Suchbedingungen zu erstellen, wozu von Entwicklerseite kein weiterer Aufwand vonnöten ist. Das Rollenbasierte Sicherheits-Subsystem schließlich kontrolliert den CRUD-Zugriff bis hin zu den Entitäts-Attributen.

Abgesehen von diesen drei Hauptkomponenten bietet CUBA standardmäßig weitere Features wie etwa die Volltextsuche, ein REST API für die Integration mit externen Systemen, die Unterstützung von Kreditkartenzahlungen oder asynchronen Mailversand.

Standardmäßig unterstützt CUBA PostgreSQL, Oracle Database, Microsoft SQL Server und HSQL, wobei der Wechsel zwischen diesen während eines laufenden Projekts jederzeit möglich sein soll. Auch die Verwendung beliebiger anderer Datenbankmanagementsysteme soll mit geringem Aufwand realisierbar sein.

Aufmacherbild: Open Source Technology or Technologies as Abstract von Shutterstock / Urheberrecht: kentoh

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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