Couchbase Server 5.0 ist da

Couchbase Server geht in Runde fünf

Carina Schipper

© shutterstock / khunmee

Die fünfte Version von Couchbase Server 5.0 steht ab sofort zur Verfügung. Neu hinzugekommen sind beispielsweise ein für die Produktion freigegebenes Release einer Volltextsuche, adaptive Indizes oder Plasma, eine performante key-value Storage Engine.

Couchbase Server 5.0 bringt eine Reihe verschiedener, neuer Funktionen aus unterschiedlichen Bereichen mit. Dazu zählen beispielsweise Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit, Performance, Sicherheit, Indizierung und Anfragen, Suche, Werkzeuge, Plattformen und Anwendungsentwicklung. Was den Aspekt der Sicherheit angeht, bietet das Unternehmen Role Based Access Control (RBAC) seit der neuen Version von Couchbase Server statt nur für Administratoren nun auch für Anwendungen an. Der Nutzer bekommt so die Möglichkeit, auf breiter wie auch auf granulärer Ebene zu steuern, was Administratoren, Endbenutzer und Anwendungsservices tun können.

Abfragen, Indizieren und Suchen

Beispielsweise bringt Couchbase Server 5.0 den ersten für die Produktion freigegebenen Release einer Volltextsuche mit. Dazu gehört die Fähigkeit, Couchbase-Dokumente zu indizieren und mithilfe verschiedener Indizierungsmethoden, Textanalysatoren und Sprachen schnell abzufragen, ohne die Couchbase-Datenplattform verlassen zu müssen. Dazu gehören unter anderem volle SDK-Unterstützung und eine große Auswahl an Abfragetypen wie Suchbegriffübereinstimmung, unscharfe Suche, Datums- und Wertebereichsabfrage.

Außerdem gibt es ebenfalls als neues Feature adaptive Indizes. Dahinter verbergen sich spezielle Array-Indizes, die alle oder eine Menge spezifizierter Felder eines Dokuments indizieren können. Im Gegensatz zu Composite-GSI-Indizes ist ein solcher Index generisch. Adaptive Indizes können alle Index-Schlüsselwerte effizient nachschlagen, ohne Einschränkungen wie z. B. Präfix-Indexschlüsselreihenfolge. Dies ermöglicht Ad-hoc-Suchanfragen, die WHERE-Klauselprädikate auf beliebige Felder anwenden können, ohne dass mehrere zusammengesetzte Indizes oder verschiedene Kombinationen von Indexschlüsseln erstellt werden müssen.

Ein weiterer Neuzugang unter den Funktionen von Version 5.0 ist die N1QL-Funktion CURL(). Sie implementiert eine Teilmenge der cURL-Funktionalität und ermöglicht N1QL-Anfragen, mit externen JSON-Datenquellen zu interagieren und zu integrieren, die mittels HTTP/REST zur Verfügung stehen. Dies erlaubt gebündelte Abfragen an externe Datenquellen oder andere Couchbase-Cluster.

Monitoring und Profiling von N1QL-Anfragen liefern eine detaillierte Abfrageüberwachung und -profilierung. Beides liefert Details zu den verschiedenen Phasen der Suchanfrage, den im Suchprozess beteiligten Anfrageoperatoren und den entsprechenden Ausführungszeitpunkten und Merkmalen ( z.B. Zwischenergebnissen). Zusätzlich stehen neue Abfrageparameter zum Aktivieren, Deaktivieren und Steuern der Überwachungsfunktionen bereit und lassen sich für eine Abfrage-Engine oder individuelle Abfragen konfigurieren.

Persistente Snapshots helfen in Sachen Wiederherstellungspunkt

Ebenfalls neu in Couchbase Server 5.0: Plasma ist eine hoch skalierbare und performante key-value Storage Engine. Sie verwendet lock-freie Datenstrukturen, um Multi-Core-CPUs effektiv zu nutzen, und eine Memory-first-Architektur, die nur bei Bedarf anhält. Dies hilft bei der Entwicklung eines Systems, das sich nahezu linear skaliert und erschließt die aktuellen Trends bei SSD- und Flash-Speichern. Persistente Snapshots, die im Hintergrund ausgeführt werden, helfen bei der Erstellung von Wiederherstellungspunkten, die im Falle eines Ausfalls zum Rollback verwendet werden können. Das Erstellen und Verwalten solcher Persistenz-Snapshots verursacht minimalen Overhead auf Platte und CPUs sowie auf den anderen Prozessen, die auf dem Indizierungsknoten ausgeführt werden.

Mit kurzlebigen Buckets in Couchbase Server 5.0 lässt sich die Total Cost of Ownership (TCO) reduzieren, indem die Festplattenkomponente der Buckets eliminiert und eine konsistente Speicherleistung ohne festplattenbasierte Schwankungen erzielt wird. Zusätzlich verkürzen sich die Aufwärmzeiten, Rebalances und Restarts. Kurzlebige Buckets sind als Alternative zu Couchbase Buckets gedacht, wenn keine Persistenz benötigt wird, z. B. wenn wiederholter Plattenzugriff zu viel Overhead erfordert.

 

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Carina Schipper
Carina Schipper
Carina Schipper ist seit 2017 Redakteurin beim Java Magazin, Business Technology und JAXenter. Sie hat Germanistik und Europäische Ethnologie / Volkskunde an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studiert.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: