Couchbase Server 3.0 und neue SDKs verfügbar

Michael Thomas
Screenshot: http://www.couchbase.com/

Der Couchbase Server steht in Version 3.0 zum Download bereit. Dies gibt Couchbase via Business Wire bekannt. Die neue Version stellt die bisher bedeutendste Veröffentlichung der NoSQL-Datenbank dar; sie enthält mehr als 200 neue Funktionen und Verbesserungen, darunter wesentliche Erweiterungen der Zentralarchitektur. Couchbase unterstreicht damit seine Führungsposition im Bereich Performance und Skalierbarkeit bei verteilter Datenbanktechnologie.

Die neue Version bietet Weiterentwicklungen in fünf Hauptbereichen, darunter:

Erfolgskritische Größen

  • Tunable Memory zur Optimierung der Ressourceneffizienz für massive Datensätze: Mit der neuen „Dynamically Tunable Memory“-Funktion kann während der Laufzeit bestimmt werden, welche Datenmengen im Speicher verbleiben und welche auf die Festplatte kommen. Somit können Ressourcen auf Grundlage der Erfordernisse der Applikation optimiert werden.
  • Neues Streaming-Protokoll mit zahlreichen Performance-Verbesserungen: Im Gegensatz zu anderen Datenbanken verfügt Couchbase Server 3.0 über das Database Change Protocol (DCP); dieses kommuniziert im Arbeitsspeicher und beseitigt dadurch IO-Abhängigkeiten und Latenz der Festplatte. Somit ist das DCP circa 100-mal schneller als Protokolle auf Festplattenbasis.
  • Schnellere Indexierung und konsistente Ansichten: Mithilfe des Stream-basierten DCP wird die Indexierlatenz bis um das 50-fache verbessert, was das Spektrum der Anwendungsfälle noch mehr erweitert.
  • Optimierte Ressourcennutzung für extremen Datendurchsatz: Couchbase-Server erkennen automatisch die Hardware, auf der sie laufen, und stimmen den Threadpool automatisch auf optimale Effizienz ab, auch dann wenn sich die zugrunde liegenden Ressourcen und die Arbeitsbelastung ändern.

Hohe Verfügbarkeit

  • In-Memory-XDCR mit niedriger Latenz: Das DCP-Protokoll ermöglicht eine Memory-to-Memory Cross Data Center Replication (XDCR), welche die Latenz um circa das Vierfache senkt.
  • Schnelleres, effizienteres Backup durch neue inkrementeller Option: Eine zusätzliche neue inkrementelle Backup-Option erfasst nur Daten, die seit dem letzten Backup geändert wurden; dies spart Speicherplatz und Zeit und ermöglicht häufigere Backups.
  • Optimierte Recovery mit schnelleren Restore-Optionen: Neue Optionen für die Wiederherstellung nach einem Knotenausfall ermöglichen eine bis zu achtmal schnellere Knoten-Reaktivierung.

Verbesserte Sicherheit

  • Verschlüsselter Daten- und Adminzugriff: Die NoSQL-Sicherheit wird durch SSL-Verschlüsselung von Daten während der Übermittlung zwischen Client und Server deutlich erhöht. Durch HTTPS-Zugriff ist zudem ein verschlüsselter Zugriff auf die Admin-Konsole sowie das REST API möglich.

Vereinfachte Administration

  • XDCR Pause and Resume: Die Wartung wird durch die neue „Pause-and-Resume“-Kapazität für datenbankübergreifende Replikation (XDCR) einfacher und effizienter.
  • Schnelleres und flexibleres Rebalancing: Die neue Funktion „Delta Node Recovery“ vereinfacht den Rebalancing-Prozess und bietet zudem ein schnelleres und flexibleres Rebalancing.
  • Verbesserte Replikation mit inkrementellem Catch-up: Durch Nutzung des DCP-Protokolls wird eine neue inkrementelle Catch-up-Kapazität ermöglicht, die eine schnellere und effizientere Replikation bei der Wiederherstellung von ausgefallenen Knoten erlaubt.
  • Verbessertes Ressourcenmanagement mit Bucket Priority: Mithilfe von „Buckets“ können Administratoren für Anwendungen verschiedene Prioritäten setzen. Anwendungen mit hoher Priorität erhalten demnach eine höhere IO-Priorität und somit mehr Durchsatz. Buckets mit niedriger Priorität fallen dabei nicht aus, sondern werden mit einem Minimum weiterbearbeitet.
  • Graceful Failover für forcierten Knotenausfall: Die „Graceful Failover“-Option ermöglicht es Administratoren, einen Node-Failover zu forcieren, ohne dass es in diesem Knoten zu Datenverlust kommt.

Unterstützung von Entwicklern

Zeitgleich zur Veröffentlichung von Couchbase Sever 3.0 sind außerdem neue SDKs in der Version 2.0 verfügbar: Diese erlauben unter anderem ein kohärenteres Entwicklererlebnis durch eine Vereinheitlichung von Befehlen und Methoden für alle Entwicklerplattformen, eine native Unterstützung von JSON-Objekten sowie eine Unterstützung für das Spring Framework und ASP.NET zusammen mit Node.js-Frameworks.

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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