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Container für das Internet der Dinge

Neue Container-Engine für das IoT: Projekt Balena vorgestellt

Hartmut Schlosser

© Shutterstock / spatuletail

Balena ist eine neue Container Engine, die auf die Bedürfnisse des Internet of Things zugeschnitten ist. Die Engine basiert auf dem Projekt Moby und ist damit kompatibel zu Docker Containern.

Entwickelt wird Balena von resin.io, einem Unternehmen, das sich der Verbindung von Linux-basierten IoT-Anwendungen mit Container- und Microservices-Ansätzen verschrieben hat. Die Marschroute für Balena ist damit vorgegeben: Die Container-Engine soll vor allem auf Ressourcen-beschränkten Geräten zum Einsatz kommen und bietet dafür diverse Optimierungen.

So sollen Container-Deltas deutlich effizienter verarbeitet werden als bei einem herkömmlichen, Layer-basierten Docker Pull. Resin.io spricht von einer 10 bis 70 Mal besseren Bandbreiten-Nutzung.

Auf Feature-Seite sind mit Balena atomare und langanhaltende Image-Pulls möglich. Hintergrund ist hier, dass Updates bei IoT-Devices oft aufgrund von Netzwerk- oder Energie-Unterbrechungen nicht vollständig durchgeführt werden können. Mit langanhaltenden Image-Pulls will man vermeiden, dass Update-Unterbrechungen zu korrumpierten Containern führen.

Balena unterstützt zudem das Erstellen von Volumes zur Buildzeit, schont das Dateisystem durch reduzierte Schreibvorgänge und vermeidet Page Cache Thrashing während eines Image-Pulls, um auch im Niedrigspeicher-Sektor einsatzfähig zu bleiben.

Auch die Binaries der Balena Engine sind insgesamt 3,5 Mal kleiner als die der Docker Community Edition. Um dies zu erreichen, wurden indes einige Docker-Features entfernt, darunter Docker Swarm, Support für Plug-ins, Cloud Logging Driver und die Unterstützung für etcd, consul und zookeeper. Zur Verfügung steht Balena zudem ausschließlich für Linux-Systeme, namentlich für Architekturen, die vom resinOS unterstützt werden: armv5, armv6, armv7, aarch64, i386 und x86_64.

Balena wird unter der Apache-2.0-Lizenz Open Source entwickelt. Hintergrundinformationen bieten die Projektankündigung auf resin.io sowie die Dokumentation auf GitHub.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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