Continuous Integration

CI-Tool Concourse erreicht erste Hauptversion

Michael Thomas

© Shutterstock/YakoVector

Nur eine Woche nach der Veröffentlichung des Updates 0.76.0 hat die Continuous-Integration-Software Concourse ihre erste Hauptversion erreicht. Was hat die neue Version zu bieten?

Das durch die finanzielle Unterstützung von Seiten Pivotals vorangetriebene Projekt wird nach eigenen Aussagen künftig eine strengere Release-Politik betreiben, sprich: in größerem Umfang „ausmisten“. So wird den Nutzern in künftigen Releases offenbar die ein oder andere Deprecation über den Weg laufen. Ausgewachsene Abwärtsinkompatibilitäten soll jedoch erst die nächste Hauptversion – 2.0.0 – mit sich bringen.

Zu den Highlights, die seit der ersten öffentlichen Version (0.17.0) hinzugekommen sind, gehört beispielsweise die Möglichkeit, zur Authentifizierung auf GitHub zurückzugreifen. Zudem lösten sog. Build Plans die bisherige Job-Konfigruration ab. Ferner ist Concourse mittlerweile auch als eigenständige Binary-Distribution erhältlich; des Weiteren können benutzerdefinierte Ressourcentypen via resource_types nun direkt in die Pipeline eingebracht werden, die Rekonfigurierung der Worker entfällt somit.

Die explizit auf Version 1.0.0 entfallenden Neuerungen umfassen zum einen mehrere Bugfixes. Beispielsweise überprüfen Ressourcen, die von einem via resource_types definierten Ressourcentyp gestützt werden, nun regelmäßig, ob eine neue Version des Ressourcentyps vorliegt und nutzen die jeweils neueste. Zuvor wurde, unabhängig davon, ob eine neue Version des Ressourcentyps verfügbar war, der immer gleiche Container wiederverwendet.

Zum anderen bringt Concourse 1.0.0 auch einige neue Features mit sich. So basiert das BOSH-Release nun auf BOSH 2.0 und kann dahingehend konfiguriert werden, zum Zweck der Authentifizierung GitHub-Enterprise-Endpunkte zu nutzen. Zudem wurden allen Buttons des UI aria-label-Attribute hinzugefügt, was das Interface für die Nutzer von Screenreadern zugänglicher machen soll.

Concourse 1.0.0 kann direkt über die Projekt-Website heruntergeladen werden.

Concourse Basics

Concourse möchte ein System bieten, das besonders wenige „bewegliche Teile“ umfasst und den Wechsel zwischen verschiedenen CI-Tools möglichst reibungslos macht. Alle Konfigurationen finden sich in versionierbaren deklarativen Dateien; darüber hinaus beschränkt sich Concourse auf die Kernkonzepte Tasks (Ausführung eines Skripts in einer isolierten Umgebung inklusive abhängiger Ressourcen), Resources (Entitäten – z. B. ein Git-Repository, aber auch abstrakte Dinge wie Zeit –, die auf neue Versionen geprüft und zur idempotenten Erstellung neuer Versionen genutzt werden können) und Jobs (quasi Funktionen mit Inputs und Outputs, die bei der Verfügbarkeit neuer Inputs automatisch laufen).

Die drei Kernkonzepte wiederum bilden zusammengenommen die Concourse-Pipelines, die sozusagen ein Eigenleben entwickeln und sich auf eigene Faust um die kontinuierliche Ermittlung von Ressourcenversionen sowie die Planung von Jobs kümmern. Die dabei zum Zuge kommenden Mechaniken werden auf der Concourse-Homepage in aller Ausführlichkeit erläutert.

Aufmacherbild: modern icon ventilation von Shutterstock / Urheberrecht: YakoVector

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: