Programmierer pausenlos populär

Freelancer Skill Report: Mit diesen Fähigkeiten punkten Entwickler

Marcel Richters
Coding

© Shutterstock.com / ronstik

Das Freelancerportal Upwork hat seinen Skillindex für Q4 2017 vorgestellt. Dafür hat das Portal untersuchen lassen, welche Fähigkeiten selbstständige und freie Mitarbeiter mitbringen sollten, um die besten Chancen auf dem Portal zu haben. Nach wie vor sind Entwicklerskills besonders gefragt.

In einer global vernetzten Welt, in der Arbeitskraft jederzeit am anderen Ende der Welt eingekauft werden kann, nimmt die Bedeutung von Freelancern immer weiter zu. Einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts Edelman Intelligence im Auftrag der Freelancingplattform Upwork und der Freelancers Union – einer Art Gewerkschaft für Selbstständige in den USA – arbeiten schon heute mehr als ein Drittel der Amerikaner in freier Mitarbeit, bis 2027 wird es mehr als die Hälfte sein. Auch in Europa dürfte sich dieser Trend in den nächsten Jahren bemerkbar machen. Freelancer bieten nicht nur Flexibilität, sie sind auch noch viel eher daran interessiert, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auszubauen. Nur so bleiben sie am Arbeitsmarkt konkurrenzfähig. Eine Entwicklung, von der vor allem Unternehmen profitieren. Aber warum sollte das für Entwickler interessant sein? Ein Blick auf die 20 Fähigkeiten, die laut Upwork im vierten Quartal 2017 am stärksten nachgefragt wurden, verschafft Klarheit: Mit Bitcoin, Amazon DynamoDB und React Native tauchen drei Entwicklerskills ganz vorne auf.

Beginn der Blockchain-Begeisterung

Bitcoin lässt sich in diesem Fall als Synonym für Blockchain benutzen. Die Rally bei den Kryptowährungen und das wachsende Interesse der Industrie machen sich bemerkbar. War die Blockchain-Technologie noch vor wenigen Monaten eher etwas für Insider, gilt sie einigen inzwischen als Schlüssel zu einem neuen Internetzeitalter. Sogar renommierte Universitäten wie Stanford und Berkley bieten inzwischen entsprechende Kurse an. Von Kuriositäten wie Bananacoins, deren Preis an den Exportpreis von Bananen gekoppelt ist, bis zu einer Alternative zu GitHub auf Basis der Blockchain – wer sich mit dieser Technologie auskennt, muss sich in nächster Zeit um Aufträge keine Sorgen machen.

Alles auf AWS

Amazon arbeitet unterdessen weiter am Ausbau seiner Web Services und schon jetzt setzen über 100.000 Kunden auf Amazon DynamoDB, einen Datenbankservice basierend auf NoSQL. Anfang Oktober startete AWS eine Werbekampagne, welche die Möglichkeiten der Services hervorhob und aufzeigte, was Entwickler alles mit der Plattform anstellen können. Offenbar hat sich die Kampagne gelohnt, denn das Wissen um DynamoDB ist laut Upwork gefragt. Wer die entsprechenden Technologien beherrscht, hat hervorragende Chancen, um als Entwickler an Arbeit zu kommen.

React Native – Facebooks Framework verschafft Nachfrage

Write once, run anywhere – den berühmten Java-Grundsatz will Facebook mit seinem Development Framework auf die UI-Entwicklung für Apps in iOS und Android übertragen. AirBnB und der Facebook Messenger laufen schon mit React. Seit das Framework im Oktober 2017 unter die freie MIT-Lizenz gestellt wurde, wuchs die Nachfrage nach Experten rasant. Auch die weiteren Plätze machen deutlich, dass Freelancing und Entwicklung zumindest in den USA hervorragend zusammenpassen. Ob Go, Shopify, AnuglarJS, Swift oder Machine Learning: Codeschreiber werden händeringend gesucht.

Der Quarterly Skills Index von UpWork im Überbick / Quelle: Upwork Global Inc.

Sicherheit trotz Flexibilität

Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es beim Upwork-Report jedoch. Mehr als die Hälfte der meistgesuchten Skills sind neu in der Tabelle. Das bedeutet, dass gerade im Freelancer-Bereich eine hohe Fluktuation herrscht. Was heute wichtig ist, kann morgen schon wieder out sein. Das ist der Nachteil der hochflexiblen Arbeitswelt. Für Entwickler gibt es dennoch keinen Grund zur Sorge. Der Vergleich mit den Untersuchungen anderer Portale wie dem IT-Recruiter-Report von Stack Overflow oder dem Packt Skill-Up Report 2017 bestätigt gute Jobs- und Gehaltsaussichten.

Geschrieben von
Marcel Richters
Marcel Richters
Marcel hat Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und danach als E-Commerce-Manager gearbeitet. Seit Februar 2018 unterstützt er das Team von JAXenter als Redakteur. Daneben arbeitet er als freier Journalist in der Mainmetropole.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: