Coden in der Cloud

Codenvy 3.9 mit neuem Bezahlmodell

Michael Thomas

© Shutterstock.com/winui

Nur rund einen Monat nach dem letzten Update ist eine neue Version der Cloud-basierten Entwicklungsumgebung Codenvy verfügbar. Eine der größten Neuerungen von Version 3.9 stellt dabei das umgekrempelte Bezahlmodell dar.

Neues Bezahlmodell

Mit dem neuen „Pay-as-you-Go“ getauften Bezahlmodell sollen die Nutzer in Zukunft nur noch das Bezahlen, was sie tatsächlich ge- bzw. verbrauchen. Die Berechnungsgrundlage bildet dabei die Maßzahl Gigabyte/Stunde, die sich aus dem einer Maschine zugeteilten RAM multipliziert mit der Zeitdauer, die diese läuft, ergibt. Für eine einstündige Debugging-Session mit einer 2GB-Maschine ergibt sich beispielsweise ein Verbrauch von 2 Gigabyte-Stunden.

Um eine Kostenexplosion zu verhindern, sollen den Nutzern zahlreiche Kontrollmöglichkeiten an die Hand gegeben werden. So kann dem Account und Workspace beispielsweise durch die Administratoren oder den Besitzer des Accounts ein bestimmtes Gigabyte-Stunden-Limit gesetzt werden. Ist dieses erreicht, wird der Workspace abgeriegelt und alle aktiven Builder und Runner gestoppt. Die IDE kann jedoch weiterhin genutzt werden, die Editierung von Dateien und das Exportieren von Projekten soll in diesem Fall ebenfalls weiterhin möglich sein.

Als Anreize bietet Codenvy Pre-Paid-Rabatte für große Gigabyte-Stunden-Mengen sowie zusätzlich für jeden Nutzer (ob Abonnent oder nicht) kostenlos 10 Gigabyte-Stunden pro Monat – nutzt man Codenvy also nur ab und zu oder in geringem Umfang, können sich mitunter Einsparungen ergeben.

Weitere Neuerungen

Waren die (freien) Workspaces zuvor auf 512MB begrenzt und der Standard-Timeout für Runner auf eine Stunde gesetzt, können im Zuge des neuen verbrauchsabhängigen Bezahlmodells nun Workspaces beliebiger Größe erstellt werden. Außerdem haben alle (auch die freien) Accounts ab sofort Zugang zu Always-On-Runnern, die – entsprechende Workspace-Konfiguration vorausgesetzt – bis zu 200GB groß sein können. Eine weitere Neuerung besteht darin, dass alle User nun standardmäßig das „Organization Add-on“ erhalten, welches die Erstellung einer beliebigen Anzahl von Workspaces erlaubt. Jeder Workspace kann dabei über separate Projekte, Zugangskontrollen und Ressourcenverteilungen verfügen. Außerdem ist nun u. a. die automatische Sicherung sämtlicher Dateien sowie das Remote-Debugging von Java-Anwendungen möglich.
Eine ausführliche Beschreibung sämtlicher Änderungen findet sich in den offiziellen Release Notes.

Über Codenvy

Codenvy wird durch die Infrastruktur und den Kernel von Eclipse Che betrieben und basiert auf Microservices, um besonders schnell ladende und responsive Workspaces liefern zu können. Jeder Microservice automatisiert einen Teil des Entwicklerworkflows, seien es Codeanalyse, SQL-Abfragen, die Kompilierung oder Runner. Projekte werden mithilfe einer Automatisierungs-Engine gebaut, die Code, Plug-ins, Abhängigkeiten, Builder und Runner konfiguriert. Entwickler müssen also nichts installieren und können sowohl online als auch offline mit der Che-IDE oder einer beliebigen anderen Entwicklungsumgebung arbeiten.

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Codenvy kann weltweit mehr als 125.000 Anwender vorweisen und setzt stark auf Eclipse-Technologien wie die Eclipse Java Development Tools (JDT). Codenvy ist ein strategisches Mitglied der Eclipse Foundation und fühlt sich nach eigenen Aussagen besonders den Themenbereichen Open-Source-Lizensierung, Ökosystementwicklung sowie IT-Governance verpflichtet. Ein ausführliches Porträt der Firma lesen Sie auf JAXenter.com unter dem Titel „Spotlight on: Codenvy, the cloud IDE„.

Aufmacherbild: Cloud Computing von Shutterstock / Urheberrecht: winui

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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