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Mit Java auf das iPhone

Codename One 3.1 mit Java 8-Unterstützung

Michael Thomas

© Shutterstock.com/iQoncept

Mit dem Projekt Codename One ist es möglich, Mobile-Anwendungen in Java zu schreiben und auf verschiedenen Ziel-Plattformen, wie Android, iOS, Blackberry oder Windows Phone zu betreiben. Ab sofort ist die Cross-Mobile-Plattform in Version 3.1 erhältlich.

Für das aktuelle Release 3.1 konzentrierten sich die Entwickler neben der Beseitigung von Bugs und der Verbesserung der Stabilität vor allem auf die Unterstützung von Java 8 sowie eine vereinfachte Zertifikatserstellung für iOS.

Support für Java 8

Der Support für Java 8 ist den Codename One-Machern zufolge im Moment zwar noch als hoch experimentell, jedoch äußerst vielversprechend zu betrachten – immerhin unterstützte des Projekt bislang lediglich Java 5. Das wichtigste bisher unterstützte Sprachfeature sind die Lambda-Audrücke; Streams stehen den Nutzern allerdings nicht zur Verfügung, was die Entwickler mit deren im Vergleich zu anderen Features geringeren Nutzen im Mobile-Bereich begründen. Ob das Feature zu einem späteren Zeipunkt nachgereicht wird, wollen die Entwickler vom Ausmaß der Nachfrage abhängig machen. Die Java 8-Unterstützung ist zur Zeit noch nicht online, soll aber im Rahmen des nächsten Plug-in-Updates veröffentlicht werden.

iOS Certificate Wizard

Um eine App auf dem iPhone zu testen, muss man, wie die Codename One-Entwickler es bezeichnen, zunächst durch einige Reifen springen, die einem von Apple hingehalten werden: Der langwierige Zertifikatsprozess stellt für manchen Entwickler eine der aufreibendsten Phasen in der App-Entwicklung dar. Mithilfe des neuen iOS Certificate Wizard will Codename One 3.1 dem entgegenwirken und den Prozess auf wenige Mausklicks zusammenschrumpfen – was, wie der kurze Screencast der Entwickler zeigt, augenscheinlich gelungen ist:

Codename One wird auf Basis des LWUIT-Projektes (Lightweight User Interface Toolkit) der ehemaligen Sun-Mitarbeiter Chen Fishbein und Shai Almog entwickelt. Das Codename One-SDK wird quelloffen bereit gestellt. Neben einer kostenslosen Lizenz sind auch kommerzielle Lizenzen, die mit 19 bis 399 US-Dollar pro Monat und Entwickler zu Buche schlagen, verfügbar.

Aufmacherbild: Application Developer von Shutterstock / Urheberrecht: iQoncept

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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