DevOps und Conway's Law von 1968

Code definiert Business: DevOps im Zentrum des Unternehmenserfolgs

Redaktion JAXenter

In seiner Keynote auf der DevOpsCon, die 2015 zum ersten Mal in Berlin stattfand, rief James Lewis (ToughtWorks) ein Papier in Erinnerung, das erstmals 1968 erschienen ist. Melvin Convay definierte darin einen Zusammenhang, der später als Convay’s Law bekannt wurde und der heutzutage gerade für DevOps wieder brandaktuell geworden ist: Organisationen, die Systeme modellieren, sind auf Modelle festgelegt, die die Strukturen dieser Organisationen abbilden. Was dies im Einzelfall bedeutet und wie Unternehmen damit produktiv umgehen können, erläutert James im Interview mit Sebastian Meyen.

Conway’s Law wurde mehrfach geprüft und unter anderem vom MIT und der Harvard Business Review bestätigt. Wie richtig er lag, zeigt die immense Bedeutung, die die IT für moderne Unternehmen hat. Als Produzenten der Kommunikations- und Informationstechnologie stehen die Entwickler heute im Zentrum des Nervensystems jedes Unternehmens, im „heart of the business“.

Im Sinne einer DevOps-Kultur hängt die erfolgreiche Anwendung der Erkenntnis vom Zusammenhang zwischen Code und Business aber entscheidend von den Betriebsabläufen ab. Auf der organisatorischen Ebene sind hier Continuous Delivery und DevOpsCulture wichtige Stichworte.

Statt für eine stetige Prozess-Optimierung plädiert James im Interview für die konsequente Minimierung von Informationsüberschüssen und überflüssigen Aus- und Abgaben zwischen verschiedenen Abteilungen. Schon die Sichtung der Probleme müsse durch „Cross Functional Teams“ erfolgen, dann könnten bereits kleine Änderungen beeindruckende Effekte nach sich ziehen.

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James Lewis ist als Principal Consultant bei Thoughtworks tätig. Nach längerer Beratertätigkeit stieg er 2005 wieder in die Entwicklungsarbeit ein und fühlte sich wie auf einem fremden Planeten. Obwohl er zuvor bereits 8 Jahre als Entwickler tätig gewesen war, gab es Einiges aufzuholen und viel Neues zu lernen. Nun beschäftigt er sich vor allem mit dem Bau verteilter Systeme auf Basis von Web-Technologien. Dabei behält er stets die SOA-Entwicklung im Auge und teilt seine Erfahrung regelmäßig auf internationalen Konferenzen.

 

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