Cloud-Vorsorge von Red Hat

Claudia Fröhling

Red Hat’s hybride Cloud-Lösung CloudForms hat kürzlich das Beta-Stadium verlassen und ist jetzt frei verfügbar. Ziel der Lösung ist es für Unternehmen, ihre IT-Infrastruktur in einer hybriden Cloud zu definieren, um später flexibel in der Wahl anderer Cloud-Lösungen zu bleiben.

Das Portfolio von CloudForms beinhaltet viele alte Bekannte und ist traditionsgemäß Open-Source-lastig. Für Platform-as-a-Service setzt Red Hat natürlich die eigene Software OpenShift ein, weitere Module sind unter anderem die Red Hat Enterprise Virtualization, Enterprise Linux und die JBoss Enterprise Middleware.

Im Vergleich zu Private und Public Clouds haben Hybrid Clouds bislang immer den Kürzeren gezogen, die Verbreitung ist minimal. Bei einer Hybrid Cloud gibt es einen kombinierten Zugang zu IT-Infrastrukturen aus Public und Private Clouds. „Der Cloud-Markt befindet sich noch im Aufbau“, so Frederik Bijlsma, EMEA Business Unit Manager bei Red Hat, im Gespräch mit uns. Unternehmen entscheiden sich für die Private Cloud und legen sich damit auf einen Anbieter und eine Lösung fest. Wer einmal unter großem Aufwand seine Infrastruktur in eine Private Cloud gebracht hat, wird diesen Aufwand wahrscheinlich kein zweites Mal betreiben. Red Hat will diese Sackgasse vermeiden, indem CloudForms die Option behält, Private oder Public Clouds zu wählen, so Bijlsma. Red Hat glaubt an die Zukunft der Public Cloud und will deshalb mit CloudForms jetzt vorsorgen, damit seine Kunden später die Wahl haben. .

Das bedeutet auch, dass CloudForms nicht die endgültige Cloud-Lösung für das Unternehmen sein soll, sondern vielmehr das Bindeglied zwischen einem Unternehmen und der Cloud. Unternehmen sollen einmal ihre Cloud-Infrastruktur in CloudForms definieren und sich dann flexibel zwischen Anbietern wie VMware, AWS oder Red Hat Enterprise Virtualization entscheiden können. Kern des Ganzen ist also die Flexibilität in der Wahl des Anbieters.

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Claudia Fröhling
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