Ceylon M5 lehrt Java das Fürchten

Hartmut Schlosser

Gavin King, seines Zeichens Erfinder des Persistenz-Frameworks Hibernate, arbeitet zurzeit bei Red Hat an seiner eigenen Programmiersprache Ceylon. Nachdem im Oktober 2012 das vierte Meilenstein-Release von Ceylon veröffentlicht wurde, war es etwas still geworden um die typensichere Programmiersprache, die Java das Fürchten lehren möchte. Jetzt präsentiert King den Meilenstein 5 für Ceylon, nach eigenen Angaben eine „fast komplette“ Implementierung der Ceylon-Sprache.

Ceylon M5 trägt den Namen „Nesa Pong“ und kommt zeitgleich mit einem Update der zugehörigen Ceylon IDE. King bezeichnet es als „riesiges Release“, in das zahlreiche Neuerungen eingeflossen sind. So bietet Ceylon M5 ein voll reifiziertes Typensystem an, in dem generische Typenargumente zur Laufzeit verfügbar sind. Neu eingeführt wurden sogenannte Tuples, verlinkte Listen, die die statischen Typen aller Elemente festhalten und für eine direkte Interoperation mit nativen JavaScript APIs sorgen.

Neu ist zudem ein integriertes Datetime-Modul (ceylon.time) und ein Http Server (ceylon.net.http.server). Zahlreiche Syntax-Änderungen wurden vorgenommen, beispielsweise wurde die Interoperation mit Java Arrays überarbeitet. Insgesamt wurden mehr als 500 Feature-Veränderuungen und Bugfixes durchgeführt.

Die wichtigsten Neuerungen in Ceylon M5 beschreibt Gavin King in seiner Ankündigung. Zur Vollendung der geplanten Sprachimplementierung fehlt nun lediglich ein typensicheres Metamodell, User-definierte Annotationen und ein Serialisierungs-Feature.

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Hartmut Schlosser
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