Ceylon M4 implementiert fast alle Sprach-Spezifikationen

Judith Lungstraß

Sowohl Red Hats Sprache Ceylon als auch die dazugehörige IDE haben den vierten Meilenstein erreicht. Ceylon basiert auf der Sprache Java und wird für die Java Virtual Machine kompiliert. Der Compiler kann seit dem neuen Release nahezu alle Sprach-Spezifikationen sowohl mit Java als auch JavaScript Virtual Machines als Ausführungsumgebungen implementieren.

Im Vergleich zu M3 hat der vierte Meilenstein der Programmiersprache einige neue Features bekommen, beispielsweise Member Class Refinement, Class und Interface Aliases, Assertions, Maven Resositories und JDK/Jigsaw-Module. Manche Sprach-Features werden allerdings immer noch nicht unterstützt. Dazu zählen Reified Generics, benutzerdefinierte Annotations, Interceptors, das Type Safe Metamodel und Serialisierung.

Ceylon IDE ist eine vollständige Entwicklungsumgebung für die Sprache Ceylon und basiert auf Eclipse. Neu in diesem Release sind der Support für JavaScript-Kompilierung und Ausführung, Module Import Completion, Maven Repositories und eine neue Ceylon Repository Explorer View.

In Ceylon Herd, dem Community Repository für Ceylon-Erweiterungen, sind außerdem neue Plattform-Module verfügbar. Dazu zählen ceylon.net für URI und HTTP Support, ceylon.io für Charset und Socket Support sowie ceylon.json zum JSON Parsing und zur Serialisierung.

Die Kommandozeilen-Distribution kann unter diesem Link heruntergeladen werden, den Quellcode gibt es bei GitHub und die Ceylon IDE im Eclipse Marketplace. Erforderlich ist Java 7. Anders als in den vorherigen Releases muss das JDK manuell importiert werden.

Nach Veröffentlichung des vierten und voraussichtlich auch letzten Meilensteins soll es im Januar weitergehen mit der Beta-Version von Ceylon 1.0.

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Judith Lungstraß
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