Ceylon M3 erschienen: Red Hats Java-Alternative kann auch mit JavaScript

Hartmut Schlosser

RedHats JVM-Sprache Ceylon hat den dritten Meilenstein erreicht. Mit der „V2000“ untertitelten Version setzt der Compiler das Gros der Sprach-Spezifikation um. Im Vergleich zur Vorgängerversion sind im Wesentlichen mixin inheritance, comprehensions, anonyme Funktionen, curried Funktionen, nested Interfaces, self types und Set operators dazugekommen.

Ceylon unterstützt jetzt zudem Java und JavaScript als Ausführungsumgebung. Auch drei erste Ceylon Platform Module stehen bereit, die man sich im „Ceylon Herd„, dem Community Repository für Ceylon-Erweiterungen, anschauen kann: File, Math und Process.

Ceylon ist Red Hats Versuch, eine Sprache der neuen Generation samt SDK für die Java Virtual Machine bereit zu stellen. Ceylon ist stark an Java angelehnt, soll aber einige Engpässe in Java wie UI-Entwicklung, komplexe Modularität, umständliche Metaprogrammierung beheben. Als Eckdaten von Ceylon gelten: imperativ, statisch typisiert, objekt-orientiert und blockstrukturiert. Laut Chef-Entwickler Gavin King wird Wert auf Einfachheit, Eleganz, Lesbarkeit und Typensicherheit gelegt.

Ceylon und die zugehörige Eclipse-IDE Ceylon IDE M3 benötigen Java 7 und sind unter http://ceylon-lang.org/download kostenlos zu beziehen. Das Entwicklerteam um Gavin King stellt nun auch bereits die erste Major-Version in Aussicht: Im September oder Oktober soll es so weit sein. Toi, toi, toi!

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Hartmut Schlosser
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