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von Sebastian Springer

Buchtipp: Node.js

Tam Hanna

Node.js ist eines jener Produkte, das in vielen Fällen „einfach so auftaucht“ – eine Vielzahl von Frameworks und sogar eine Prozessrechnerprogrammierumgebung sind ohne das Produkt nicht lauffähig. Leider kommen nur wenige Entwickler in den Genuss einer sorgfältigen Einführung in die Thematik.

Titel

Node.js

Untertitel

Das Praxisbuch

Autor(en)

Sebastian Springer

Seiten

560

Preis

39,90 Euro

Verlag

Rheinwerk Computing

Jahr

2016

ISBN

978-3-8362-4003-1

Das bei Rheinwerk Computing erschienene Buch beginnt mit einer Betrachtung der Entwicklung und der verschiedenen Installationsmethoden von Node.js. Danach folgen erste Gehversuche mit REPL, um die Grundlagen von Node zu analysieren.

Wo Node.js auftaucht, ist npm normalerweise nicht fern. Kapitel 4 befasst sich mit dem modularen Paketmanager: Neben einer Besprechung wichtiger Basispakete erstellt der Autor an dieser Stelle auch ein eigenes kleines Paket, um den Entwickler mit den Methoden zum Export von Paketen vertraut zu machen. Kapitel 5 zeigt dann, wie man fertige Pakete mit npm auf die Maschine holt und sie in Projekte einbindet. ECMAScript 6 hat auf den ersten Blick nur wenig mit Node.js zu tun, ist für JavaScript-Entwickler als Ganzes aber sehr wichtig. Der Autor begegnet diesem Problem mit Kapitel 6, das die diversen Änderungen des neuen Sprachstandards im Detail vorstellt. Nach der Betrachtung der „Grundlagen“ wendet sich der Autor fortgeschritteneren Problemen zu. Die hier folgenden Kapitel sind im Großen und Ganzen in sich geschlossen, weshalb sich das Werk auch als Nachschlagewerk für den praktischen Einsatz von Node.js eignet.

Der abgedeckte Themenbereich kann von der Breite her mit dem Gesamtframework mithalten: Springer beginnt mit der Betrachtung der Erstellung von Kommandozeilenapplikationen, um sich danach diversen Serversystemen und Frameworks zuzuwenden. Das Hypeframework Express wird dabei mit einem eigenen Kapitel abgedeckt; Template-Engines illustriert der Autor im ersten Schritt mit einer selbstgeschriebenen Engine, um danach die Nutzung kommerzieller Produkte vorzustellen.

Node.js-Applikationen sind normalerweise Single-threaded. Kapitel 14 stellt diverse Methoden zur Umgehung von Wartezeiten vor – wer sich schon immer für asynchrone Programmierung mit JavaScript interessiert hat, findet dort eine Vielzahl wertvoller Hinweise. Echtzeitprogrammierung anhand von Sockets kommt natürlich ebenfalls zur Sprache; Freunde der Arbeit mit Datenbanken bekommen kurze Beispiele zur Nutzung von relationalen und neuartigen Datenbanksystemen mit Node.js.

Zu guter Letzt rundet der Autor sein Werk mit Betrachtungen von Sicherheitsaspekten, Hinweisen zum praktischen Deployment und Möglichkeiten zur Qualitätssicherung ab. Die dort präsentierten Hinweise stammen allesamt aus der Praxis und können Entwicklern den einen oder anderen Aufenthalt in der „Hard Knocks High “ ersparen. Sebastian Springers Buch ist ideal für all jene geeignet, die schon immer mehr über Node.js erfahren wollten: Aus didaktischer Sicht gibt es nichts auszusetzen. Das Werk ist eine kompetente Einführung, die auch auf fortgeschrittene Einsatzzwecke eingeht, ohne dabei die Basics zu vergessen – empfehlenswert.

Geschrieben von
Tam Hanna
Tam Hanna
Tam Hanna befasst sich seit der Zeit des Palm IIIc mit der Programmierung und Anwendung von Handcomputern. Er entwickelt Programme für diverse Plattformen, betreibt Onlinenewsdienste zum Thema und steht unter tamhan@tamoggemon.com für Fragen, Trainings und Vorträge gern zur Verfügung.
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