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IBM hilft Entwicklern Blockchain-Netzwerke schneller zu verstehen und zu bauen

Gabriela Motroc

© Shutterstock / Bert Quaedvlieg

IBM versucht aktiv Entwickler in die Blockchain-Welt zu locken. Der Industriegigant glaubt, dass Blockchain „das Potenzial hat, die Art und Weise zu verändern wie Geschäftstransaktionen getätigt werden“. Gleichzeitig könne dies aber nur möglich werden, wenn die nötigen Akteure zusammenarbeiten und es Unternehmen ermöglichen, vom Netzwerkeffekt der Technologie zu profitieren.

Einem kürzlich veröffentlichten Bericht von Research and Markets zufolge wächst der Blockchain-Technology-Markt derzeit explosionsartig: Vermutet wird eine Steigerung von 210,2 Million (im Jahr 2016) auf 2,31 Milliarden US-Dollar (bis 2021), bei einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 61,5 Prozent. Obwohl der Autor erkennt, dass „mangelndes Bewusstsein bezüglich der Blockchain-Technologie und der unsichere regulatorische Status die größten Hemmnisse für das Wachstum des Marktes sind“, arbeitet das HyperLedger-Projekt unnachgiebig daran die Blockchain auf das nächste Level zu heben und es in den Mainstream zu bringen.

Damit es allerdings dazu kommen kann, muss das wachsende Blockchain-Ökosystem einen wichtigen Meilenstein erreichen: Es muss Entwickler davon überzeugen, dass es ihre Zeit Wert ist. Dazu sagte Brian Behlendorf, Executive Director des HyperLedger-Projekts, vor einigen Monaten zu JAXenter: „wie schnell Blockchain in den Mainstream übergeht, entscheiden alleine die Entwickler.“

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Hier kommt IBM ins Spiel: Der Tech-Gigant entwickelt derzeit ein Blockchain-basiertes Ökosystem. Um Entwickler, Start-ups und Unternehmen davon zu überzeugen, einen zweiten Blick auf diese Technologie zu werfen und die Zeit zwischen Idee und effektiver Nutzung möglichst gering zu halten, hat das Unternehmen versprochen, dafür nötige Tools und Guides zu veröffentlichen. Infolgedessen werden IBM-Experten zur Arbeitszeit via „HyperLedger Fabric Slack“-Channel Support anbieten und bei möglichem Troubleshooting unterstützen. Zudem gibt es bereits Kurse und Lernmodule für Business-User und Entwickler auf developerWorks. Jene werden durch aktuell in Entwicklung befindliche Codebibliotheken, Vorlagen und Tools für Smart Contracts erweitert, um die Erstellung von Blockchain-Apps zu beschleunigen. Diese Programme sind für Linux Foundation HyperLedger Fabric v1.0 und die IBM-Blockchain-Plattform designt.

Bridget Van Kralingen, Senior Vice President bei IBM Industry Platforms, sagte in einer offiziellen Erklärung dazu, dass „das künftige Wachstum und die Übernahme der Blockchain vom Bau eines starken Ökosystems abhängig ist. Business-Netzwerke erreichen nur dann eine kritische Masse, wenn Vorreiter, Experten und Infrastrukturanbieter zusammenkommen und die Art und Weise wie Businesstransaktionen stattfinden neu erfinden.“

Die wachsende Reife des HyperLedger-Projektcodes ist eine wichtige Wegmarke. Deswegen hilft IBM Entwicklern dabei, die Konstruktion von Blockchain-Netzwerken zu beschleunigen, indem [IBM] eine Umgebung anbietet, in der diese Akteure zusammenarbeiten können.“

Und was habe ich davon?

Trotz der Tatsache, dass Blockchain derzeit im Rampenlicht steht, gibt es etwas, das den Aufstieg behindert: Es gibt nicht genügend Blockchain-Entwickler, um die Technologie wirklich erfolgreich zu machen. Das Wall Street Journal warnte, dass Unternehmen auf der Suche nach Blockchain-Entwicklern vermutlich sehr kreativ sein müssten, da es derzeit zu viele Angebote gäbe. Die Publikation zitiert Bart Cant, Principal in Capgeminis Finanzdienstleistungsabteilung, dass dass es weltweit wahrscheinlich weniger als 100 Blockchain-Experten gäbe.

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Obwohl Behlendorf zuversichtlich ist, dass die Anzahl an Blockchain-Entwicklern wachsen wird, ist eines der Haupthindernisse der Mangel an Wissen. Entwickler müssen die Technik vollends verstehen, um damit proaktiv sein zu können. Der Senior Vice President von IBM Research, Arvind Krishna, sagte diesbezüglich in einer Erklärung zu Jahresbeginn, dass es das Vorgehen des Unternehmens „für Entwickler einfacher machen, das Potenzial der Technologie zu erkennen, damit zu arbeiten und schlussendlich die eigenen Businessprozesse mit neuen Techniken zu verändern.“

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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