Ist denn schon Weihnachten?

Blick hinter die Kulissen: Ein erster Eindruck zu JavaFX 1.0

Lars Röwekamp

Mehr als 500 Tage nach dem ersten Announcement – im Rahmen der JavaOne 2007 – wurde am 4. Dezember nun endlich das erste offizielle Release der JavaFX-Plattform veröffentlicht. Der Artikel gibt ein Update zu dem bereits im Java Magazin 12.2008 beschriebenen Preview SDK.

Es gab in den letzten Jahren wohl kaum eine SoftwarelöSung aus dem Hause SUN, um die so viel Wirbel gemacht wurde, wie um die neue Wunderwaffe JavaFX. 2007 erstmals angekündigt, dann scheinbar in Vergessenheit geraten und 2008 – pünktlich zur JavaOne – wiederbelebt, dauerte es dann letztendlich noch einmal fast drei Monate, bis der interessierte Entwickler zumindest ein Preview SDK auf seinem Rechner installieren konnte.

Zugegeben, das Preview SDK machte bezogen auf die Vorgeschichte einen sehr guten Eindruck und somit Appetit auf mehr. Im Dezember ist nun endlich auch das offizielle JavaFX-Release 1.0 erschienen.

Mehr als nur Technologie

Dass JavaFX im Hause Sun eine bedeutende Rolle innerhalb der strategischen Ausrichtung im Bereich Software spielt und somit für das Unternehmen deutlich mehr als nur reine Technologie zu sein scheint, wird bereits deutlich, wenn man die entsprechende Website aufruft, die hoch modern und zielgruppengerecht daherkommt. Angefangen bei erläuternden Videos, über jede Menge Demoanwendungen – inklusive Sourcen – aus unterschiedlichsten Bereichen bis hin zu Tutorials und Unmengen an Dokumentationen, findet der angehende JavaFX-Entwickler alles, was das Herz begehrt. Bei der Fülle an Informationen ist es dann auch zu verschmerzen, dass nicht alles Angebotene unbedingt auf dem aktuellen Stand ist und teilweise Sourcen referenziert werden, die zwar noch unter dem Preview SDK liefen, dies aber nicht mehr unter JavaFX 1.0 tun.

JavaFX-Homepage
Neu ist neu

Sun hat sich mit dem Release 1.0 selbst einen großen Gefallen getan und – so scheint es – bewusst auf das Feedback aus den eigenen Reihen und der JavaFX Community gehört. Ungereimtheiten aus dem Preview SDK wurden ohne Rücksicht auf Verluste, also ohne lästige deprecated APIs, ausgemerzt, was dazu führt, dass die neue Version deutlich runder wirkt. So gibt es nicht mehr unterschiedliche Root-Elemente für die verschiedenen Zielplattformen (Browser, Desktop und jetzt auch Mobile, wenn auch nur auf dem Emulator), sondern nur noch eines. Und auch die Vermischung von Swing- und Java-2D-API-basierten Komponenten ist in der JavaFX-Version 1.0 deutlich eleganter gelöst. Aber immer der Reihe nach.

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Lars Röwekamp
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