GameCredit veröffentlicht freies API für Kryptowährung

Bitcoin Flipping: Blockchain und Gaming

Gabriela Motroc

© Shutterstock / Jill WT

GameCredits ist die erste Plattform, die eine universelle Kryptowährung für In-Game-Bezahlung anbietet. Blockchain-Technologie soll die Entwicklung neuer Wirtschaftssysteme in und für Computerspiele fördern.

GameCredits, ein Unternehmen, das Bezahldienste für die Gaming-Industrie anbietet, hat ein freies API veröffentlicht, das es Spieleentwicklern erlaubt, Kryptowährungen als Bezahlung für digitale Gegenstände und als In-Game-Währung zu nutzen. Das API – die erste Version wurde vor ein paar Monate veröffentlicht – wurde so gebaut, dass es mit der Spielgröße skaliert, wie GameCredits‘ COO Alex Migitko erläutert: „Es ist egal, ob dein Spiel zehntausend oder zehn Millionen Spieler hat, GameCredits kann mit deinem Bedarf umgehen.“

GameCredits sei am nächsten dran Gaming-Kryptowährung für die breite Masse populär zu machen, erklärt das Unternehmen. GameCredits VP für Business Development Sergey Sholom erläutert, dass GameCredits‘ System sei „das erste, das Blockchain-basierte Token im großen Maßstab in die Gaming Community bringt.“ Das Bezahlen mit Kryptowährung habe einen doppelten Effekt: Es kann Entwicklern dabei helfen Geld zu sparen und die Entwicklung neuer Wirtschaftssysteme für Computerspiele vorantreiben, so Migitko.

GameCredits selbst wurde vor zwei Jahren gegründet, begann aber bereits vor drei Jahren damit, innovative Blockchain-Lösungen anzubieten. Ende des Jahres plant GameCredits den ersten Kryptowährungs-Shop anzubieten.

Keine Industrie ist vor der Blockchain sicher

Gaming ist zwar nicht auf der Liste der potenziellen Use Cases für die Blockchain der Credit Suisse, es hat aber den Anschein als würde die Technologie sich wie ein Lauffeuer ausbreiten. Keine Industrie ist vor ihr sicher. Wie Brian Behlendorf, Executive Director des Hyperledger-Projekts, uns letzten Monat erklärte: „Es ist nicht zu verrückt zu denken, dass in den nächsten fünf Jahren fast jedes Fortune-500-Unternehmen – vielleicht sogar die Top 1.000 – Transaktionen mit dezentrale geführten Kontobüchern abwickeln und seine Prozesse mithilfe von intelligenten Verträgen automatisieren wird.“

Blockchain ist nur als gemeinsames System für Aufzeichnungen innerhalb eines Peer-Netzwerk wirklich sinnvoll. Das heißt, man kann Blockchain nicht allein implementieren, sondern muss es mit anderen zusammen machen. Überall also, wo ein Unternehmen in einem Netzwerk von Handelspartnern, einer Lieferkette oder einem regulierten Markt teilnimmt, wird man wahrscheinlich eine operative und strategische Investition in Blockchain-Technologie erleben.

Wir wissen also, das Blockchain und Gaming gut zusammenpassen, Blockchain und IoT ebenso. Und IT-Unternehmen lieben die Technologie fast so sehr wie Banken. Laut einer Studie von SIX Securities Service, experimentieren mehr als zwei Drittel aller Finanzunternehmen mit Blockchain-Technologien. Die Studie zeigt, dass 32 Prozent aller Teilnehmer bereits einen Proof of Concept entwickelt haben. Einer von fünf Befragten befindet sich in der Pilotphase für ein spezifisches Produkt oder einen Service. 14 Prozent der Teilnehmer gaben außerdem an, dass sie ein Innovation Lab aufgebaut haben, das sich auf Blockchain fokussiert, während sich zwölf Prozent mit einem Blockchain-Unternehmen zusammengetan haben. Trotz dieser ermutigenden Ergebnisse, weißt die Studie jedoch auch daraufhin, dass der flächendeckende Einsatz der Blockchain mindestens noch sechs Jahre entfernt sei.

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Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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