US-Behörde ruft Wettbewerb ins Leben

Bitcoin Flipping: Blockchain in der Gesundheitsindustrie – Traum oder schon Wirklichkeit?

Gabriela Motroc

© Shutterstock / Billion Photos

Blockchain im Finanzsektor, das ist nichts Neues – aber Blockchain im Gesundheitssektor schon. Diese Industriesparte muss dringend optimiert werden und ihre Effizienz erhöhen. Eine Blockchain-Lösung könnte dafür die passende Antwort sein. Wer bereits eine Idee hat, wie die Blockchain im Gesundheitswesen sinnvoll eingesetzt werden könnte, hat Glück: Es gibt einen Wettbewerb, bei dem die besten Ideen belohnt werden.

In einem bereits im April via CIO veröffentlichten Artikel äußert Peter B. Nichol die Ansicht, dass die Blockchain die Antwort auf die Probleme der Gesundheitsindustrie darstellen und den Weg für das Gesundheitswesen 2.0 ebnen könnte. Gerade schießen Blockchain-Applikationen, die ihre Wurzeln in der Gesundheitsbranche haben, wie Pilze aus dem Boden – z.B. Tierion, das den Usern verspricht, „Ihre Brücke zur Blockchain“ zu sein und einen verifizierbaren Eintrag aus jeder denkbaren Datei, jedem Datensatz, etc. herstellen zu können. Oder Gem, dessen Blockchain-Applikationsplattform angeblich die Art und Weise, wie Firmen und Industriezweige in Verbindung treten, grundlegend verändern und bislang unlösbare Probleme lösen wird. Factoms Ziel dagegen ist es, mithilfe der Blockchain medizinische Daten zu sichern, wohingegen Guardtime sich mit der estnischen E-Gesundheitsbehörde zusammengetan hat, um über eine Millionen Patientenakten zu sichern.

Firmen von überall auf der Welt sezieren die Blockchain-Technologie, um die dringendsten Probleme der Gesundheitsindustrie zu lösen. Das Philips Blockchain Lab ist hier vielleicht die bekannteste Initiative. Sie erkundet die Potentiale der Blockchain im Kontext des digitalen Gesundheitswesens.

Die Blockchain Challenge

Auch wenn bereits viele Unternehmen die möglichen Vorteile untersuchen, die eine Integration der Blockchain in die Gesundheitsindustrie bringen könnte, hat eine U.S.-Behörde diese Idee eine Schritt weitergedacht: Das Office of the National Coordinator for Health Information Technology hat gerade einen Wettbewerb angekündigt, bei dem es um White Papers bittet, die das Thema Blockchain-Technologie und ihre potentiellen Nutzen in der Gesundheits-IT hinsichtlich des Datenschutzes, der Sicherheit und der Skalierbarkeit elektronischer Patientendaten und medizinischen Ressourcen behandeln.

Unter die denkbaren Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie fällt etwa das Management von IoT-Geräten, die Sicherstellung von Distributed Trust und die digitale Signatur von Informationen. Die Vorschläge können sowohl von Einzelpersonen als auch von Teams eingereicht werden, dürfen aber die Länge von zehn Seiten nicht überschreiten. Zwölf bis 15 Paper werden mit einem Preisgeld von 1.500 bis zu 5.000 US-Dollar ausgezeichnet, und für acht Gewinner besteht die Chance, ihre Vorschläge auf einem industrieweiten Workshop am 26. – 27. September vorstellen zu dürfen.

Also nichts wie ran – die Einsendefrist ist der 8. August 2016. Wir sind gespannt auf die Vorschläge. Die spannendsten unter ihnen stellen wir zu gegebener Zeit in dieser Kolumne vor.

Aufmacherbild: Healthcare And Medicine. via Shutterstock / Urheberrecht: Billion Photos

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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