Blockchain kann Finanzdienstleistungen neu formen

Bitcoin Flipping: Weltwirtschaftsforum hält Blockchain für Zukunft der FinTech-Branche

Gabriela Motroc

© Shutterstock.com / Phongphan

Blockchain ist eines der heißesten Themen in der FinTech-Welt. Aber kann die Technologie auch zum Motor der Finanzbranche werden? Das Weltwirtschaftforum sagt „ja“!

Unter dem Titel „The Future of financial infrastructure: An ambitious look at how blockchain can reshape financial services“ hat das Weltwirtschaftsforum kürzlich einen Report mit der Aussage veröffentlicht, dass Blockchain künftig eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem spielen wird. Der Report, der das bisher größte Schulterklopfen für Blockchain darstellt, basiert auf den Ergebnissen des Berichts „Disruptive Innovation in Financial Services“ von Deloitte (Weltwirtschaftsforum) und untersucht die Auswirkungen der Einführung von dezentralen Buchführungstechnologien über neun Bereiche der Finanzdienstleistungsbranche hinweg.

Der Report geht davon aus, dass Blockchain das Potential hat, dem gegenwärtigen Hype gerecht zu werden und die Finanzdienstleistungsbranche neu zu formen. Um allerdings tatsächlich eine zentrale Position in der FinTech-Welt einzunehmen, muss die Technologie hinter Bitcoin kombiniert werden mit „other emerging technologies, regulators, incumbents and additional stakeholders“, sagt der Report weiter.

Blockchain bereit für eine größere Rolle

Laut Giancarlo Bruno, Leiter der Sparte Finanzdienstleistungen auf dem Weltwirtschaftsforum, wird die Technologie hinter Bitcoin zum „Herzschlag“ der Finanzbranche werden; das äußerte Bruno gegenüber der New York Times. Der Report des Weltwirtschaftsforums enthüllt, dass Blockchain das Potential hat, durch die Etablierung neuer Infrastrukturen Einfachheit und Effizienz in der Finanzdienstleistungsbranche voranzutreiben und zusammen mit anderen existierenden und noch entstehenden Technologien die Grundlage für eine neue Generation der Finanzdienstleistungsinfrastruktur bilden wird.

Obwohl die Veränderungen der Infrastruktur für Konsumenten wahrscheinlich unsichtbar bleiben werden, könnten günstigere und schnellere Finanzdienstleistungen zum Teil des Pakets werden, wenn Blockchain sich weiterentwickelt und irgendwann zum Motor der Finanz-Industrie wird, wie der Report vorhersagt. Er nimmt außerdem an, dass etwa 80 Prozent der Banken weltweit innerhalb des nächsten Jahres damit beginnen könnten, mit dezentralen Buchführungstechnologien zu arbeiten. Außerdem zeigt der Bericht, dass große Zentralbanken bereits damit begonnen haben, die Auswirkungen dieser Technologien auf die weltweiten Geldströme zu analysieren.

Auf gleicher Wellenlänge

Die Idee, dass Blockchain die Finanzindustrie tatsächlich verändern könnte, ist nicht neu; bereits vor einigen Monate hat Jerry Cuomo, Vice President of Blockchain Technology bei IBM, dem Präsidenten der U.S.  Commission on Enhancing National Cyber Security erklärt, dass Blockchain eine bahnbrechende Veränderung in der Absicherung von Finanzsystemen bedingen könnte.

Cuomo ermutigte Regierungsstellen dazu, früh in die Arbeit mit Blockchain-Technologien einzusteigen, aber auch die Regierung dabei mit ins Boot zu holen. Diese werde eine zentrale Rolle bei der Autorisierung der Teilnehmer-Identitäten in Blockchain-basierten Systemen spielen.

Spiros Margaris, Gründer von Margaris Advisory, sagte gegenüber JAXenter vor einigen Monaten, dass Blockchain zwar noch vor einigen Herausforderungen steht, aber unser aller Leben verändern wird:

Spiros Margaris: „Natürlich steht die Blockchain-Technologie noch vor Herausforderungen (Kosten, Skalierbarkeit, Standards, Regulierung, Sicherheit, etc.), und es wird seine Zeit brauchen, diese zu meistern. Trotzdem wissen wir alle, dass, sobald wir diese Fragen beantwortet haben – woran ja viele Banken und Startups arbeiten -, die Blockchain die Dinge zu unserem Gunsten verändern wird.“

Wir stehen gerade erst am Anfang dessen, was in den kommenden Jahren aus der FinTech-Branche auf den Markt kommen wird. Wir werden zahlreiche Innovationen sehen, die wir nicht für möglich gehalten hätten – in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Blockchain, Zahlungen, Versicherungen, Anleihen, etc. Vieles davon ist selbst heute noch unvorstellbar.

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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