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Bitcoin Flipping: Wie Vulcan Banken beibringt, Bitcoin zu lieben

Gabriela Motroc

© Shutterstock.com / oatawa

In den Top 10 strategisch wichtiger Technologien für das kommende Jahr, die vom Marktforschungsunternehmen Gartner kürzlich veröffentlicht wurden, ist auch die Blockchain vertreten. Ein Ritterschlag, der Bitcoin verwehrt bleibt – jedenfalls an dieser Stelle. Dafür steht Vulcan, ein Anbieter für Digital Asset Services und ein Gemeinschaftsprojekt von PwC, Libra, Bloq und Netki, hinter der Kryptowährung.

Die Tatsache, dass die Blockchain langsam aber sicher der Liebling der FinTech-Branche wird, ist nicht unbedingt etwas Neues. Interessanterweise ist die Währung Bitcoin allerdings aus den Schlagzeilen nahezu verschwunden. Das Gemeinschaftsprojekt Vulcan Digital Asset Services versucht dies nun zu ändern, indem man Banken ans Herz legt, der Kryptowährung eine Chance zu geben.

Doch was ist Vulcan eigentlich? Auf der offiziellen Web-Präsenz stellt sich das als eine Next-Generation-Infrastruktur, die Finanz-Services und kommerzielle Dienstleistungen durch die Nutzung bahnbrechender Entwicklungen im Bereich der digitalen Währungen miteinander verknüpft, vor. Die Vulcan Digital Asset Services sollen eine einfache Plattform sein, die die Identität der Nutzer, deren finanzielle Mittel und Kapital miteinander verbindet. Somit sollen sie in der Lage sein, mit jedweden physischen oder digitalen Werten zu handeln, sie zu teilen, auszugeben sowie Transaktionen zu verfolgen. Das soll schnell, günstig und überall auf der Welt möglich sein.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Initiative es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Währung Bitcoin und das Ökosystem der Kryptowährung im Mainstream zu etablieren.

Vulcan – was ist das?

Das Newsportal Silicon Angle zitierte jüngst in einem Artikel John Shipman, PwCs Fintech-Abteilungsleiter im asiatischen Raum. Shipman sagte, dass die Vulcan-Entwickler des Unternehmens mit Sitz in London der Meinung sind, sowohl die Cryptocurrency-Technologie als auch die Blockchain haben darin versagt, die Bedürfnisse von Enterprise-Unternehmen effektiv zu befriedigen. Die größten Herausforderungen von Bitcoin seien unter anderem die Anforderungen in den Bereichen Anonymität sowie Regulierung, genau dafür würden sie nach passenden Lösungen suchen.

Im Gespräch mit CoinDesk sprach Robert Allen, Leiter von Vulcan und australischer Blockchain-Leader bei PwC, dass die Idee zur neuen Initiative dem Wunsch entsprungen sei, Banken davon zu überzeugen, dass Bitcoin tatsächlich nützlich und gut zugänglich sein kann. Da die Vulcan-Plattform nach einem Multi-Asset-Prinzip aufgebaut ist, kann man sogenannte Loyality Points ergattern, die dann wiederum in Geld oder digitale Credits eingetauscht werden können.

Außerdem haben Nutzer mit der Vulcan Wallet die Möglichkeit exakt einzustellen, welche Angebote und Nachrichten sie bekommen möchten. Noch wichtiger ist, dass beim Investment mit digitalen Währungen durch Vulcan die Compliance sichergestellt wird, also die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und regulatorischer Standards. Somit ist auch die Erschaffung neuer derivativer Kryptoprodukte möglich.

Blockchain in Nöten: Schließung?

Man kann offenbar nicht alles haben. Jetzt, wo Bitcoin möglicherweise ein wenig positive Presse bekommt, sieht es bei der Blockchain nicht ganz so rosig aus: Einem neuen Bericht von KPMG und CB Insights zufolge gibt es für Blockchain-Unternehmen auf dem Markt zwar immer noch reichlich Möglichkeiten, um sich zu beweisen, Investoren würden aber zunehmend besorgt über die Ergebnisse.

Blockchain am Ende? Sinkende Investments / Quelle:

Blockchain am Ende? Sinkende Investments / Quelle: CH Insights

Conor Moore, nationaler Co-Lead Partner bei KPMG in den Vereinigten Staaten, stellte fest, dass das anhaltend positive Momentum in Bereichen wie Blockchain oder Robo Advisory, gepaart mit der stetig wachsenden Nachfrage nach Alternativen zu traditionellen Finanzdienstleistungen, die FinTech-Branche zum dynamischsten Sektor für Risikoinvestment im kommenden Jahr machen könnte.

Geschrieben von
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc
Gabriela Motroc ist Online-Redakteurin für JAXenter.com. Vor S&S Media studierte Sie International Communication Management an der The Hague University of Applied Sciences.
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