Umfrage

Big-Data-Trends 2016: mehr Spark und mehr Hadoop

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Jonathan Pledger

Laut einer Umfrage von Syncsort wird es 2016 zwei große Big-Data-Trends geben: Apache Spark findet endgültig den Weg in die Produktion und mehr Unternehmen setzen auf Hadoop – auch für komplexere Use Cases. Dabei wird es weniger um ein entweder Spark oder Hadoop gehen, sondern um den Einsatz von beidem zusammen.

Apache Spark zieht an

70 Prozent der Studienteilnehmer sind besonders an Apache Spark interessiert. Damit lässt das Framework alle anderen weit hinter sich. MapReduce kommt auf 55 % an Interessierten. Syncsort geht aber weiterhin davon aus, dass MapReduce das vorherrschende Framework bleiben wird. Das steigende Interesse soll aber zu mehr Spark-Deployments führen, die zusammen mit Hadoop laufen. Probleme bereiten könnte dabei laut der Umfrage die Integration der Daten in Hadoop und die Furcht vor versteckten Kosten. Außerdem müssen sich Mitarbeiter neues Know-how aneignen oder neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Hadoop verlässt die Experimentierwiese

Hadoop erfreut sich allgemein großer Beliebtheit. 63 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Hadoop ihnen hilft ihre IT-Agilität zu verbessern. 55 % erwarten Verbesserungen bei der operativen Effizienz und sinkende Kosten. 51 % wollen Hadoop dafür nutzen, um mehr Daten über das ganze Unternehmen hinweg zur Verfügung zu stellen und damit zu arbeiten. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer will Hadoop außerdem dazu nutzen ihr Geschäft weiterzuentwickeln, indem sie Daten von Social Media und IoT nutzen, um mit Predictive Analytics und Visualisierung mehr über ihr Geschäft zu lernen. Nur bei Apps für Mobile liegt Hadoop bei bescheidenen 4,9 % an Interessierten.

Über die Studie

Die 250 Teilnehmer der Studie „Hadoop Perspectives for 2016: What Every Business Needs to Know About Big Data“ sind unter anderem Data Architects, IT Manager, Entwickler und Daten-Analysten. 68 Prozent der Befragten arbeiten bei Unternehmen mit einem Umsatz über 100 Millionen US-Dollar. Sie kommen vor allem aus der Finanzindustrie, dem Gesundheitsbereich, der öffentlichen Hand oder dem Einzelhandel.

Die Zahlen der Umfrage sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Syncsort verdient sein Geld nicht mit Umfragen, sondern mit Big-Data-Anwendungen, die auch auf Spark und Hadoop basieren. Die Befragten werden als hauptsächlich aus dem Kunden- und Interessentenstamm des Unternehmens kommen und somit eher Hadoop-freundlich sein als die generelle Masse. Dennoch zeigen die Zahlen wohin es mit Hadoop gehen könnte.

Aufmacherbild: A herd of elephant on the move von Shutterstock / Urheberrecht: Jonathan Pledger

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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