Die Konferenz ist eröffnet

Beständigkeit in Zeiten des Wandels: Willkommen zur JAX 2013!

Judith Lungstraß

Pünktlich um 8.30 begrüßte Sebastian Meyen, Chefredakteur des Java Magazins, einen voll besetzten Keynote-Saal zur JAX 2013. Seit der ersten Konferenz vor mittlerweile zwölf Jahren ist diese beständig gewachsen, auch diesmal sind wieder rund 100 Teilnehmer mehr anwesend als noch 2012. Doch ist die Technologie Java heute genauso relevant wie vor zwölf Jahren? Oder droht sie, ähnlich wie diverse andere ehemals große Projekte, dem nicht mehr zu leugnenden Umschwung zum Opfer zu fallen?

Sicherlich unterliegt auch Java einem Paradigmenwechsel. Buzzwords wie Cloud und Virtualisierung, HTML5 und JavaScript, Big Data und NoSQL, DevOps und Continuous Delivery, Mobile, Embedded und M2M gelten als neue Vorzeichen, welche die herrschenden Technologien sowie Geschäftsanforderungen beeinflussen. All diese Buzzwords stellen die Plattform Java, aber eben auch die IT-Welt in ihrer Gesamtheit, vor neue Herausforderungen.

Im Universum der Programmiersprachen gewinnen funktionale Sprachen wie Scala und Clojure an Bedeutung. Auch was Software-Architekturen angeht, müssen wir umdenken, uns von der strikten Unterscheidung zwischen Desktop-Anwendungen und Webseiten im Browser verabschieden. Dank neuen Web-Technologien findet heutzutage nämlich vieles im Browser statt, was vor einigen Jahren noch auf dem Desktop zu Hause war. „Ich will eigentlich nicht mehr hören, dass Ihr Webanwendungen baut.“, kommentierte Sebastian Meyen diesen Trend auf der Keynote-Bühne. „Heute sollte man Services bauen, die auf unterschiedlichen Frontends funktionieren.“

Im methodischen Bereich fördert das Konzept Agile nun schon seit längerer Zeit die Produktivität, während es aus technischer Sicht aufgrund der Vielzahl an verschiedenen Lösungen, Frameworks und Sprachen immer komplizierter wird – Fragmentierung lässt grüßen.

Sebastian Meyen fordert die Teilnehmer der JAX 2013 zum Umdenken auf.

In diesen Zeiten des Wandels bleibt die Bedeutung von Java, immerhin die dominante Technologie-Umgebung der 2000er-Jahre, auch weiterhin bestehen – so Meyen. Mit Hadoop etwa ist eine Java-Technologie auf dem Markt, die weit über die Java Community hinaus den gesamten Big-Data-Bereich antreibt, und auch den förmlich durch die Decke schießenden Mobile-Bereich hat Java mit der vorherrschenden Plattform Android mehr als nur genügend abgedeckt.

Genauso wie Java soll auch die dazugehörige Konferenz JAX immer nah am Puls der Zeit bleiben. Parallel zur Hauptkonferenz findet beispielsweise die BigDataCon statt – sie hat Bereiche wie unter anderem Hadoop, HBase oder Neo4j zum Thema und steht allen Konferenzteilnehmern offen. Weiterhin deckt die JAX 2013 innovative Felder wie HTML5, JavaScript, Android sowie Embedded Experience ab. Besonders spannend wird es auf dem New School Web Development Day und dem New School Enterprise IT Day – diese Thementage bilden die neusten Strömungen der IT-Welt ab und zeigen, wie auch bereits erfahrene Entwickler mit ihnen umzugehen haben.

So bekennt sich die JAX 2013 natürlich auch weiterhin deutlich zur Technologie Java, hat aber ihren Horizont geöffnet und großräumiger definierte Themenbereiche in ihr Programm aufgenommen. Und diesen Feldern gilt es jetzt, sich als Java-Entwickler zu öffnen.

Deshalb fordert Sebastian Meyen von den Konferenzteilnehmern nichts Geringeres als Exzellenz – wie auch sonst ließe es sich in unseren fragmentierten Zeiten überleben? Umdenken ist gefragt! Der erste Schritt hierzu könnte sein, das vielfältige Angebot der JAX 2013 in vollen Zügen auszunutzen und damit auch einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Die facettenreiche Mischung aus insgesamt 199 Speakern, 203 Sessions, 8 Keynotes und 13 Power Workshops bietet dazu schließlich allerlei Gelegenheit.

Geschrieben von
Judith Lungstraß
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