Bald ist Weihnachten. Bald kommt Spring 4.0

Hartmut Schlosser

Lang ist es nicht mehr hin, bis zum vierten Major-Release des Spring-Frameworks: Laut Roadmap soll es am 12. Dezember soweit sein – sagen wir also mal „noch vor Weihnachten!“ Im jetzt verfügbaren zweiten Release-Kandidaten wurde nochmals fleißig Bugfixing betrieben. Und auch eine nicht unwesentliche Neuerung wurde integriert: Maven User erhalten ein neues „Bill of materials“ POM, mit dem sich spring-framework-bom Projekte in die Dependency Management Sektion importieren lassen. So soll sichergestellt werden, dass die Spring Framework Dependencys konsistent bleiben.

Worum geht es bei Spring 4?

Nun, herumgesprochen dürften sich die Eckdaten haben, dass mit Spring 4 die Unterstützung für Java 8 und die Integration mit zahlreichen Java EE 7 Komponenten kommen wird. In einen größeren Bedeutungszusammenhang stellte indes Spring-CEO Jürgen Höller Spring 4 im Gespräch mit Java-Magazin-Redakteurin Claudia Fröhling. Als Teil des Unternehmens Pivotal sieht sich Spring nämlich plötzlich in den Kontext neuer Anwendungsarchitekturen eingebettet. Und hier sind auch nicht JVM-basierte Middleware-Projekte, Big Data Komponenten wie Pivotal HD, asynchrone Architekturen mit dem Reactor Framework oder Neuerungen wie Spring Boot ein Thema – mit Spring als übergreifendem Programmiermodell.

Ausdruck dieser neuen Perspektive auf Spring ist die vor kurzem gelaunchte Spring IO Plattform, mit der das Enterprise-Java-Umfeld zwar weiterhin bedient wird, doch Brücken zu neuen Technologien und Anwendungsformen geschlagen werden sollen. „Ein stärkerer Middleware-Fokus und eine zukunftsorientierte Perspektive, die vom klassischen Enterprise Java doch stark abweicht“, nennt dies Jürgen Höller.

Zum Interview-Zeitpunkt Anfang November wollte Höller die Release-Kandidaten-Phase für Spring 4 kurz halten –  mit dem RC2 als letzter Zwischenstopp vor dem Finale. Schließlich sei Spring 4 schon so stabil, dass die spring.io-Webseite produktiv darauf laufe – und so sieht Höller keinen Grund, warum der angepeilte Release-Termin nicht gehalten werden sollte.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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