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Java Magazin 9.16

Umfang: 100

Erhältlich ab: August 2016

Autoren: Daniel Bornkessel, Johannes Dienst, Anton Epple, Tobias Getrost, Peter Hruschka, Thorsten Kamann, Achim Müller, Michael Müller, Carsten Pelka, Lars Röwekamp, Sven Ruppert, Michael Schäfer, Christian Schneider, Gernot Starke, Manfred Steyer, Daniel Takai, Stefan Toth, Holger Voormann, Stefan Zörner

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Highlights der Ausgabe

Eclipse Neon: Acht nette Neuigkeiten – Die wichtigsten Features von Eclipse Neon

Continuous-Delivery: Deployen auf Enterprise-Ebene – Fünf Continuous-Delivery-Systeme im Vergleich

Microservices: Verliert die Softwarearchitektur an Relevanz? – Softwarearchitektur wird Entwickler-Skill

Cloud Application Architecture auf Enterprise-Ebene – Teil 3: Anwendungsarchitektur für die Cloud im Enterprise-Umfeld

Magazin

News

Bücher: Kanban

Tools

Acht nette Neuigkeiten
Die wichtigsten Features von Eclipse Neon
Holger Voormann

Java Core

Aus dem praktischen Leben eines Softwareentwicklers
Das Proxy-Pattern im Einsatz
Sven Ruppert

Import this
Teil 4: Multilingual: Jython-Code in Java-Applikationen
Johannes Dienst

Titelthema

Bring your own Architecture
Softwarearchitektur wird Entwickler-Skill
Stefan Zörner

Evolution statt Diktatur
Langlebige Softwarearchitektur und Qualitätsansprüche
Stefan Toth

Zentral oder dezentral?
Security in Microservice-Architekturen
Christian Schneider

Architektur

Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten
Agilitekten
Peter Hruschka und Gernot Starke

Enterprise

Kolumne: EnterpriseTales
Java EE in a Box: MicroProfile
Lars Röwekamp

DevOps

Der Softwarelieferheld
Fünf Continuous-Delivery-Systeme im Vergleich
Daniel Bornkessel, Thorsten Kamann und Carsten Pelka

So baue ich eine Build-Pipeline
Das Pipeline-Plug-in von Jenkins
Tobias Getrost

Web

Deklarativ oder imperativ?
Teil 3: Formulare und Validierung
Manfred Steyer

Zurück an den Anfang
Teil 12: Wiederherstellbarkeit von Websystemen
Daniel Takai

Cloud Computing

Von der Theorie in die Praxis
Teil 3: Anwendungsarchitektur für die Cloud im Enterprise-Umfeld
Achim Müller und Michael Schäfer

Das Tutorial

Single-Page-Anwendungen einfach erstellen
Ein Tutorial für Oracle-JET-Anwendungen
Anton Epple

Aus großer Macht folgt große Verantwortung

Die klassischen Antworten auf Komplexität Kontrolle, Regulierung und Mikromanagement sind schon längst überholt. Aber gerade in letzter Zeit zeigt sich, dass sie endgültig zum alten Eisen gehören. Denn mit den Sprüngen an Komplexität, die Softwareentwicklung gerade macht, können starre Gebilde nicht mehr mithalten. Entweder fliegt Entwicklern und Management die Software um die Ohren oder versinkt in Stagnation.

Der andere Weg ist loszulassen und Freiheit zuzulassen. Unter dieser Prämisse steht die Erkenntnis, dass es heute keinen allwissenden Architekturguru mehr geben kann. Kein Mensch kann solch komplexe Gebilde, wie sie die Softwareentwicklung schafft, komplett überblicken. Komplexität muss gespalten werden, auf Teams und Menschen verteilt. Deswegen ergibt die Kombination aus agiler Softwareentwicklung und Microservices so viel Sinn. Es sind Puzzleteile, die richtig zusammengesetzt ein Bild ergeben.

Wer selbst über sein Tun entscheidet und nicht einem Befehl von oben folgt, muss für seine Entscheidungen auch gerade stehen. Aus großer Macht folgt große Verantwortung. Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, führt außerdem dazu, dass es keinen Dienst nach Vorschrift mehr gibt. Das schöne Wort Ownership fällt in diesem Kontext oft und beschreibt dieses verantwortungsvolle Besitzgefühl. Daraus entsteht Motivation, die sich in besserer Arbeit niederschlägt. Doch dieser Ansatz darf nicht ins Negative verkehrt werden. Aus Verantwortung darf keine Kultur erwachsen, die sofort einen Sündenbock sucht, wenn mal etwas schief geht. Denn aus Fehlern kann und soll man lernen. Das geht nicht, wenn aus Angst, sofort als Buhmann dazustehen, Fehler unter den Teppich gekehrt werden.

Außerdem dürfen Unternehmen und Manager nicht in die Falle tappen, Entwicklern mit Mikromanagement die Freiheit zu nehmen, die sie ihnen gerade gegeben haben. Wer Teams Entscheidungsfreiheit verspricht und ihnen dann doch alles vorschreibt, hat schon verloren. Für Richtlinien bei der Softwarearchitektur gilt: So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Außerdem sollten Regeln es den Entwickler nicht unnötig schwer machen, gute Software zu bauen. Denn eines ist sicher: Wenn Umwege aufgezwungen werden, suchen Menschen nach Abkürzungen. Wo kein Weg ist, entsteht eben ein Trampelpfad. Und um das Bild bis zum Ende durchzudenken: Ein Weg aus Trampelpfaden ist bei Starkregen schneller unterspült als eine gut ausgebaute Straße.

Die Hauptstraße in Richtung erfolgreicher Softwareprojekte und -produkte – und erfolgreicher Entwicklerinnen und Entwickler – zeigen Ihnen unsere Autoren Stefan Zörner, Stefan Toth und Christian Schneider in unserer Titelstory zum Thema Softwarearchitektur. Vielleicht ist Ihr Team oder Ihr Unternehmen ja bereits auf dem Weg unterwegs, den die Autoren beschreiben. Falls nicht, sind ihre Texte der ideale Wegweiser für Sie.

In diesem Sinne: Werden Sie zum Architekten! Falls Sie es nicht bereits sind.

Melanie Feldmann, Redakteurin