Java Magazin 6.17

Umfang: 100 Seiten

Erhältlich ab: 03.05.2017

Autoren: Philipp Bayer, Adam Bien, Konstantin Diener, Bernd Greifeneder, Tam Hanna, Alexandru Jecan, Tilmann Kuhn, Christian Kühn, Denis Kuniß, Lars Röwekamp, Simon Scholz, Daniel Schwab, Manfred Steyer, Michael Thiele, Vincent Tietz, Martin Uhlig, Johannes Unterstein, Lars Vogel, Oliver Wehrens, Eberhard Wolff

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Magazin

News

Bücher: Storytelling für Unternehmen

Java Core

Nur das, was wir wirklich brauchen
Teil 2: Erstellen von modularen Laufzeit-Images mit jlink
Alexandru Jecan

Sicher in die Zukunft
Scala Futures und Promises in der Praxis
Philipp Bayer und Tilmann Kuhn

Titelthema

Unendliches Vertrauen
Continuous Delivery: ein Blick auf den Stand der Dinge
Eberhard Wolff

Warum wir auf DevOps setzen
Pro und Contra DevOps
Oliver Wehrens

Warum wir auf NoOps setzen
Pro und Contra DevOps
Bernd Greifeneder

DevOps mit ChatOps
Bot-basierte Kommunikation
Christian Kühn

CD und DevOps im Expertencheck
Expertenstimmen aus der Praxis

DevOps

Kolumne: DevOps Stories
Jetzt ziehen wir an einem Strang
Konstantin Diener

Enterprise

Ein Taschenrechner
Teil 2: Microservices mit Java EE, Application Server und Docker
Adam Bien

Wir müssen reden
Akzeptanztestgetriebene Entwicklung in agilen Teams
Michael Thiele, Vincent Tietz und Martin Uhlig

Kolumne: EnterpriseTales
Serverless vs. Less Server
Lars Röwekamp

Tools

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE
Eclipse-Usability
Lars Vogel und Simon Scholz

Cloud Computing

Containerorchestrierung fest im Griff
DC/OS für Java-Entwickler
Johannes Unterstein

Web

Das Ziel ist das Ziel
Teil 3: Test und Build
Daniel Schwab und Manfred Steyer

Architektur

Lasst es fließen
Teil 1: Flow Design: ein neuer Ansatz für Softwaredesign
Denis Kuniß

Die Technik löst nicht alle Probleme

Bei Continuous Delivery (CD) scheint es für jedes technische Problem eine Lösung zu geben. Von Versionsverwaltung über automatisierte Tests bis zum Deployment helfen Frameworks und Tools von Git, über JUnit bis Jenkins, Docker, Maven oder Gradle. Dabei wird aber gerne außer Acht gelassen, dass Continuous Delivery beileibe kein reines Technikthema ist. Was das Buzzword DevOps zusammenfasst, sind im Kern alle nicht technischen Probleme, die CD so mit sich bringt. Aber eigentlich greift auch dieser Begriff zu kurz – zumindest in den Definitionen, die mir bisher begegnet sind. Denn eine wahre Continuous-Delivery-Pipeline fängt nicht bei den Entwicklern an und hört nicht beim Ops-Team auf. Am Anfang und Ende steht noch ein Kunde oder Endanwender. Und andere Abteilungen im eigenen Unternehmen gibt es auch noch. Mit all denen muss man jetzt reden! Deswegen sind die zwei Knackpunkte für Continuous Delivery transparente Informationen und Kommunikation. Die Linke sollte stets wissen, was die Rechte macht. Sonst krachts.

Überhaupt ist es unsinnig, von einem Anfang und Ende bei Continuous Delivery zu sprechen. Kontinuierlich bedeutet stetig oder ununterbrochen. Und genau so sollte man CD auch behandeln. Eine endlose Schleife an Evaluieren, Machen, Testen, Verbessern und von vorne. In diese Schleife Feedback, Fragen und Anforderungen immer wieder neu aufzunehmen ist anstrengend und aufwendig. Eine solch umfassende CD-Schleife zu etablieren, klappt auch sicher nicht auf Anhieb. Sie nicht aufzubauen, bedeutet aber, dass es mit dem kontinuierlich nicht weit her ist. Im Experteninterview zum Themenschwerpunkt Continuous Delivery spricht Bernd Greifeneder (Seite 48) deswegen auch von CDF, Continuous Delivery and Feedback. Damit wird aus der Pipeline von A nach B ein Kreislauf von A nach B und zurück zu A.

Feedback zu geben und anzunehmen, setzt aber eines voraus: Vertrauen. Und zwar in alle Richtungen. Vertrauen in den Anwender, dass er weiß, was er macht und wie er seine Anwendung benutzt und nutzen möchte. Vertrauen in den Entwickler, dass er nicht mit Absicht Murks zusammenprogrammiert und weiß, was er macht. Dass es ohne Vertrauen nicht geht, ist auch eine These von Eberhard Wolffs Text zum Stand der Dinge bei Continuous Delivery (Seite 31). Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass Vertrauen die Basis für funktionierendes Continuous Delivery ist. Denn darauf baut die Kommunikation auf. Und dann, ja dann erst, kann die Technik kommen.

Vertrauen Sie mehr!

Melanie Feldmann | Redakteurin
Twitter: @JavaMagazin