Suche

Java Magazin 2.17

Java-Magazin-2-17_Cover_595x842

Umfang: 100

Erhältlich ab: 4.1.17

Autoren: Joachim Arrasz, Adam Bien, Olena Bochkor, Jonathan Buch, Milad Jason Daivandy, Tam Hanna, Albert Hein, Lutz Hühnken, Prof. Dr. Thomas Kirste, Niko Köbler, Klaus Kreft, Frank Krüger, Dr. Veikko Krypczyk, Angelika Langer, Arne Limburg, Andreas Schmidt, Simon Scholz, Lars Vogel, Lothar Wieske

Sie werden zu unserer Partnerseite entwickler.de weitergeleitet

Magazin

News

Bücher: Pagespeed Optimierung

Von Pionieren, Siedlern und Stadtplanern
Die W-JAX 2016
Melanie Feldmann, Dominik Mohilo, Hartmut Schlosser und Kypriani Sinaris

Java Core

Performance analysieren
Java Microbenchmark Harness
Klaus Kreft und Angelika Langer

Titelthema

Mehr geht immer
Was man mit Java EE machen kann, aber nicht sollte
Adam Bien

Enterprise

Can’t touch this
Digital Currency Bitcoin und Digital Disruptor Blockchain
Lothar Wieske

Kolumne: EnterpriseTales
Zehn Jahre JPA: Von einem (Standard), der auszog, Veränderung einzuleiten
Arne Limburg

Da tut sich was
Von Sensordaten zur erkannten Aktivität in wenigen Schritten
Albert Hein, Prof. Dr. Thomas Kirste und Frank Krüger

Mit Blick auf die Zukunft
Teil 2: Nachhaltige Analyse gesammelter Daten zur Projektunterstützung
Joachim Arrasz und Jonathan Buch

Tools

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE
Neuigkeiten von der EclipseCon Europe
Lars Vogel und Simon Scholz

Architektur

Ich verstehe und mache, was du sagst
Teil 1: Theoretische Grundlagen des Compilerbaus
Olena Bochkor und Dr. Veikko Krypczyk

Agiles IT-Architekturmanagement
Teil 2: Lösungstaktiken in der Praxis
Milad Jason Daivandy und Andreas Schmidt

Loslegen mit Lagom
Das Framework für Microservices und Domaindriven Design
Lutz Hühnken

Einmal und nie wieder
Single Sign-on für Microservices und verteilte Anwendungen
Niko Köbler

Welches Java brauchen wir?

Anstelle einer Eröffnungs-Keynote diskutierten wir bei der W-JAX im letzten November die Frage „Was erwarten wir eigentlich von Java?“. Aus der Diskussion, die ich mit Arno Haase, Niko Köbler und Lars Röwekamp führen durfte, wurde dann eher eine Art Bestandsaufnahme, aus der ich ein paar interessante Statements zitieren möchte. Das komplette Video erscheint demnächst auf www.JAXenter.de.

  • Zur Frage, ob eine Metaspezifikation à la Java EE noch zeitgemäß ist: Eine kohärente Sammlung an APIs im Sinn eines Architekturvorschlags kann hilfreich sein, um für Entwickler ein einheitliches vertrautes Programmiermodell zu haben, mit dem Werte wie Zuverlässigkeit, Austauschbarkeit, Wiederverwendbarkeit verbunden sind.
  • Jeder Spezifikationsprozess bringt meistens einen Kompromiss, der zwischen verschiedenen Parteien gebildet wurde und dient oftmals nur bedingt dazu, ein konkretes Problem mit einer konkreten Antwort zu adressieren.
  • Spezifikationen sind schwerfällig und können nur schwer mit der Time to Market des Spring-Ökosystems mithalten – wo in erster Linie der Code und nicht eine Spezifikation regiert.
  • Hilfreich wäre bei wichtigen Spezifikationen ein Lab-Modus, in dem die Community (= die Nutzer von Java) lauffähigen Code testen oder gar produktiv einsetzen können.
  • Die Java-Sprache erscheint heute als eine Art „Cobol 2.0“. Wichtige Innovationen finden in den alternativen JVM-Sprachen wie Scala, Groovy oder Kotlin statt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass mit „Cobol 2.0“ durchaus auch positive Werte wie Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Abwärtskompatibilität assoziiert werden können.
  • Die Java-Nutzer haben sich an ein langsames Innovationstempo gewöhnt und daraus einen gewissen konservativen Geist entwickelt, da bei Neuerungen für Abwärtskompatibilität ja stets gesorgt wird. Unternehmen sollten ermutigt werden, sich intensiver mit technologischen Neuerungen zu beschäftigen.
  • Oracle solle es ruhig wagen, „auch mal altes Zeug rauszuschmeißen“.

Mehr geht immer

Wer Adam Bien auf Twitter folgt, kann zuweilen, wenn eine JAX oder eine W-JAX bevorsteht, Sätze lesen wie „Just killed another few slides“. Durch das Wegnehmen von Folien aus seiner Präsentation will er den Vortrag nicht etwa verkürzen oder dessen Informationsgehalt reduzieren, sondern vielmehr den Code im Rahmen einer Livedemo sprechen lassen.

So forderte ich neulich Adam heraus, indem ich ihn bat, einen Artikel fürs Java Magazin zu schreiben, der aus mehr Code denn Prosaerläuterungstext besteht. Es ging so einige Zeit ins Land, bis der viel beschäftigte Adam zusagte – und seinen Beitrag „Mehr geht immer“ fertigstellte. Ich habe den Text natürlich nicht nur gelesen, sondern auch nachgezählt: und bin auf rund 42 Prozent Codeanteil gekommen. Das ist schon ein mächtiger Wert. Wenn auch das Ziel der Challenge nicht erreicht wurde. Aber vermutlich wäre der Beitrag ansonsten nur schwer lesbar gewesen.

Herausgekommen ist ein lesenswerter, informativer und fast schon satirischer Streifzug durch die Java-Enterprise-Entwicklung, der um die immerwährende Java-Frage kreist: Wie viel Infrastruktur und Framework brauche ich eigentlich, und welche Rolle kann meine Fachlichkeit darin spielen (Seite 26)?

Einen guten Start ins Neue Jahr wünscht

Sebastian Meyen, Chefredakteur
Twitter: @JavaMagazin