Java Magazin 12.13

Umfang: 122 Seiten

Erhältlich ab: 2013-11-06 00:00:00

Autoren: Sven Efftinge, Andreas Feldschmid, Tobias Flohre, Uwe Friedrichsen, Lars George, Florian Heidenreich, Peter Hruschka, Michael Hunger, Marco Hüther, Denny Israel, Klaus Kreft, Heiner Kücker, Angelika Langer, Arne Limburg, Sebastian Mancke, Christian Meder, Michael Müller, Tobias Nestler, Dennis Nobel, Lars Pfannenschmidt, Florian Pirchner, Lars Röwekamp, Dr. Mirko Seifert, Gernot Starke, Christian Wende, Thomas Wilk, Eberhard Wolff

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Bücher
The Definitive ANTLR 4 Reference

Datenbanken

HBase
NoSQL-Lösung mit großer Zukunft
Lars George

Java Core

Effective Java: Let’s Lambda!
Lambda-Ausdrücke und Methodenreferenzen
Klaus Kreft und Angelika Langer

Schluss mit Copy and Paste!
Design Patterns mit Xtends Active Annotations automatisieren
Sven Efftinge

OSGi at your Service
Generisches Ressourcenmodell
Florian Pirchner

Titelthema

Überleben im Wirtschaftsdarwinismus
Agilität ist nur ein Anfang
Uwe Friedrichsen

Technologien für den Schritt nach Agilität
Was der Wandel für die Java-Community bedeutet
Eberhard Wolff

Crowdgovernance
Agile Teams an die Macht!
Sebastian Mancke

Lean Modeling
Mit natürlicher Sprache zum Modell
Florian Heidenreich, Dr. Mirko Seifert, Christian Wende und Tobias Nestler

Enterprise

Ein Standard für die Batchentwicklung
JSR 352 – Batch Applications for the Java Platform
Tobias Flohre

Kolumne: EnterpriseTales
Project Avatar
Lars Röwekamp

OSGi-Tests mal Groovy
Effiziente Implementierung von Integrationstests
Lars Pfannenschmidt und Dennis Nobel

Tutorial

Neo4j 2.0 hands-on
Graphdatenbank zum Anfassen
Michael Hunger

Cloud Computing

Google Cloud Endpoints
REST ohne Stress
Andreas Feldschmid

Tools

Krieg der Welten?
TFS SDK für Java zur Anbindung eines Taskmonitors
Thomas Wilk und Denny Israel

Architektur

Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten
Der Fahnder – Teil 1
Peter Hruschka und Gernot Starke

Android360

Happy 5th Birthday, Android!
Fünf Jahre Android

Nexus 7 – Die nächste Generation
Evolution einer 7-Zoll-Ikone
Christian Meder

Ressourcen und andere XML-Files
Was Android-Entwickler darüber wissen sollten
Arne Limburg

Die Welt entdecken
Mobile und Desktopanwendungen mit der ArcGIS Runtime entwickeln
Marco Hüther

Embedded

M2M Minutes

Next Generation IT

Die IT-Welt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Auch wenn an vielen Orten noch alles in Ordnung zu sein scheint, pfeift an anderen Stellen der scharfe Wind des globalisierten Wettbewerbs scharf und deutlich. Seine Botschaft lautet: Es wird in Zukunft schwieriger werden, sich auf ein funktionierendes Businessmodell zu verlassen; der Wandel bestimmt das Geschäft. Es waren nicht die Telkos und Mobiltelefonanbieter, die dem Smartphone zum Durchbruch verhalfen, sondern der Quereinsteiger Apple mit seinem iPhone. Die mächtige und global vernetzte Autoindustrie hat nicht als erste ein überzeugendes Elektromobilitätskonzept auf die Straße gebracht, sondern ein Start-up aus Kalifornien (Tesla). Es sind in Deutschland nicht die Warenhäuser mit ihrer Versandhandelserfahrung aus Jahrzehnten, die das Internet als Vertriebskanal offensiv nutzen, sondern Amazon und eBay.

Aus dem Vorstand der BMW AG wird kolportiert, dass die Hauptmotivation, drei Milliarden Euro Entwicklungskosten in ein vollständig neues Elektroauto (den i3) zu investieren, allein von der Furcht vor Apple getrieben war (manager magazin). Gewiss kennen auch Sie eine Vielzahl solcher Geschichten, und die Liste ließe sich beliebig fortsetzen…Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es mit Ihrer Branche, in der Sie arbeiten, weitergeht? Welcher Quereinsteiger wohl hinter der nächsten Ecke lauert, bloß um alles schneller, kundenorientierter, flexibler zu machen als Ihr bislang erfolgsverwöhntes Business? All diese Newcomer, von denen hier die Rede ist, verbindet ein zentrales Merkmal: sie sind in gesteigertem Maße IT-getrieben. War bisher die Umsetzung komplexer Enterprise-Systeme die hohe Kunst der IT, ist es nun die Umsetzung webbasierter Anwendungen und Geschäftsmodelle. Und dies gekoppelt mit einem hohen Maß an Flexibilität sowie einem enormen Durchsatz an Features. Der Wandel zielt also zuallererst auf – beständigen Wandel. Damit ist keine Trivialität gemeint, sondern ein Umdenken, das sich in der IT-Industrie schon längst vollzieht. Nehmen wir die Start-up-Kultur: da werden unfassliche Gelder in (mitunter windige) Geschäftsmodelle gesteckt, da hängen hochbegabte Leute ihren normalen Job an den Nagel, bloß um ein neues „Venture“ (mit-)gestalten zu dürfen! Und warum? Weil der Wandel zur Norm wird, und vermutlich diejenigen, die bereit zum (zielgerichteten) Experiment sind, schon bald die Nase vorne haben werden.

Das ist aber noch nicht alles. Die Rede vom Wandel stellt alles, was wir seit Jahrzehnten, ja seit Jahrhunderten zum Thema „Industrie“ verinnerlicht haben, auf den Kopf. Statt größtmöglicher Standardisierung, Prozesstreue und Serialität wird heute die Experimentierfreude zum Prinzip erhoben. Deswegen lohnt es sich allemal, die Start-up-Kultur genauer zu beobachten. Hier lassen sich nicht nur interessante unternehmerische Prinzipien ablesen, sondern es wird auch ein alternativer Einsatz von Technologie sichtbar. Auffällig nämlich ist, dass viele Start-ups (auch die „gereiften“ Start-ups à la Twitter oder SoundCloud) ein gewandelter Umgang mit technologischen Lösungen auszeichnet und dass sie nach anderen – moderneren – Methoden arbeiten.

Unser Schwerpunkt im Java Magazin beleuchtet verschiedene Aspekte dieses Wandels vor allem aus technologischer und methodischer Richtung. Uwe Friedrichsen beschreibt in seinem Beitrag, welchen gewandelten Anforderungen sich die IT als „Nervensystem“ der Unternehmen stellen muss und Eberhard Wolff lenkt den Blick auf Technologien und Methoden, auf die man sich einstellen sollte. Weil wir diese Fragen so wichtig und vor allem so spannend finden, haben wir auch die Business Technology Days, die regelmäßig parallel zu unserer Konferenz JAX und W-JAX stattfinden, konsequent daran ausgerichtet. Auch das Magazin „Business Technology“, das Sie als Abonnent des Java Magazins vierteljährlich kostenfrei erhalten, beschäftigt sich in vielen Beiträgen mit diesem Wandel. Der Wandel ist in vollem Gange und es ist gut, dass es keine Analysten oder Verbände gibt, die glauben, uns die Richtung vorgeben zu können. Wohin die Reise geht, wissen wir alle nicht so genau. Notwendig ist ein großes Maß an Offenheit und Veränderungsbereitschaft, sowohl in technologischer als auch in geschäftlicher Hinsicht. Die Java-Plattform ist bereit, und ich bin sicher, Sie sind es auch.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe
Sebastian Meyen, Chefredakteur