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Java Magazin 11.15

Umfang: 114

Erhältlich ab: 07.10.2015

Autoren: Waldemar Cichon, Dr. Mark Cieliebak, Martin Dilger, Holger Endres, Peter Friese, Michael Gruczel, Arno Haase, Gabriele Heimann, Dominik Helleberg, Peter Hruschka, Dierk König, Anton Kosyakov, Thorsten Maier, Andreas Monschau, Michael Müller, Stefan Oehme, Olaf Otto, Lars Röwekamp, Peter Roßbach, Sebastian Rothbucher, Michael Schnell, Daniel Schutzbach, Daniel Takai, Kai Tödter, Fatih Uzdilli, Matthias Wittum, Oliver Wronka

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Highlights der Ausgabe

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft: AngularJS und TypeScript

Ein Haskell für die JVM: Frege – konsequent funktionale Programmierung

Unterschätzte Herausforderungen: Continuous Delivery und die Datenbank

Fühlen Sie sich wohl beim Fliegen? Embedded Systems – die andere Welt

Magazin

Bücher
Becoming a Better Programmer

Big 7
Neues in Wicket 7
Martin Dilger

Auf neuen Plattformen
Die Vorteile von Xtext
Stefan Oehme und Anton Kosyakov

Java Core

Java Core
Frege – konsequent funktionale Programmierung
Dierk König

Back to the Future
Time-Travelling-Debugger als Alternative zu klassischen Debuggern
Daniel Schutzbach, Fatih Uzdilli, Dr. Mark Cieliebak

Kolumne: Java-Trickkiste
Seiteneffektfreier Code: Mehrere Threads
Arno Haase

Enterprise

Unterschätzte Herausforderungen
Continuous Delivery und die Datenbank
Thorsten Maier

Strategisch wählen
Frameworks und Tools (nicht nur) für große Java-EE-Projekte richtig auswählen
Michael Schnell

Kolumne: EnterpriseTales
MVC 1.0 oder „Warum noch ein Webframework?“
Lars Röwekamp

DevOps

Kolumne: Docker rockt Java
Docker-Cluster auf dem Raspberry Pi
Peter Roßbach

Titelthema

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft …
AngularJS und TypeScript
Kai Tödter

Web

Sauber starten
Sauberer Projektstart – domänengetrieben mit Vaadin(ator)
Gabriele Heimann, Holger Endres und Sebastian Rothbucher

Automatisiertes Testen von Weboberflächen
UI-Test mit Selenium WebDriver
Andreas Monschau

Fundierte Entscheidungen treffen können
Teil 5: Analysierbarkeit
Daniel Takai und Olaf Otto

Extra

Design Types
Eine Typologie für Softwareentwickler
Matthias Wittum

Architektur

Fühlen Sie sich wohl beim Fliegen?
Embedded Systems – die andere Welt
Peter Hruschka

Resilient Microservices
Mit Polling schnell zum Ziel
Oliver Wronka

Das Tutorial

Die Bohne im Apfel
iOS-Applikation mit RoboVM erstellen
Waldemar Cichon

Android360

An dieser IDE geht kein Weg mehr vorbei
Android Studio 1.3
Dominik Helleberg

Der fehlende Android-Guide
Teil 2: Testen einer App
Michael Gruczel

Auf Tuchfühlung mit dem Anwender
Android Wear – Sensoren und Spracheingabe
Peter Friese

Ohne Java-Evangelisten geht das Abendland nicht unter!

Die Nachricht, dass Oracle das Java-Evangelisten-Team auflösen werde, hat im September für Verunsicherung gesorgt. Jetzt aber wieder einmal den Untergang des Java-Abendlands zu beschwören, zeugt mehr von Hysterie denn von Kenntnis der Sachlage. Gewiss, wir alle fühlen uns mit einer Halbnachricht, die über private Social-Media-Accounts in kryptischen Andeutungen lanciert worden ist, nicht gerade gut informiert, und Oracles Schweigen fühlt sich schon ein bisschen arrogant an. Aber Oracle wäre nicht Oracle, wenn es sich durch ein so kleines Shitstörmchen aus der Ruhe bringen lassen würde.

Tatsache ist, dass das bisherige Team der Java-Evangelisten aufgelöst wird und es gerade einmal drei Personen gibt, die deshalb offenbar das Unternehmen verlassen. Jetzt gibt es da aber unter http://bit.ly/1Qvmhy9 doch noch eine offizielle Liste aller Java-Evangelisten bei Oracle, die weit mehr Namen umfasst. Was hat diese zu bedeuten?

Leute wie Brian Goetz, Dalibor Topic, Henrik Ståhl und Terrence Barr, deren Namen u. a. auch auf der Liste stehen, sind jedenfalls keine Vollzeit-Java-Evangelisten, sondern Engineers, technische Produktmanager oder bei Oracles Technology-Marketing beschäftigt. Gewiss aber sind es Leute, die in der Öffentlichkeit auftreten und Technologien präsentieren und diskutieren … und es gibt kein Anzeichen dafür, dass sich daran etwas ändern wird.

Da Oracle sich derzeit massiv aufs Cloud-Geschäft konzentriert, wurde offenbar intern bereits seit einem halben Jahr über die Verlagerung vieler Aktivitäten und Kräfte in Richtung Cloud gesprochen. Dementsprechend scheint das Schicksal der Java-Evangelisten-Truppe intern niemanden überrascht zu haben.

Wenn wir einen Moment über die Aufgabe eines Evangelisten nachdenken, müssen wir uns auch fragen, ob die Rolle überhaupt noch zeitgemäß ist. Wenn ein Evangelist ein Verkünder einer frohen Botschaft ist, dann müssen wir uns doch die Frage stellen, ob Java das im Jahr 2015 wirklich noch braucht. Anstatt einseitiger Verkündigung ist in Zeiten von Open Source vielmehr ein vertiefter Dialog zwischen Core-Engineering und Java-Anwendern und -Entwicklern wichtig. Das Feedback aus der Entwicklergemeinde zurück ins Engineering sollte heute ebenso wichtig sein wie das Verbreiten der frohen Java-Botschaft.

So werde ich zumindest die Java-Evangelisten nicht vermissen, zumal die meisten fähigen Leute ohnehin mit anderen Aufgaben betraut sind. Mit ihnen wollen wir – Anwender, Entwickler, Journalisten – weiterhin in einem offenen und konstruktiven Dialog stehen. Und da bin ich zuversichtlich.

In diesem Sinne – viel Spaß bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe des Java Magazins!

Sebastian Meyen, Chefredakteur