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Java Magazin 9.17

Umfang: 100 Seiten

Erhältlich ab: 02.08.2017

Autoren: Maik Bachmann, Hendrik Brinkmann, Sebastian Daschner, Konstantin Diener, Johannes Dienst, Tam Hanna, Christian Kaltepoth, Denis Kuniß, Arne Limburg, Matthias Putz, Lars Röwekamp, Markus Seidl, Johannes Schnatterer, Michael Stadler, Philip Stroh, Marvin Therolf, Lars Vogel, Richard Vogel

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Magazin

News

Bücher: Refactoring JavaScript

Enterprise

Let’s get ready to Robot
Teil 1: Automatisierte Tests mit dem Robot Framework
Maik Bachmann und Michael Stadler

Kolumne: EnterpriseTales
APIs weiterentwickeln
Arne Limburg

Ein nicht invasiver Eingriff
Automatisiertes Testen mit Lognachrichten
Matthias Putz

DevOps

Kolumne: DevOps Stories
Das kann doch nicht jeder anders machen!
Konstantin Diener

Titelthema

Die Macht der Acht
Java EE 8: Was lange währt…
Lars Röwekamp

Einfacher und einheitlicher
Die wichtigsten Änderungen von Java EE 8
Sebastian Daschner

Eine Fernbeziehung: MVC 1.0 und Java EE
Das neue aktionsbasierte Webframework für Java EE
Christian Kaltepoth

In kleinen Stücken
Modulare Trennung von Infrastruktur und Fachlichkeit in Java EE
Richard Vogel und Marvin Therolf

Tools

Der Praxischeck
Pipeline as Code mit Jenkins 2
Hendrik Brinkmann und Philip Stroh

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE
Weiter geht es mit Eclipse 4.8
Lars Vogel

Architektur

Daten jonglieren
Große Datenmengen in der Businessschicht verarbeiten
Markus Seidl

Java im Fluss
Teil 3: Flow Design in Java implementieren
Denis Kuniß

Web

Schneller entwickeln mit TypeScript
Teil 3: TypeScript in der Praxis
Johannes Dienst

Android

Android Logging für Java-Profis
SLF4J und Logback in Android
Johannes Schnatterer

Volljährig und nicht schon in Rente

Java EE erblickte 1999 mit der Version 1.0 offiziell das Licht der Welt. Damit feiert die Spezifikation in diesem Jahr ihren achtzehnten Geburtstag. Viel ist in diesen achtzehn Jahren passiert, was Ende der 90er Jahre sicher noch niemand vorhersehen konnte. Wir tragen das Internet in der Hosentasche mit uns herum, Autos fahren fast von alleine und unsere Daten sowie Software liegen irgendwo in dieser ominösen Cloud. Mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten ist eine Errungenschaft, die ich Java EE hoch anrechne. Besonders weil Software ja gerne nach achtzehn Monaten schon als veraltet gilt.

Dabei möchte ich nicht behaupten, dass die Enterprise Edition von Java immer an vorderster Front der Neuerungen mitmarschierte. Aber sie hielt Schritt – mal mehr, mal weniger. Was erst recht bemerkenswert ist, wenn man all die firmenpolitischen und strategischen Einflüsse und die sicherlich in den Expertengruppen massenhaft vorhandenen unterschiedlichen Meinungen berücksichtigt. Dabei auch noch den Spagat zwischen Rückwärtskompatibilität, Stabilität und Weiterentwicklung zu meistern, ist keine leichte Aufgabe.

Trotzdem erhält man von Java EE eher den Eindruck eines Hidden Champions als eines gefeierten Stars, trotz seines Alters und der großen Verbreitung. Man liest und hört – auch hier im Java Magazin – deutlich mehr über Spring als über Java EE. Spring muss eben kein Standard sein und kann sich, ohne viel Rücksicht zu nehmen, auf die neuesten Trends stürzen. Neue, glitzernde Dinge interessieren die meisten Menschen deutlich mehr als alte und solide. Damit ist Java EE für mich eher das Arbeitspferd als das Rennpferd der Java-Welt. Es macht zuverlässig seine Arbeit und macht keine Show daraus.

Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum Java EE und seinen Application Servern schon zigmal der Tod prophezeit wurde. Es ist weniger sichtbar und nicht unbedingt der heiße Scheiß. Aber die Expertengruppen und die Community bleiben dran, und oft ist es erstaunlich, was man auch aus manch älterer Technologie noch herausholen kann. Auch Java EE 8 wird eher ein Maintenance-Release als ein großer Schritt nach vorne für die Java-Welt. Aber es legt den Grundstein für Java EE 9, das dann zeigen muss, wie die Zukunft der Enterprise Edition aussehen wird.

Natürlich möchte die Community lieber mehr Weiterentwicklung, mehr neue Features, und das am besten sofort – aber trotzdem bitte Zuverlässigkeit und Stabilität. Auch Java EE soll wie Java selbst in Zukunft einem schnelleren Releasezyklus unterworfen werden. Das ist gut und sinnvoll, da die Veränderungen in der Art und Weise, wie Software geschrieben, ausgeliefert und betrieben wird, eher schneller als langsamer vonstattengehen werden. Um damit Schritt zu halten, muss auch Java EE das Tempo erhöhen. Aber wenn alle Beteiligten bei diesem Tempo mitmachen, steht dem nichts im Wege. Denn auf der soliden Grundlage von Java EE lässt sich sicherlich noch viel Neues schaffen.

Schauen Sie mit uns in die Zukunft!

Melanie Feldmann | Redakteurin

Twitter: @JavaMagazin