Eclipse Magazin 4.14

Umfang: 90 Seiten

Erhältlich ab: 2014-05-23 00:00:00

Autoren: Dr. Jutta Bindewald, Jens Deters, Phillip Ghadir, Christian Götz, Andreas Graf, Dr. Jonas Helming, Pat Huff, Maximilian Kögel, Martin Lippert, Lars Martin, Ulrich Merkel, Michael Müller, Dominik Obermaier, Wolfgang Pfeifer, Sven Ruppert, Marc Teufel, Mohammed Unewisse, Florian Waibel

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Magazin

News

Die Kunst des Wandels
Zehn Jahre Eclipse Foundation
Diana Kupfer

OSGi – Back to the Roots!
Diskussion um die Zukunft des Standards
Hartmut Schlosser

Bücher: BeagleBone für Einsteiger
Bücher: Agilität in der IT
Bücher: Vorgehensmuster für Softwarearchitektur

Eclipse 4

Injiziert – infiziert – fasziniert
Eclipse 4 Dependency Injection näher betrachtet
Marc Teufel

Modeling

Eclipse für den Automotive-Bereich
Ein Forschungsprojekt stellt sich vor
Andreas Graf

Eine Frage des Niveaus
Die Besonderheiten formularbasierter Oberflächenentwicklung
Dr. Jonas Helming und Dr. Maximilian Kögel

Kleine Schritte in die Xtext- und Xtend-Welt
Teil 5: Initialerstellung einer Erfassungsmaske – und vieles mehr
Ulrich Merkel

Titelthema

Zwischen Desktop und Cloud
Eclipse Flux: eine Brücke in die Zukunft der Softwareentwicklung
Martin Lippert

Eclipse Orion 5.0 – What’s new?
Die Plattform für webbasierte Entwicklungswerkzeuge erscheint in der fünften Version
Martin Lippert

Orion meets HANA
Implementierung des Orion Server API auf der SAPHANA- Plattform
Wolfgang Pfeifer und Mo Unewisse

Enterprise

Long-Term-Support
Langzeitunterstützung bei Eclipse
Dr. Jutta Bindewald und Pat Huff

Runtime

Aus dem Virgo-Kochbuch
Kochrezept für Dateiuploads mit Virgo
Florian Waibel

RCP

Relationships are cool!
Eclipse-RCP-Anwendungsentwicklung mit Embedded Neo4j
Lars Martin

M2M

Kolumne: MachineTalk
IoT-Events und Eclipse SmartHome
Christian Götz und Dominik Obermaier

IoT mit Tinkerforge
Der Baukasten für große Kinder
Sven Ruppert

Nägel mit Köpfen

Es war ein kleiner Bug, aber ein ärgerlicher: Eclipse-Nutzer, die mit der Ubuntu-Version 13.10, Codename „Saucy Salamander“, arbeiteten, bekamen keine Untermenüs angezeigt. Statt das Problem auszusitzen, nahmen Lars Vogel und das Eclipse-Plattformteam kurzerhand mit den Verantwortlichen vom Ubuntu-Sponsor Canonical Kontakt auf. Gemeinsam gelang es den Entwicklern, das Problem für die kommende Ubuntu-Version 14.04 zu beheben. Auf unserem Nachrichtenportal JAXenter.de veröffentlichten wir eine Meldung zu dieser Neuigkeit. Die wiederum veranlasste einen anonymen Leser zu dem Kommentar: „Für wie viele Leser ist das so relevant, dass das eine Topnews auf der Titelseite wert ist?“

Gute Frage. Um sie gleich zu beantworten: Diese Meldung war tagelang eine der meistgelesenen JAXenter-Nachrichten, offensichtlich also für recht viele Leser interessant. Ist dieser Bugfix eine große Errungenschaft, eine – wie sagt man heute – disruptive Innovation? Sicher nicht. „Gibt es wirklich so viele Ubuntu- + Eclipse-User?“, wie besagter Kommentator ebenfalls fragte. Bestimmt nicht so viele, dass sich damit die Resonanz auf diese kleine Usabilityverbesserung begründen ließe. Was diesen Bugfix so interessant macht, ist vielmehr sein Kontext. Zum einen beeindruckte die pragmatische Kooperation: „Wenn jeder zusammenarbeiten würde, um Probleme wie dieses zu lösen, wäre die Tech-Welt schon um einiges weiter,“ lobte ein Kommentator dieses Vorgehen unter dem Blogeintrag von Lars Vogel. Zum anderen reiht sich der Bugfix in eine Serie von Maßnahmen seitens verschiedenster Eclipse-Committer und -Nutzer ein, die den Innovationsstau in der Eclipse-IDE beseitigen.

Schließlich hatten sich die Unkenrufe im vergangenen Jahr gehäuft: Zu überladen, zu langsam, nicht schick genug sei die IDE im Vergleich zur Konkurrenz IntelliJ, NetBeans und Co. Veranlasste ein Bug einen Entwickler in Rage zu einem öffentlichen „Rant“ auf die IDE, so sprach bald ein Großteil der Eclipse-Community darüber. Paradox: Während Rückschritte gern und (vor)schnell verallgemeinert werden, bleibt der Zusammenhang, in dem Fortschritte entstehen, oft unbemerkt. Dabei zieht sich die Entschlossenheit, dem fast schon Mode gewordenen Eclipse Bashing ein Ende zu setzen und Nägel mit Köpfen zu machen, wie ein roter Faden durch die verschiedenen Initiativen, die einige Communitymitglieder in den letzten Monaten lanciert haben. Unter anderem wurde ein brandneues Projekt gestartet, das die Lücke zwischen Desktop-IDE und Browser-Tooling – für Letzteres ist bei Eclipse das Projekt „Orion“ zuständig – schließt. Dieses Projekt, das als „Flight“ aus der Taufe gehoben und später in „Flux“ umbenannt wurde, spielt in dieser Ausgabe die Hauptrolle. Martin Lippert, einer der Projektgründer stellt diese weitsichtige Investition in die Zukunft der Softwareentwicklung ab S. 49 vor. Die weitere Entwicklung von Flux ist naturgemäß eng mit der Cloud-basierter Tools verzahnt. Und die stecken aktuell noch in den Kinderschuhen. Wenn das Orion-Projekt allerdings seinen Erfolgskurs fortsetzt und bei Unternehmen wie der SAP AG (s. Artikel ab S. 60) Resonanz findet, steht Flux Großes bevor.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Diana Kupfer
Redakteurin Eclipse Magazin