Suche

Eclipse Magazin 4.13

Umfang: 100 Seiten

Erhältlich ab: 2013-05-24 00:00:00

Autoren: Jeanfrançois Arcand, Marco Descher, Jonas Franke, Ekkehard Gentz, Steffen Heinzl, Dr. Jonas Helming, Arno Hollosi, Dr. Maximilian Kögel, Florian Pirchner, Benjamin Schmeling, Artur Speth, Marc Teufel, Dr. Philip Wenig

Sie werden zu unserer Partnerseite entwickler.de weitergeleitet

Magazin

News

Total Eclipse of the JAX
Eclipse-Themen zogen sich auf der JAX quer durchs Programm
von Diana Kupfer

Bücher: Cloud Migration

Titelthema

Die Zukunft der Webprotokolle heute
Jetty 9 ebnet den Weg für Servlet API 3.1, WebSocket und SPDY
von Marc Teufel

Allzeit gesprächsbereit
Server-Push und bidirektionale Kommunikation mit WebSocket
von Arno Hollosi

Atmosphere
WebSocket-Portabilität auf der JVM
von Jeanfrancois Arcand

Enterprise

„Die Geodatenindustrie lebt von Kollaboration“

Interview mit Eddie Pickle von OpenGeo über die LocationTech Working Group

„Natürliche Weiterentwicklung“ von BIRT

Interview mit Jason Weathersby von Actuate über die LocationTech Working Group

Eclipse 4

Thinking of U and I and E

Vaaclipse bringt die Eclipse 4 Workbench ins Web
von Florian Pirchner

Eclipse à la carte

Dynamische Menüeinträge in Eclipse 4
von Marco Descher

Bereit für den Wandel

Mit der EMF Client Platform erstellte Anwendungen sind robust gegen Änderungen im Modell
von DR. Jonas Helming und DR. Maximilian Kögel

Cloud

Apache Zookeeper

Zusammenarbeit zwischen Eclipse und der Zookeeper-Technologie
von Florian Pirchner

Eclipse, E-Commerce und EC2

Per Java-API aus Eclipse heraus Cloud-Infrastrukturressourcen verwalten
von Steffen Heinzl, Benjamin Schmeling und Jonas Franke

ALM

Team Foundation Server loves Git

Optionen für die Versionskontrolle im Team Foundation Server/Service
von Artur Speth

RCP

Wissenschaftler aller Länder, vereinigt Euch!

Die Zeit ist reif für eine gemeinsame, Eclipse-basierte Plattform für die Wissenschaft
von DR. Philip Wenig

Mobile

Frische Brombeeren

Teil 5: Alles neu bei BlackBerry 10 – IDE und SDK
von Ekkehard Gentz

M2M

Programmierkunst zum Anfassen

Der Embedded Experience Day auf der JAX
von Diana Kupfer

„Jederzeit Zugriff auf alles“

Interview mit Wolfgang Leimbach, IBM Rational, über das Internet der Dinge im Design-Engineering-Bereich

 

 

Die wunderbare Welt der Webprotokolle

Es gehört zu den Veteranen unter den Netztechnologien, das Hypertext Transfer Protocol. In den Anfangstagen des WWW von Tim Berners-Lee und seinen Adjutanten entwickelt, zählt es heute zum bewährten Grundinventar des Innovationsmotors Internet, dessen öffentliche Version Ende April ihren 20. Geburtstag feierte. Es ist sogar so bewährt, dass sich die Versionsnummer 1.1 seit 1999 nicht mehr erhöht hat. In der Zeitrechnung des Webs ist das eine halbe Ewigkeit. Welche Dienste das HTTP dem vernetzten Teil der Menschheit in dieser Zeit erwiesen hat, lässt sich kaum ermessen. Fest steht: Es hätte einen Preis für sein Lebenswerk verdient.

Während das HTTP auf Version 1.1. stehen blieb, drehte sich die Webwelt allerdings weiter. Innovative Browsertechnologien und die steigende Zahl mobiler Endgeräte bringen sowohl neue Anwendungsmöglichkeiten als auch neue Anforderungen mit sich. Chatdienste, Browserspiele, soziale Netzwerke, Börsen-Apps, Kollaborationsplattformen oder auch Sensoren, die selbstständig Daten senden – all das sind Use Cases, in denen sich das herkömmliche Request-Response-Schema des HTTP zusehends als Prokrustesbett erweist. Kein Wunder also, dass das HTTP immer mehr Gesellschaft bekommt – etwa von Technologien wie dem Java Servlet API 3.1, WebSocket und SPDY. Alle drei werden bereits jetzt von Jetty, gerade in der Version 9 veröffentlicht, unterstützt. Als Servlet-Container und Webserver ein Pendant zu Apache Tomcat ist Jetty seinesgleichen damit einen Sprung voraus – und obendrein modular (mit OSGi-Unterstützung) und leichtgewichtig. Es eignet sich also z. B. optimal für kleinere Experimente mit einem Raspberry Pi (siehe Ian Bulls Blogpost unter: http://bit.ly/12pPrEt). 1995 von Mortbay aus der Taufe gehoben und bei SourceForge und Codehaus weiterentwickelt, zog das Jetty-Projekt ab 2009 peu à peu zur Eclipse Foundation um und ist nun fester Bestandteil des EclipseRT-Projekts.

SPDY und WebSocket auf der Überholspur

Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft, sondern auch den Innovationsgeist. Man kennt das Prinzip aus dem Java-Umfeld: Avantgardistische Alternativen zur etablierten Plattform treten nicht etwa an, um Letztere ersetzen zu wollen. Im Gegenteil, sie erkunden neues Terrain, loten experimentelle Ansätze und Strategien aus, die wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der älteren, bewährten Technologie liefern.

Das SPDY-Protokoll, unter der Federführung von Google entwickelt, ist heute bereits in über 50 Prozent der Browser deployt (http://caniuse.com/spdy). Im Vergleich zu HTTP zeichnet es sich – der Name ist Programm – durch besondere Schnelligkeit aus.

Daneben gibt es Fälle, in denen der Server auch mal ungefragt Daten senden können muss. Hier kommt die WebSocket-Technologie ins Spiel, die wir in dieser Ausgabe vertiefen – zum einen anhand eines in PHP verfassten Beispiels, das Server-Push und bidirektionale Kommunikation anschaulich erklärt. WebSocket ist, abgesehen vom Handshake zu Beginn einer Session, völlig unabhängig vom HTTP und basiert auf einer eigenen Spezifikation (RFC 6455).

Außerdem berichtet Jeanfrançois Arcand über die Interna des von ihm entwickelten Frameworks Atmosphere. Dieses trägt der neuen Protokollvielfalt durch einen Fallback-Mechanismus Rechnung: Das Framework sucht selbstständig das beste Protokoll zur Kommunikation zwischen Server und Client. Wird WebSocket nicht unterstützt, verwendet es das gute alte HTTP.

Je mehr diese neuen Kommunikationstechnologien an Fahrt aufnehmen, desto größer wird der Druck auf den alten Standard HTTP. So arbeitet httpbis, ein Komitee der Internet Engineering Task Force, derzeit an Version 2.0. Das Datum der Veröffentlichung ist noch nicht bekannt. Ein Vorbild gibt es allerdings jetzt schon: SPDY.

 

Viel Spaß beim Lesen der neuen Ausgabe wünscht Ihnen

 

Diana Kupfer
Redakteurin Eclipse Magazin
Google+: http://gplus.to/EclipseMagazin