Eclipse Magazin 3.15

Umfang: 98 Seiten

Erhältlich ab: 20.03.2015

Autoren: Christian Baranowski, Boris Brodski, Alexander Grzesik, Kai Hackbarth, Tam Hanna, Dr. Jonas Helming, Dr. Michael Jastram, Erdal Karaca, Dr. Maximilian Kögel, Frank Alexander Kraemer, Dr. Philip Langer, Peter Kriens, Fabian Pursche, Simon Scholz, Dr. Susan Schwarze, Lars Vogel, Carsten Ziegeler

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Magazin

News

Bücher
Building Modular Cloud Apps with OSGi

Titelthema

OSGi enRoute
Ein neues Framework für OSGi-Anwendungen
Peter Kriens

OSGi-Webentwicklung mit Bndtools
Web-Bundles mit Bndtools schnitzen
Christian Baranowski

OSGi-Komponenten – einfach gemacht
Entwicklung von Komponenten mithilfe von Declarative Services
Carsten Ziegeler

Darf ich Ihnen ein Bundle kredenzen?
Einführung in Apache Karaf
Alexander Grzesik

IoT und OSGi
Die Entstehung einer kontinuierlich wachsenden Präsentationsplattform
Fabian Pursche und Dr. Susan Schwarze

Smart Home mit OSGi
Gekommen, um zu bleiben: Standards braucht das intelligente Heim
Kai Hackbarth

Bundles to go
OSGi für Android-Geräte
Tam Hanna

M2M

Block für Block zur IoT-Applikation
Mit Reactive Blocks Anwendungen für das Internet der Dinge bauen
Frank Alexander Kraemer

Eclipse 4

Kolumne: Lagebericht Eclipse-Plattform
Neuer Projektleiter, CSS Styling und mehr
Lars Vogel und Simon Schulz

„Die gefühlte Performance ist entscheidend.“
Interview mit Lars Vogel

Enterprise

Entwicklung mit System
Systems Engineering mit Eclipse
Dr. Michael Jastram

Projects

Willkommen EGerrit
Ein neues Technology-Projekt im Eclipse Ecosystem
Dres. Philip Langer, Maximilian Kögel und Jonas Helming

Geomapping und Tortenbacken
Das Eclipse-LocationTech-Projekt Geoff
Erdal Karaca

Modeling

Automatisierte Tests, die Spaß machen
Enterprise-Applikationen mit Xtend und Embedded DSLs effektiv testen
Boris Brodski

„Es gibt mittlerweile keinen Grund mehr, Java zu verwenden.“
Interview mit Sven Efftinge

Diagramme, automatisiert
ObjectAid UML Explorer
Tam Hanna

OSGi – auf dem Weg zum Paradigmenwechsel

Fast zur selben Zeit, doch völlig unabhängig voneinander, wurden Ende des letzten Jahrtausends zwei Technologien entwickelt, die in den folgenden Jahren die Java-Welt mitprägen sollten: OSGi und Eclipse. Die bei IBM gebaute Entwicklungsplattform Eclipse setzte einen neuen Standard für die Softwareentwicklung, indem sie einen Plug-in-Mechanismus einführte, durch den die unzähligen bis dato separat vorliegenden Tools auf einer zentralen, offenen Plattform integriert werden konnten.

Szenenwechsel: Im Jahr 1998 rief Ericsson Research die Open Services Gateway initiative (kurz: OSGi) ins Leben, in deren Rahmen eine Spezifikation für Service-Gateways entstehen sollte. Die Grundidee: Durch dynamisches Aufrufen von in Services ausgelagerter Funktionalität sollte auf ressourcenschwachen Geräten die bestmögliche Performance erreicht werden. Das Projekt nahm schnell eine gewaltige Eigendynamik an und wurde von der 1999 gegründeten OSGi Alliance zu einer umfassenden Plattform für die modulare Softwareentwicklung ausgebaut.

2004 erfolgte dann die Heirat: Die mittlerweile gegründete Eclipse Foundation entschloss sich, die Version 3.0 von Eclipse völlig auf OSGi basieren zu lassen. Seitdem sind die Wege von Eclipse und OSGi eng miteinander verschlungen: Durch die OSGi-Implementierung Equinox feierte Eclipse von nun an auch als Runtime-Technologie Erfolge. Im Gegenzug erhielt OSGi durch die Eclipse-Community einen der denkbar stärksten Fürsprecher.

Allerdings ist es OSGi niemals so recht gelungen, den Mainstream zu erobern. Das weiß auch Peter Kriens, der maßgebliche Autor der OSGi-Spezifikationen. „Wir haben der Welt eine wunderbar solide LEGO-Box übergeben, ohne an die Bauanleitungen zu denken“, schreibt Kriens in dieser Ausgabe des Eclipse Magazins. Mit seinem brandneuen Framework enRoute strebt Kriens deshalb danach, den OSGi-Weg auch für Mainstreamanwendungsentwickler so einfach begehbar wie möglich zu machen.

Und mehr noch: Durch enRoute soll der Paradigmenwechsel, der die Entwicklung mit OSGi laut Kriens mit sich bringt, sechzehn Jahre nach der ersten OSGi-Spec erst richtig zur Geltung kommen.

Es ist also an der Zeit, der OSGi-Technologie einen neuen Besuch abzustatten: Wo steht OSGi heute? Welche neuen Impulse erhält OSGi durch das Internet der Dinge – und das IoT durch OSGi? Wie schlägt sich OSGi im Smart Home, auf Android, in der Cloud? Wird Kriens mit seiner Kampfansage Recht behalten: „Pay attention, because once we’re fully live, OSGi will be mind-blowing!“?

Freuen Sie sich auf ein spannendes Eclipse Magazin!

Hartmut Schlosser
Redakteur Eclipse Magazin
Twitter: @EclipseMagazin