Eclipse Magazin 1.14

Umfang: 100 Seiten

Erhältlich ab: 2013-11-29 00:00:00

Autoren: Michael Adams, Cédric Brun, Jan-Paul Buchwald, Moritz Eysholdt, Ekkehard Gentz, Jens Geyer, Christian Götz, Robert Jung, Frédéric Madiot, Ulrich Merkel, Jens Reimann, Dr. Jan S. Rellermeyer, Jürgen Rose, Marc Teufel, Dr. Robert Wagner

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Magazin

News

Bücher: IT Survival Guide

Bücher: Implementing Domain-Specific Languages with Xtext and Xtend

EclipseCon Europe
Zwischen Diversität und Fragmentierung: Mehr Projekte, weniger IDE
Diana Kupfer

Titelthema

Let’s get Sirius!
Ein neues Projekt zur Erstellung grafischer Modellierungstools
Frédéric Madiot und Cédric Brun

Xpect: Effiziente Kommunikation
Diskutieren, Erklären und automatisiertes Testen von Xtext-Sprachen
Moritz Eysholdt

CDO mit Liquibase
Ein glückliches Paar
Robert Jung und Dr. Robert Wagner

Xtext meets Scala meets WWW
Lift: Modernes Webframework auf Scala-Basis – Teil 2
Michael Adams

Kleine Schritte in die Xtext- und Xtend-Welt
Teil 2: Feldführungstexte bearbeitet die Fachabteilung selbst
Ulrich Merkel

RCP

Automatisierte UI-Tests
SWTBot-Erweiterung für den Test von NatTable-Elementen
Jan-Paul Buchwald

Plug-in

Eclipse beim CERN
Interview mit Donat Csikos

Web

Jetty und OSGi
Wie man Enterprise-Java mit den Vorzügen von Modularität verbindet
Marc Teufel

M2M

Eclipse SCADA
Ein Tutorial zum neuen M2M-Projekt bei Eclipse – Teil 1
Jürgen Rose und Jens Reimann

Zurück zum Ursprung von OSGi
OSGi für eingebettete Systeme
Dr. Jan S. Rellermeyer

Ein Baukasten für das Internet der Dinge
Node-RED: Visueller Editor ermöglicht einfachen Einstieg ins IoT
Christian Götz

M2M Summit 2013
Zum Aufbruch bereit, zum Wandel nicht
Diana Kupfer

Mobile

Eclipse Momentics IDE 10.2
BlackBerry-10-Entwicklung mit runderneuerter IDE
Ekkehard Gentz

TANSTAAFL

„There ain’t no such thing as a free lunch.“ Dieser Satz ist vor allem durch zwei Personen berühmt geworden: den Science- Fiction-Autor Robert A. Heinlein und den Ökonomen Milton Friedman. Eine Beobachtung, die, wie man meinen möchte, unter die Rubrik „Common Sense“ fällt, sorgt derzeit in mehreren Softwarecommunitys für böse Überraschungen: Services zum Nulltarif sind eine Illusion. Alles, was vermeintlich gratis zur Verfügung steht, ist immer mit versteckten Kosten – Ökonomen sprechen von Opportunitätskosten – verbunden. Ressourcen, die an einer Stelle investiert werden, fehlen an anderer Stelle. In eben diese Kerbe schlägt ein Blogpost von David Blevins, „Feed the Fish“ (http://bit.ly/19DVAUX). Der Gründer des Unternehmens Tomitribe kommentiert darin Oracles Entscheidung, die kommerzielle Unterstützung für den GlassFish-Server einzustellen – eine Hiobsbotschaft, die die Java-Community Anfang November wie ein Schlag getroffen hatte. „Supporting your open source communities isn’t charity, it’s good business“, erinnert Blevins die Community. Laut ihm gilt es, einen Mittelweg zu finden zwischen den horrenden Preisen für proprietäre Software und der Nulltarifmentalität, die im Open-Source-Umfeld herrscht.

Manch ein Mitglied der Eclipse-Community mag bei der Diskussion um GlassFish ein Déjà-vu erlebt haben. Schließlich wurde im Vorfeld der EclipseCon Europe und währenddessen heiß über die Zukunft der Eclipse-IDE diskutiert. Während Oracle das GlassFish-Projekt auf Entzug schickt, macht sich der Eclipse-Gründer IBM, lange Zeit Motor in Sachen Plattformentwicklung, zunehmend rar. Hier wie dort ziehen sich also große Softwareimperien aus Schlüsseltechnologien zurück – und hinterlassen jeweils ein großes Vakuum, das nach neuen Denkansätzen und Finanzierungsmodellen verlangt. Erst jetzt werden die massiven Opportunitätskosten solcher Open-Source-Projekte offenkundig.

Auf der EclipseCon Europe wurde die Alternative Crowdfunding ins Spiel gebracht – und gleich wieder verworfen. Doch warum eigentlich? Weil es zunächst eine zentrale Instanz braucht, die das Produkt Eclipse-IDE managt, so der Konsens. Selbst in der zentrifugalen Eclipse-Community scheinen solche Schwarmmodelle noch nicht so recht zu fruchten. Fakt ist aber: Irgendjemand muss den finanziellen Aufwand tragen, und ohne IBM wird er sich auf viele Schultern verteilen müssen.

Von Opportunitätskosten zu externen Kosten: Die entstehen immer dann, wenn die Zugehörigkeit von Ressourcen nicht definiert ist, wenn also z.B. ein Unternehmen ein öffentliches Gewässer mit Industrie abfällen verschmutzt. Tun das alle, sieht man sich der „Tragödie der Allmende“ gegenüber, die in der Eclipse-Community mittlerweile als zentrales Problem identiziert wird. In der IT-Welt entstehen externe Effekte allerdings nicht durch Zerstörung des Allgemeinguts: Fehlende Innovation reicht bereits aus, um Unternehmen, die auf diese Technologien setzen, Schaden zuzufügen. Je länger der Aufschub, desto höher die externen Kosten. Und desto weniger Unternehmen werden bereit sein, diese zu tragen. Die Uhr tickt.

In eigener Sache

Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses steht der Launch einer runderneuerten Magazin-App kurz bevor. Hersteller ist PressMatrix, ein Berliner Unternehmen, das mittlerweile weit über fünfzig Magazintitel im deutschsprachigen Markt zu seinen Kunden zählt, darunter namhafte Publikationen wie den Business Punk oder das GEO eMagazine. Wichtig für alle Leser, die bereits unsere alte App nutzen: Anstatt mit Ihrer Intellibook-ID können Sie sich als Abonnent jetzt mit Ihrer Abonummer (beginnt mit 690) anmelden. In der App haben Sie über die Einstellungen rechts unten im Kiosk die Möglichkeit, sich mit dieser Nummer anzumelden. Daraufhin werden Ihnen alle Ausgaben kostenlos zum Download angeboten.

Viel Lesevergnügen wünscht Ihnen

Diana Kupfer
Redakteurin Eclipse Magazin