Eclipse Magazin 1.13

Umfang: 100 Seiten

Erhältlich ab: 2012-11-29 00:00:00

Autoren: Michael Adams, Ekkehard Gentz, Kay Glahn, Andreas Graf, Georg Grütter, Dr. Jonas Helming, Felix Heppner, Malte Jannasch, Maximilian Kögel, Dominik Obermaier, Jan Stamer, Marc Teufel, Lars Vogel, Wolfgang Weigend, Dr. Philip Wenig

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Magazin

News

EclipseCon Europe 2012 
Die Eclipse-Community trifft sich zum siebten Mal in Ludwigsburg

Diana Kupfer, Claudia Fröhling und Marc Teufel

Titelthema

Eclipse und das Internet der Dinge
Die Gründung der M2M Industry Working Group 2011 war die Initialzündung zu einer Reihe von M2M-Aktivitäten bei Eclipse. Auf der EclipseCon Europe 2012 haben wir mit Benjamin Cabé, Leiter der Projekte Koneki und Mihini, und Ian Skerrett, Marketingdirektor der Eclipse-Foundation, über das boomende M2M-Geschäft gesprochen. In einem eigenen Artikel erläutert Cabé die Runtime-Technologie Mihini. Außerdem beleuchten wir mit MQTT die Protokollebene, mit Arduino die Hardwareseite und mit openHAB den Use Case Heimautomation. Auch einen Blick über den Tellerrand wagen wir und geben ein paar Eindrücke, was sich außerhalb der Eclipse-Community in Sachen M2M tut.

„Alles ist fragmentiert, aber jeder möchte das Internet der Dinge.“ 
Interview mit Ian Skerrett und Benjamin Cabé über die M2M IWG

M2M-Entwicklung nah und fern 
Ein neues Framework für die Entwicklung von eingebetteten M2M-Anwendungen: Mihini

Benjamin Cabé

Androiden im Internet der Dinge 
Push Notifications für Android mit MQTT und der Eclipse-Paho-Bibliothek 

Neben der grafischen Darstellung von aggregierten Daten im Internet ist der wohl am häufigsten vorkommenden Anwendungsfall, dass bestimmte Personen über ein Ereignis benachrichtigt werden sollen. Dafür werden Push Notifications heute in vielen mobilen Anwendungen eingesetzt. Erfahren Sie, wie Sie mit dem leichtgewichtigen IoT-Protokoll MQTT einen eigenen Push-Service für Android-Applikationen entwickeln und Ihren Androiden am Internet der Dinge teilnehmen lassen können. Zum Einsatz kommt hier auch die Eclipse-Paho-Bibliothek.

Dominik Obermaier

Arduino und das Internet der Dinge 
Plattform für Entwickler im M2M-Bereich

Kay Glahn

„Wir werden es nicht als ‚M2M‘ erleben, sondern einfach nutzen.“ 
Interview mit Jürgen Hase, M2M-Chef der Deutschen Telekom

Die RESTlichen Dinge im Internet 
RESTful Web Services im Internet der Dinge

Georg Grütter

Java Embedded 
Mit verbundenen Dingen

Wolfgang Weigend

Die Welt der Dinge in der Hand 
openHAB als Integrationsplattform im IoT

Thomas Eichstädt-Engelen

Mobile

Android 4 vs. BB10 
Teil 4: UI und Navigation auf Touch Devices

Ekkehard Gentz

Eclipse 4

Spring Time 
Eclipse 4 Dependency Injection mit Spring 

Eclipse 4 basiert auf dem neuen Programmiermodell der Dependency Injection. Hierbei nutzt Eclipse einen eigenen Dependency Injection Container. Was aber, wenn der Kunde schon das Spring Framework zur Definition von OSGi Services nutzt? Muss man jetzt alles neu definieren? Wir zeigen, wie leicht sich OSGi Services, definiert mit Spring DM (OSGi Blueprint Services), in Eclipse 4 integrieren lassen.

Lars Vogel und Felix Heppner

Annotations in Eclipse 4 
Alles außer @Inject

Dr. Jonas Helming und Maximilian Kögel

OSGi

The Big Picture 
Teil 4: Enterprise-Anwendung von der Datenbank bis zur Weboberfläche

Jan Stamer

RCP

CSI und RCP – die Chemie stimmt! 
Die Eclipse Rich Client Platform in der chemischen Analytik: ein Erfahrungsbericht 

Eclipse für Chemiker: Zuschauern von TV-Krimiserien wie CSI sind Begriffe wie „Chromatographie“ oder „Massenspektrometrie“ vielleicht geläufig; möglicherweise wissen sie sogar, welche Analyseverfahren sich dahinter verbergen. Aber was hat das Ganze mit der Eclipse Rich Client Platform zu tun? Philip Wenig zeigt: mehr, als man zunächst vermuten würde.

Dr. Philip Wenig

Modeling

Xtext und Scala 
Harmonisches DSL-Duett 

Xtext ermöglicht die einfache Entwicklung von DSLs und die Erzeugung von Sprachinstanzen in der Eclipse IDE. Die Sprache Scala bietet integrale Konzepte zur Erstellung von Domänensprachen. Was spricht dagegen, diese Konzepte miteinander zu verbinden? Dieser Beitrag beschreibt die Möglichkeiten der Kombination von Xtext und Scala anhand von realen Problemstellungen im Softwareentwicklungsprozess.

Michael Adams

Familienähnlichkeit 
Variantenmanagement mit dem EMF Feature Model und Xtext

Andreas Graf und Malte Jannasch

Interview

Vex 1.0 
Interview mit Florian Thienel

Emanzipation der Dinge

Von Kevin Ashton, dem Vater des Begriffs „Internet der Dinge“, stammt die Aussage: „Our economy, society and survival aren’t based on ideas or information – they’re based on things.“ Gäbe es Computer, die selbstständig Daten von „Dingen“, also Sensoren, Aktoren usw. sammeln könnten, so sinnierte Ashton 2009, wäre alles jederzeit quantifizierbar – und die Welt könnte ein ganzes Stück effizienter werden http://bit.ly/TgprIN. Drei Jahre später scheint diese Vision schon teilweise Realität geworden zu sein: Machine to Machine (M2M) ist in aller Munde. Immer mehr Geräte des Alltags – Lampen, Waschmaschinen, Kühlschränke – sind ans Internet angebunden. Eine oft zitierte Studie von Ericsson spricht von 50 Milliarden vernetzten Geräten bis 2020http://bit.ly/oo9LWQ. Juniper Research prognostizierte kürzlich 400 Millionen eingebettete Geräte bis 2017http://bit.ly/S6DmmO. Wuchtige Zahlen, die signalisieren: Hier entsteht ein gewaltiger Markt. Die JavaOne widmete dem Thema Java Embedded eine eingebettete (!) Unterkonferenz. Kurz zuvor waren mit der Java Micro Edition Embedded 3.2 und der Java SE Embedded Suite 7.0 wichtige M2M-Wegbereiter für Java-Entwickler erschienen (siehe S. 37). Maschinenkommunikation eröffnet Entwicklern eine neue Welt – Anlass genug für einen Heftschwerpunkt.

We‘ve been here before…

Der Erfolg des Internets (der Menschen) ist, wie Ian Skerrett, Marketingdirektor der Eclipse Foundation, richtig feststellt, auf offene Standards wie HTTP zurückzuführen (Interview ab S. 9). Bei einem rasant wachsenden Markt wie M2M ist es also umso wichtiger, schon früh gemeinsame Standards zu entwickeln – das probateste Mittel gegen Marktfragmentierung und Anbietersilos. Das hat die Eclipse Foundation im vergangenen Jahr erkannt und mit der Gründung einer M2M Industry Working Group, angeregt u. a. von Sierra Wireless, Eurotech, IBM, Weitblick bewiesen. Der Pioniergeist innerhalb dieser IWG ist bemerkenswert: Mit Paho, Koneki und Mihini (S. 16) befinden sich bereits drei Eclipse-Projekte unter dem Dach von Eclipse. Mit dem brandneuen Portal m2m.eclipse.org hat die M2M IWG zudem ein Entwicklereldorado für diesen Bereich eröffnet.

Auch die Deutsche Telekom fährt die Strategie kooperativer Entwicklung mit ihrem kürzlich eröffneten Developer Garden, wie Jürgen Haase, M2M-Chef bei der Telekom, im Interview ab S. 28 mitteilt. Nicht nur einen ökologischen (Smart Grids), ökonomischen (industrielle Automatisierung), medizinischen (E-Health) oder logistischen (Track and Trace) Mehrwert verheißen autonom kommunizierende Maschinen, sondern auch einen höheren Komfortfaktor. Was, wenn z. B. eine Vielzahl an elektronischen Geräten im eigenen Haushalt mit einer einheitlichen Oberfläche bedient werden könnte? Mehr dazu lesen Sie im Artikel über die Integrationsplattform openHAB (S. 41).

Henne und Ei

Noch steckt der Bereich M2M in den Kinderschuhen. Und wer der Diskussion beim informellen M2M-Treffen auf der diesjährigen EclipseCon Europe gelauscht hat, dachte vermutlich an Henne und Ei: Was wird zuerst da sein, der einsatzbereite Technologie-Stack oder der Anwendungsfall? Kein Zweifel, offene Standards sind das A und O. Aber ohne Real-Life-Szenarien und Prototypen nützen auch die nichts. Hier kommen Mikrocontroller wie Arduino ins Spiel, wie Kay Glahns Beitrag (ab S. 25) zeigt. An sich primitive, aber erweiterbare Einplatinencomputer, die sich in Bastler-, Pädagogen- und Künstlerkreisen bewährt haben, erleben eine beispiellose Konjunktur als M2M-Prototyping-Plattformen und -Gateways.

Allem Hype zum Trotz: Ein Internet der Dinge wird es nicht ohne menschliches Zutun geben. Sie, die Entwickler, sind gefragt! Und vielleicht motiviert Sie das, was Ashton prophezeite: „The Internet of Things has the potential to change the world, just as the Internet did. Maybe even more so.“

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Diana Kupfer, 
Redakteurin