Business Technology 2.17

Umfang: 68 Seiten

Erhältlich ab: 24.05.2017

Autoren: Robert Angrisani, Volkmar Klausser, Thomas Kerschis, René Schröder, Inge Hanschke, Thomas Heinen, Erica Langhi, Jörg Hastreiter, Andreas Gerst, Andreas Christian Fischer, Alexander Heusingfeld, Benjamin Franz, Hartmut Schmitt, Stefan Tretter, Pia Lembke

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Transformation

Unsere Reise durch das Digi-Tal
Kundenzentrierte App-Entwicklung
Robert Angrisani und Volkmar Klausser

Big Bang oder langsame Transformation?
Skalieren mit Scrum und Microservices
Thomas Kerschis, René Schröder

Das datengetriebene Unternehmen
Daten: ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Digitalisierung
Inge Hanschke

Rundum Security
Wie sich Hackerangriffe auf Autos abwehren lassen
Thomas Heinen

So klappt die digitale Transformation
Middleware als Schlüsselelement
Erica Langhi

DevOps

Ein Hindernislauf in vier Akten
DevOps-Hürden
Jörg Hastreiter

DevOps: Mehr als nur Dev plus Ops
Interview mit Andreas Gerst

Die Entwickler machen lassen
Qualitätsstandards als Communityaufgabe
Andreas Christian Fischer

Kommunikation

Warum wollen Sie das?
Erst Ziele klären, dann Microservices machen
Alexander Heusingfeld

Die Kunden erreichen
Lösungskonzepte für die Business-to-Business-Kommunikation
Benjamin Franz, Hartmut Schmitt und Stefan Tretter

Nicht nur für Selfies
Soziale Medien im Katastrophenschutz
Pia Lembke

Liebe Leserin, lieber Leser,

ist DevOps der große Heilsbringer oder nur eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird? Wie bei so vielem hilft ein Blick in die Vergangenheit, um die Zukunft ein Stück vorhersagen zu können. Blicken wir zurück auf das Jahr 2001 und den inoffiziellen Startschuss der agilen Softwareentwicklung: das Agile Manifest. Sechzehn Jahre ist das nun schon her. Es vergeht aber kein Monat, in dem nicht irgendwer Agile für tot oder gescheitert erklärt. Und das, obwohl die Mehrheit der Entwicklergemeinde von der Vorzügen der agilen Softwareentwicklung überzeugt ist und sie lebt. Es gibt also sechzehn Jahre später immer noch Menschen und Institutionen, die das Konzept nicht verstanden haben oder es nicht richtig umsetzen können. Vor sechzehn Jahren ist so eine Firma aus Cupertino auf die Idee gekommen, dass man seine gesamte Musik in der Hosentasche herumtragen können sollte. Ein neues Konzept war geboren. Wann haben Sie den letzten tragbaren CD-Spieler gesehen?

Es scheint also ungleich schwerer zu sein, Menschen von einer neuen Form des Arbeitens als einer neuen Form des Musikhörens zu überzeugen. Woran kann das liegen? Zum einen betrifft Musikhören zumindest unterwegs nur einen selbst. Die Veränderung tritt also Mensch für Mensch und nicht gruppenweise ein. Denn je mehr Menschen auf einem Haufen sind, umso schwerer ändern diese ihre Richtung. Schon einmal in einer Gruppe über die Restaurantauswahl diskutiert? Genau das meine ich. Zum anderen sagt einem beim Musikhören niemand, wann man es denn machen darf und welches Genre man denn bitte hören soll. Bei der Softwareentwicklung fällt irgendwo irgendwer eine Entscheidung, oft der Chef oder die da oben. Selbst wenn man es lieber anders machen wollen würde, kann man es oft nicht. Es gibt also externe Zwänge, die agile Softwareentwicklung ausbremsen oder zerstören können.

Genau das Gleiche gilt für DevOps. Es betrifft eine Gruppe, diesmal sogar aus unterschiedlichen Bereichen. Und irgendwo sitzt jemand oder eine Gruppe von Jemanden, die DevOps als Konzept nicht nur zustimmen, sondern es auch verstehen und fördern müssen. DevOps könnte die Softwarewelt ganz ähnlich verändern wie Agile, inklusive all seinen Schwierigkeiten und Uneindeutigkeiten. Es wird vielleicht mit der Zeit eine Mehrheit geben, die DevOps für gut und richtig hält. Es wird auch viele geben, die es erfolgreich umsetzen. Aber es wird auch einen kleinen Prozentsatz an Dev- und Ops-Teams geben, die es nicht können oder wollen. Wie die agile Softwareentwicklung löst DevOps nicht alle Probleme und bringt sicherlich auch neue mit sich. Doch wenn wir in sechzehn Jahren auf heute zurückblicken werden, können wir uns ein Leben ohne vielleicht trotzdem nicht mehr vorstellen. Lernen Sie aus der Vergangenheit.

Melanie Feldmann, Redakteurin

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