Business Technology 2.16

Umfang: 67

Erhältlich ab: 18.05.2016

Autoren: Christine Bauers, Gerrit Beine, Tilman Boller, Olena Bochkor, Dirk Dorsch, Prof. Dr. Volker Gruhn, Dr. Veikko Krypczyk, Dr. Carola Lilienthal, Gianluca De Lorenzis, Stefan Waschk, Lothar Wieske, Markus Wittwer

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Agilität

Die Product Owner Toolbox
Essenzielle ökonomische Werkzeuge für agiles Produktmanagement
Gerrit Beine

Agilität oder Festpreis?
Stehen Flexibilität und (Budget-)Sicherheit im Widerspruch?
Dirk Dorsch und Tilman Boller

Wer die Wahl hat, hat die Qual
Projektmanagementtools im agilen Umfeld
Christine Bauers

Digitaler Wandel

Von der kreativen Zerstörung
Digitale Disruption
Lothar Wieske

Geschnitten oder am Stück?
Drei Formen der digitalen Transformation
Prof. Dr. Volker Gruhn

Angriff auf die Smart Factory
Die Risiken der Vernetzung
Gianluca De Lorenzis

New York

Wie Google hilft, agil zu werden
Persönliche Kompetenzen für New Work und Agilität entwickeln
Markus Wittwer

Agile im Konzern: Kann das funktionieren?
Wie VW auf Agile umstellen will
Stefan Waschk

Leise und dennoch präsent
Bring Your Own Device: Eine Standortbestimmung 2016
Olena Bochkor und Dr. Veikko Krypczyk

Technische Schulden in Architekturen
abbauen
Analyse und Verbesserung mithilfe kognitiver Psychologie
Dr. Carola Lilienthal

Liebe Leserin, lieber Leser,

Digitaler Wandel: Das klingt nach dem langsamen Voranschreiten von einem Zeitalter ins nächste. Als wäre die Digitalisierung behäbig und würde huldvoll dazu einladen an ihr teilzunehmen. Deswegen finde ich den Begriff der digitalen Disruption viel treffender. Denn momentan wandeln sich viele Technologien und Märkte nicht, sondern werden gewandelt – und zwar ruckzuck von einem Tag auf den anderen. Netflix bringt Fernsehsender und Filmproduzenten zum Wanken, Tesla rüttelt an den Thronen der alteingesessenen Automobilbauer und Uber bringt Taxifahrer auf der ganzen Welt zum Streiken. Da ist Aufbruch, da ist Veränderung. Und meist kommen die Zerstörer des Bestehenden eben nicht aus den eigenen Reihen, sondern aus dem toten Winkel. Hier kämpfen nicht Erzrivalen gegeneinander, sondern der Underdog gegen den Platzhirsch.

Disruption ist nichts Neues

Dabei entsteht der Eindruck, dass die momentane Disruption einzigartig sei. Die Grundlage für diese Einzigartigkeit sei das Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Der weltweiten Vernetzung durch das Internet, der Software, die in immer mehr Bereiche vordringt, und den Produkten, die man in der eigenen Garage drucken kann. Weit gefehlt. Disruptive Technologien brauchen nichts davon. Als die ersten Telegrafenleitungen begannen, den amerikanischen Westen zu durchziehen, haben die Reiter des Pony-Express zwar nicht von Disruption gesprochen, aber es war nichts anderes. Eine neue Technologie (Telegrafie) machte innerhalb kürzester Zeit eine alte (Pferde) überflüssig.

Veränderung ist nie einfach

Was die digitale Disruption der Gegenwart absetzt, ist ihre niedrige Einstiegshürde. Man braucht kein riesiges Startkapital, um mit einer guten Idee und findigen Freunden einen Markt komplett umzukrempeln. Sicher, Geld hilft, sonst hätten die ganzen Venture-Kapital-Geber ja auch nichts zu tun. Aber der Traum, in der Garage zu starten wie Apple und an der Börse anzukommen wie Facebook, ist momentan greifbar wie nie. Und auch diese Vorbilder der heutigen Start-ups waren und sind Disruptoren.

Das heißt für die etablierten Player: Augen auf und mitdenken! Nur weil es früher so war, muss es morgen schon lange nicht mehr so sein. Wenn die Disruption über die Märkte fegt, ist eben nichts gewiss. Momentan ist es deswegen schwierig für ein Unternehmen, den richtigen Weg zwischen Veränderung und dem Beharren auf Bestehendem und Erfolgreichem einzuschlagen.

Lassen Sie sich also von unseren Autoren zur digitalen Disruption inspirieren. Damit Sie den richtigen Draht in ihren Markt und neue Märkte finden.

Melanie Feldmann, Redakteurin

Kommentare, Anregungen und Ideen sind uns immer willkommen unter: redaktion@bt-magazin.de