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Die Dreifaltigkeit des Issue-Trackings?

Atlassian stellt neue JIRA-Plattform vor

Michael Thomas

JIRA-Logo (Quelle: atlassian.com)

Wie Atlassian, Hersteller des populären Issue Trackers JIRA, bekannt gegeben hat, wird sein Vorzeigeprodukt künftig in drei unabhängige Produkte aufgespalten: JIRA Software für agile Entwicklungsteams, JIRA Service Desk für IT- und Service-Teams und JIRA Core für nichttechnische Teams aus Bereichen wie Personalwesen, Finanzen oder Marketing.

Im Rahmen einer im Jahr 2014 von Atlassian durchgeführten Umfrage gab rund ein Drittel der Teilnehmer an, JIRA auch für nichttechnische Entwicklungsprojekte, beispielsweise in den Bereichen Personalwesen, Finanzen oder Marketing, zu nutzen. Unterschiedliche funktionale Teams haben naturgemäß jeweils spezielle Bedürfnisse, deren Erfüllung für einen schnellen, effizienten und möglichst problemlosen Arbeitsablauf essentiell ist. An dieser Stelle sollen die neuen Atlassian-Produkte einhaken:

JIRA Software ist auf Software-Entwicklungsteams ausgerichtet, die standardmäßig agilen Praktiken folgen. Auch die individuellen Bedürfnisse von speziellen Rollen innerhalb eines Teams, wie beispielsweise Designer, Produktmanager etc., sollen dabei Berücksichtigung finden. JIRA Service Desk bietet einen nutzerzentrierten Service-Desk für IT- und andere Service-Teams. JIRA Core schließlich soll Issue-Tracking-Prozesse für Business-Teams vereinfachen. So soll das Produkt beispielsweise Finanzteams bei der Erstellung der Quartalsabschlüsse oder Marketingteams bei der Nachverfolgung von Werbekampagnen unterstützen.

Abgesehen davon weisen alle Produkte der neuen JIRA-Plattform gewisse Gemeinsamkeiten auf: So gleichen sich Design, Bedienung und die zugrundeliegende Funktionalität unabhängig vom jeweiligen Projekt, Out-of-the-box werden vorgefertigte Templates für spezialisierte Teams geliefert und es wird eine neue, personalisierbare Seitenleiste geboten, die eine vereinfachte One-Click-Navigation der am häufigsten verwendeten Tools und Assets verspricht.

JIRA Basics

JIRA ist eine Kurzform für Gojira, den japanischen Namen von Godzilla. In den vergangenen Jahren konnte sich die Anwendung  in den Bereichen Fehlerverwaltung, Problembehandlung und Projektmanagement zu einer der beliebtesten überhaupt mausern: Mittlerweile wird das Produkt nach Unternehmensaussagen weltweit von über 35.000 Organisationen genutzt. Vor allem im Cloud-Bereich konnte JIRA zuletzt punkten: In den vergangenen drei Jahren verzeichnete Atlassian ein jährliches Wachstum der Cloud-Nutzer um jeweils mehr als 50 %.

Besonders relevant ist JIRA für die Umsätze des Atlassian Marketplace: Unter den dort angebotenen mehr als 1.800 Add-ons befinden sich alleine 850 JIRA-Module. Atlassian Marketplace basiert auf einem ähnlichen Modell wie andere App Stores: Entwickler streichen 75 % der Erlöse aus den Verkäufen ihrer Add-ons ein, während Atlassian 25 % erhält. Kürzlich konnte der Marktplatz die Umsatzmarke von 100 Millionen US-Dollar knacken.

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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