Atlassian Stash 1.3: Git Repository Management für Enterprise Teams

Hartmut Schlosser

Git erobert die Java-Welt. Zwar herrschen Subversion-basierte Projekte immer noch vor, da man bestehende Projekte eben nicht so schnell einmal auf ein neues Versionierungssystem migriert. Doch dort, wo es geht, wird es zunehmend gemacht (zum Beispiel in der Eclipse-Community) – ganz zu schweigen von neuen Projekten.

Diesem Trend verschließt sich auch Toolherstellter Atlassian nicht. Mit Stash hat Atlassian ein Werkzeug vorgelegt, das Git für den Enterprise-Einsatz rüsten soll. Soeben ist Stash in der Version 1.3 erschienen. Neu mit an Bord: Pull Requests und Inline Commenting.

Ein Pull Request ist ein zentrales Element für das Programmieren in verteilten Teams. Ein Entwickler erstellt sich einen Branch, verändert dort den Code und fragt an, ob die Codeveränderungen so in den Hauptzweig übernommen werden können (merge). In Stash integriert ist auch die Möglichkeit, Diskussionen über die Codeneuerungen zu führen und kollektiv an Modifikationen zu arbeiten.
Mit einer expliziten diff-Funktion zeigt Stash, welche exakten Codezeilen tatsächlich Änderungen enthalten. Ausgebaut wurden auch die Möglichkeiten, Codeteile zu kommentieren. Erleichtert werden somit kollektive Review-Prozesse.

Stash 1.3 – Atlassian wirbt mit dem Slogan „The New Social Stash“ – kann in einem 30 Tage gültigen Trial ausprobiert werden. Die Starter-Edition ist ab 10 US-Dollar bei 10 Usern zu haben. Hoch geht es bis zu 12.000 US-Dollar für Teams mit bis zu 500 Usern.

Stash ist eine Lösung für die zentrale Verwaltung von Git Repositorys hinter einer Firewall. Verschiedene Repositorys lassen sich anlegen und verwalten, User und Gruppen zuordnen, Verbindungen zum Issue Tracker JIRA herstellen. Angebunden werden können gängige Datenbank-Systeme wie MySQL, PostgreSQL, SQL Server und Oracle.

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Hartmut Schlosser
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