Artikel

Play the Saxon

Die Spannung steigt. Bald dürfte es soweit sein, und das W3C verabschiedet den derzeitigen Entwurf von XSLT 2.0 [1] als so genannte Recommendation (zu deutsch Empfehlung). Damit erhielte die eXtensible Stylesheet Language for Transformations auch in ihrer zweiten Version den Status eines Standards des W3C. Das wäre wiederum der Startschuss für eine Vielzahl von Firmen und Open-Source-Gemeinschaften, ihre XSLT-Engines auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Zumindest eine der bekannteren Engines, namentlich Saxon, ist diesem Ziel schon sehr nahe.

Fast hundertprozentig

Auf massiven Kundenwunsch hin springt MySQL auf den Cluster-Zug auf. Grundlage ist ein hochverfügbares DBMS, das für die Telekommunikationsbranche entwickelt worden ist. Der schwedische ISP und VoIP-Anbieter B2 setzt bereits heute einen MySQL-Cluster ein.

Objekt Relational Mapping mit Python

Python bietet Module für den Zugriff auf nahezu alle wichtigen Datenbanksysteme. Diese implementieren meist die Python-DB-API-Spezifikation [1]. Die entsprechenden Module finden Sie unter [2]. Seit einiger Zeit sind so genannte Objekt Relationale Mapper (ORM) in Mode gekommen, die es erlauben, ohne Kenntnisse von SQL mit Hilfe von Objekten auf die jeweilige Datenbank zuzugreifen. Natürlich gibt es auch für Python solche ORMs, wie z.B. das hier näher besprochene SQLObject. Meist ist die Benutzung relativ einfach und erfordert keine allzu lange Einarbeitungszeit. Hat man erst einmal ein wenig damit gearbeitet findet man schnell gefallen an ORMs. Ich hoffe, ich kann Sie mit diesem Artikel auch auf den Geschmack bringen.

Der zweite Schnappschuss

Im Entwickler 01/2003 habe ich Ihnen gezeigt, wie wir eine WebSnap-Applikation mit WebSnap-Datenmodulen und WebSnap-Seitenmodulen unter Verwendung von dbExpress erstellen können, um auf die InterBase-Datenbank employee.gdb zuzugreifen. In dieser Ausgabe möchte ich diese WebSnap-Applikation erweitern und Ihnen zeigen, wie wir Haupt/Detail-Beziehungen (welche Angestellten haben welchen spezifischen Job) aufbauen, wie wir Zugriffsrechte (Authorisation) der Applikation hinzufügen und letztendlich wie wir die Applikation auf einen realen Webserver aufsetzen können.

Datenbanking via Script

Was ist eigentlich eine Scriptsprache? Auf der Suche nach einer Definition für Scripting stößt man bald auf den Begriff Glue Code. Damit ist Programmcode gemeint, der hauptsächlich dazu dient, fertige Komponenten – wie Zement zwischen Ziegelsteinen – aneinander zu kleben. Im Gegensatz zu Zement trocknet Spriptcode aber nicht ein, sondern bleibt dauerhaft unformbar. Baumaterial gibt es reichlich und sogar kostenlos. Auch Bauzwang, Baugenehmigung und Grundsteuer sind zum Glück kein Thema. Am Beispiel eines Anbaus an eine (Daten-)Bank möchte ich zeigen, dass die flexible Bauweise gegenüber der Betonarchitektur durchaus ihre Vorzüge hat.

Nachgebessert

Anders als viele der mitunter flatterhaften Angehörigen der IT-Berufe werden Datenbankfachleute meist der konservativen Fraktion zugerechnet. Sie sind ewig skeptisch und stets besorgt, wenn sie an die ihnen anvertrauten, stetig wachsenden und wachsenden Datenspeicher denken. Kaum einer, der nicht ein Lied singen kann von falschen Verheißungen des Herstellers seines Produktes. Um diese Leute von den Segnungen einer neuen Softwareversion zu überzeugen, ist vor allem eines nötig: Vertrauensbildende Maßnahmen.

Heute schon (ab)gefragt?

Derjenige, der damals die Bezeichnung Paradox für die gleichnamige Datenbank ersann, war ziemlich gewitzt – denn Datenbanken sind schlicht paradox. Es scheint wie folgt: Je besser die Datenbank, desto komplizierter ist der Zugriff. Doch das wollen wir ändern.

Daten gekonnt verpackt

Datenbanken und Java bieten seit der Einführung von JDBC ein optimales Gespann. Wer allerdings einen Schritt weiter gehen will und seine Datensätze als Objekte verwalten möchte, benötigt ein entsprechendes Tool, das dem Programmierer diese Arbeit abnimmt. In diesem Artikel geht es um das Tool Osage, welches genau dieses Mapping implementiert und dem Programmierer somit eine Menge Arbeit erspart.

Intelligente Agenten

Wer heute deutschsprachige Information über Topic Maps im Internet sucht, erhält eine jener Trefferlisten von über 1000 Ergebnissen auf 47 Seiten. Dies ist nicht nur ein Zeichen für die zunehmende Verbreitung des Themas, sondern auch – einmal mehr – für die Notwendigkeit eines Verfahrens, um Ergebnismengen sinnvoll einzugrenzen. Genau das ist eines der Hauptanwendungsgebiete, die schon Goldfarb im Auge hatte, als er Topic Maps als das Global Positioning System (GPS) des Web bezeichnete und Ihnen im XML Handbook [1] eine Schlüsselrolle für die Navigation zuwies. Dieser Artikel befasst sich mit dem Stand der Technik am Beispiel einer schon heute realisierten Anwendung.

Wohin geht die Reise?

Der XML-Standard hat in diesen Tagen seinen fünften Geburtstag gefeiert. Für die Zeitmaßstäbe in der Branche ein recht langer Zeitraum, vor allem wenn man bedenkt, dass heute noch die Version 1.0 gültig ist und sich XML einer hohen – und steigenden – Verbreitung erfreut. Nach fünf Jahren liegen nun genügend Praxiserfahrungen vor, um noch ein paar letzte größere Korrekturen anzubringen: Die Definition von XML 1.1 befindet sich seit Oktober 2002 im Stadium der Candidate Recommendation, hat also schon einige Hürden der W3C-Standardisierung überwunden. Den neuen Standard und seine Auswirkungen in der Praxis stellt der folgende Artikel vor.

Auf den Weg gebracht

Die Anfragesprache XQuery ist auf dem besten Wege, ein Standard zur Abfrage von XML-Dokumenten zu werden. Die jüngsten Spezifikationen zeigen vielversprechende Ansätze, mit der endgültigen Verabschiedung ist Mitte 2003 zu rechnen. Doch um zu einem wirklichen Standard zu werden, muss eine Anfragesprache ausdrucksstark und zugleich intuitiv sein. Der vorliegende Artikel untersucht an einem konkreten Anwendungsbeispiel, inwieweit diese Kriterien von XQuery erfüllt werden.

Fahrt in die Havel

Dieser Artikel verrät Ihnen, was ein Auto mitten in einem Fluss mit Ontologien und Softwareentwicklung zu tun haben könnte und warum Sie Ihrem Auto-Navigationssystem nicht blind vertrauen sollten. Am Beispiel der Sprache DAML+OIL wird der praxisrelevante Mehrwert von Ontologien für die Nutzung und Verteilung von Informationen dargestellt.

Ohne Einschränkung

XML Schema hat sich mittlerweile vor Konkurrenten wie Relax NG, Schematron oder den alten DTDs als die wichtigste Sprache für Schemas in XML etabliert. In diesem Artikel wird einem oft vernachlässigten, aber sehr wichtigen Aspekt von XML Schema nachgegangen, nämlich der Frage, wie man eigentlich XML Schemas schreibt. Nichts einfacher als das, wird sich der naive XML-Einsteiger denken: Man nimmt sich ein Stück Software, bei dem XML Schema Support auf der Verpackung steht, und macht sich an die Arbeit. In diesem Artikel wollen wir zeigen, dass die Realität leider anders aussieht – und warum das keinem Anwender von XML Schema egal sein sollte.

Erfolgskontrolle

Mit Web Services ist ein neues Konzept für die Architektur von Enterprise-Infrastrukturen entstanden, mit dem das Ziel einer auf Standards basierenden Integration in greifbare Nähe rückt. Eine Reihe neuer, universell vereinbarter Standards steht zur Verfügung, mit denen die Lücken zwischen plattformspezifischen Insellösungen geschlossen werden können. Damit sich dieses Konzept in Unternehmen durchsetzt, ist ein lose gekoppeltes, zuverlässiges und asynchrones Modell für Web Services erforderlich. In diesem Artikel werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie vorhandene Standards mit realen Implementierungen zusammengefügt werden können, um dieser Forderung gerecht zu werden.

Seitenweise Formulare

Am 14.10.2003 wurde XForms 1.0 in den Stand einer W3C Recommendation erhoben und hat auch schon einen Rekord zu verbuchen: Noch nie zuvor standen bei Verabschiedung eines W3C-Standards so viele Implementierungen zur Verfügung. Das in diesem Artikel vorgestellte EU-Projekt Consensus verwendet serverseitiges XForms-Processing neben weiteren W3C-Standards, um geräteunabhängige Webanwendungen zu ermöglichen und liefert damit auch einen beeindruckenden Beweis für die Einsatzfähigkeit von XForms.

Evolutionäre Zelle

Ziel des Semantischen Webs ist es, Webdaten mit menschlicher Hilfe durch Bedeutungsinformationen anzureichern, um so eine bessere Verarbeitung und Nutzung der Daten für Mensch und Maschine zu erreichen. Dieser Artikel erläutert, was das klassische Content Management von der Philosophie des Semantic Web lernen kann und stellt die XML-basierte Markup-Sprache CBL (Contextual Browsing Language) vor.

Wahlerfolg

Der XML-Vektorgrafikstandard ermöglicht unter anderem die Erzeugung dynamischer Webgrafiken und eignet sich daher gut für den Einsatz im Bereich Reporting. Bei der Generierung des eigentlichen SVG-Codes kann dabei unter anderem auf die XSLT, die eXtensible Stylesheet Language Transformations, zurückgegriffen werden.

Go simple, go standard, and go fast

Roman Stanek gründete im Jahre 2000 mit Systinet eine der ersten dezidierten Web Services-Companies. Das Unternehmen reüssierte mit seinen WASP-Produkten und konnte bislang als eines der wenigen kleineren innovativen Unternehmen im Web Services-Markt seine unabhängige Stellung bewahren. Wir sprachen mit Roman Stanek über die Bedeutung von Web Services nach dem großen Hype und den aktuellen Trend zu Service-orientierten Architekturen.

Allheilmittel?

Was HTML und HTTP für die Welt des Internet-Publishing bedeutet haben, soll in Kürze die Universal Business Language (UBL) für den Austausch von Geschäftsdaten und die Abwicklung von Transaktionen werden: eine universelle, flexible und vor allem kostenfreie Sprachplattform.

Einfügen und Zusammenführen

Das Einfügen von externen Dateien in XML-Dokumente gestaltete sich bisher umständlich. Oftmals musste der Umweg über Entities oder über XLink mithilfe des embed-Attributs gegangen werden. Mit dem neuen Standard XInclude des W3-Konsortiums steht jetzt eine einfache Sprache für das Einfügen und Zusammenführen von Dateien zur Verfügung.