Apache Mesos wird Top-Level-Projekt

Hartmut Schlosser

Der Cluster Manager Mesos wird Top-Level-Projekt bei der Apache Software Foundation. Ende 2010 als Apache-Projekt vorgeschlagen, verlässt Mesos nun nach vier Major Releases den Incubator und etabliert sich mit einer lebendigen Community als vollwertiges Apache-Mitglied.

Mit Mesos lassen sich Ressourcen unterschiedlicher Herkunft isolieren und auf einen Server-Cluster verteilten. Als Abstraktionsschicht zwischen Anwendung und verteilter Server-Umgebung beherrscht Mesos verschiedene Frameworks wie Apache Hadoop, MPI, Hypertable, Jenkins, Storm und Spark, die mit Mesos nicht mehr auf separaten Systemen betrieben werden müssen.

Mesos hält APIs in Java, Python und C++ bereit, mit denen sich parallele Anwendungen entwickeln lassen. Das Cluster lässt sich über eine Web-basierte Oberfläche administrieren. Das Mesos-Projekt wurde seit 2009 an der UC Berkeley entwickelt und ist bei diversen Organisationen bereits produktiv im Einsatz, darunter Twitter und AirBnB. Ausgelegt ist Mesos auf eine hohe Skalierbarkeit, Tausende von Knoten und mehrere 100 Frameworks soll der Cluster Manager verkraften.

Mesos steht unter http://mesos.apache.org/ zum kostenlosen Download bereit. Aktuell ist die Version 0.12.0, die, wie alle Apache-Projekte, unter der Apache 2.0 Lizenz verteilt wird.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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