Apache JMeter 2.8 mit Support für IPv6

Judith Lungstraß

Apache JMeter ist eine Java-Desktop-Anwendung, die ursprünglich für das Testen von Webanwendungen konzipiert wurde, danach aber auf zusätzliche Test-Szenarien ausgeweitet wurde. Belastungs- und Performance-Tests lassen sich auf verschiedenen Server-Typen durchführen, darunter Web – HTTP, HTTPS, SOAP, JDBC, LDAP, JMS und Mail (POP3 & IMAP). Aktuell erschienen ist Apache JMeter 2.8.

Die neue Version des Tools kommt mit einigen neuen Features und Bug Fixes, darunter auch eine neue Option in der Thread Group und der Support für IPv6.

In den Thread-Group-Einstellungen lässt sich jetzt ein Haken setzen bei der Option „Delay thread creation until needed“. Ist der Haken gesetzt, werden Threads erst dann erstellt und gestartet, wenn sie auch wirklich benötigt werden und nicht bereits beim Start des Tests. Diese neue Möglichkeit erlaubt, Tests mit einer großen Zahl an kurzlebigen Threads laufen zu lassen.

Der HTTP Cookie Manager hat als Default zwar die HC3.1-Implementierung eingestellt, wahlweise gibt es aber auch die Option einer HC4-Implementierung, passend zu IPv6-Adressen. Im HTTP Request ist HTTPClient 4 nun die Default-Implementierung, in früheren Releases war das die HTTP Java-Implementierung. In der HTTP Requests Default Control kann man jetzt auch Embedded URL Filter auswählen, und als Methode im HTTP Request wurde PATCH hinzugefügt.

In Sachen Speicher und Performance hat das neue Release ebenfalls einige Updates zu verzeichnen, besonders trifft das zu bei der Speichernutzung des JMeterThread. Die JSR223 Elements erlauben nun die Nutzung eines Compilable Interface zur Verbesserung der CPU-Nutzung und das Caching einer Compilation, wenn Skripte als Dateien genutzt werden.

Apache JMeter 2.8 kann auf der Projekt-Homepage heruntergeladen werden.

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Judith Lungstraß
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