Apache HBase 1.0: „Der Beginn einer neuen Ära“

Michael Thomas

Apache HBase Logo (Quelle: hbase.apache.org)

Nach knapp siebenjähriger Entwicklungszeit steht Apache HBase, die verteilte und skalierbare Open-Source-Implementierung von Googles proprietärem Datenbanksystem BigTable für Apache Hadoop und HDFS, in der Version 1.0 bereit – „der Beginn einer neuen Ära“ für das Projekt, wie es Enis Söztutar, der Release Manager von HBase, beschrieb.

Im Vergleich zur Vorgängerversion HBase 0.98.0 wurden mehr als 1500 Veränderungen und Bugfixes vorgenommen. Prominentes Beispiel ist die nach Aussagen der Entwickler stark verbesserte Performance bei gleichbleibender Stabilität. Des Weiteren wurden neue APIs eingeführt sowie ausgewählte bestehende clientseitige APIs reorganisiert. Außerdem steht eine komplett neue Benutzeroberfläche und eine grundlegend überarbeitete Dokumentation zur Verfügung. Die genauen Details der Funktionalitätsänderungen können dem technischen Merkblatt entnommen werden.

Laut Michael Stack, Vizepräsident von Apache HBase, sollen sich HBase-Freunde bis zum nächsten Major Release allerdings keine sieben Jahre gedulden müssen. Vielmehr nimmt HBase 2.0 offenbar bereits Gestalt an und soll schon in diesem Jahr erscheinen.

Über HBase

HBase – kurz für Hadoop Database – setzt auf Hadoop und sein Dateisystem HDFS (Hadoop Distributed File System) auf und stellt eine tabellen- und zeilenorientierte Benutzerschnittstelle zur Verfügung. Wie auch BigTable speichert HBase seine Datensätze in einem logischen Modell. Der Zugriff auf Daten erfolgt mit einem API, das nativ in Java zur Verfügung steht, aber auch über REST oder Trhift angesprochen werden kann. Das API kennt vier Haupt-Befehle: Put, Get, Scan und Delete.

HBase wird von zahlreichen Branchengrößen der IT-Welt genutzt, darunter Apple, Facebook, FINRA, Flipboard, Flurry, Pinterest, RocketFuel, Salesforce, Xiaomi,Yahoo! und viele andere. Zudem hat sich um HBase herum ein lebhaftes Ökosystem aus Projekten gebildet, die auf ihm aufsetzen. Dazu gehörten u.a. Apache Phoenix (eine relationale Datenbankschicht) und OpenTSDB (eine Zeitreihen-Datenbank).

Wer HBase von Grund auf kennenlernen möchte, sollte einen Blick in den Artikel „HBase: NoSQL-Lösung mit großer Zukunft“ von Lars George (Java Magazin 12.2013) werfen.

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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