Apache HBase 0.96.0 ist modular und läuft nativ auf Windows

Diana Kupfer

Apache HBase, die Open-Source-Implementierung von Googles proprietärem Datenbanksystem BigTable, ist in Version 0.96.0 erschienen. Dies teilte das HBase-Team, das sich u. a. aus Entwicklern der Unternehmen Hortonworks, Yahoo!, Cloudera, Salesforce, eBay, Intel und Facebook zusammensetzt, im Hortonworks-Blog mit.

Über 2000 Probleme wurden für diese Version behoben. So soll die Mean Time To Recovery (MTTR), die Zeit, die ein regionaler Server nach einem Ausfall zur Wiederherstellung benötigt, auf unter eine Minute reduziert worden sein. Zu den neuen Features zählt HBase Snapshots, mit dem sich Momentaufnahmen einer HBase-Tabelle machen lassen. Außerdem läuft HBase nun nativ auf Microsoft Windows – man muss also nicht länger den API-Wrapper Cygwin bemühen.

Des Weiteren sind nun Compactions möglich. Damit werden aktuelle Dateien regelmäßig automatisch zusammengeführt und veraltete entfernt, was den Zugriff auf das Dateisystem insgesamt beschleunigen soll. Bei der neuen Testinfrastruktur stand das Tool Chaos Monkey von Netflix Pate. Neu ist auch die Aufteilung in Module (z. B. Client und Server). durch die HBase-Services leichter konsumierbar werden.

HBase setzt auf Hadoop und sein Dateisystem HDFS  (Hadoop Distributed File System) auf. Es stellt eine tabellen- und zeilenorientierte Benutzerschnittstelle zur Verfügung. Downloads der neuen Version sind unter http://www.apache.org/dyn/closer.cgi/hbase erhältlich.

Einen einführenden Artikel von Lars George lesen Sie im Java Magazin 12.2013, das am 6. November in den Handel kommt. Auf der W-JAX in München erläutert George am 5. November die Grundlagen von HBase in einem Vortrag.

Geschrieben von
Diana Kupfer
Diana Kupfer
Diana Kupfer war Redakteurin bei S&S Media für die Zeitschriften Java Magazin, Eclipse Magazin und das Portal JAXenter. 
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.